Ace-Rep #4: “Wer bist du zur blauen Stunde?”

Foto von Etienne Boulanger auf Unsplash

Im dritten Post dieses Formats ging ich hauptsächlich auf Erasure von Bisexualität und Asexualität ein. Daher werde ich im heutigen Post darüber sprechen, wie unter anderem dieses Thema in einem Manga behandelt wird: “Wer bist du zur blauen Stunde?” von Yuhki Kamatani. Kamatani identifiziert sich als aroace und nicht-binär und verarbeitet diese Themen in verschiedenen Werken, unter anderem dem oben genannten Manga.

Heute wird es hauptsächlich darum gehen, wie in dieser Serie Erasure und insbesondere Asexualität dargestellt werden, da letzteres der Fokus dieses Formates ist. Darüber hinaus geht es im heutigen Post aber auch um die Ambivalenz von Labels, da die Spannung zwischen deren Wirkung als Empowerment und Beschränkung eines der vielen interessanten Themen dieses Manga ist.

Minor Spoiler: Das hier ist nicht das erste Werk von Kamatani, das ich gelesen habe und es wird auch nicht das letzte sein, das ich auf diesem Blog besprechen werde. Aber zunächst geht es um Erasure und Repräsentation in diesem Werk. Rechnet ab hier mit Spoilern.

CW: Verzweiflung, Suizid, Sexuelle Nötigung

Die Handlung

“Wer bist du zur blauen Stunde?” oder “Shimanami Tasogare”, wie es im Original heißt, ist ein Manga mit 23 Kapiteln. Dessen Geschichte dreht sich um Tasuku Kaname oder Tasu-kun, einen schwulen Schüler, der unwillentlich geoutet wird und lernen muss, mit seiner Identität zurecht zu kommen.

Zum Beginn der Story verleugnet Tasuku noch seine Identität und muss lernen, sich selbst zu akzeptieren. Die Gängeleien seiner Mitschüler*innen bringen ihn an die Grenze zum Selbstmord, doch bevor er springen kann, ermutigt ihn eine mysteriöse Frau, ihm alles zu erzählen. Dabei versichert sie ihm jedoch, nicht zuzuhören. Trotz der widrigen Umstände kann sie ihn davon abhalten, sich das Leben zu nehmen.

Die Frau bezeichnet sich selbst als Anonymous und besitzt eine Lounge, die als LGBTQ+ Treffpunkt fungiert. Im Lauf der Geschichte lernt Tasuku die regelmäßig dort anwesenden Besucher*innen kennen und lernt dabei über deren und seine eigene Identität.

Die Prämisse der Serie ist relativ simpel. Nach dem Slice-of-Life-Prinzip erhalten wir einen Einblick die die alltäglichen Lebenssituationen der Charaktere und erfahren dabei mehr über die verschiedenen Probleme von LGBTQIAP+ Menschen. Während der Hauptcharakter sich als homosexuell und männlich identifiziert, geht die Serie über diese einzelne Identität hinaus und verdeutlicht, welche Situationen im Alltag mit anderen queeren Identitäten einhergehen können.

Queere Identitäten in “Shimanami Tasogare”

Ich kann euch den Manga nur ans Herz legen. Um nicht zu viel zu verraten, werde ich mich also etwas zurückhalten und nicht zu viel spoilern. Daher konzentriere ich mich auf einige allgemeinere Themen, die innerhalb der Geschichte beleuchtet werden.

Heteronormativität und Erasure

Anfangs werden insbesondere Cisnormativität, Heteronormativität und Amatonormativität angesprochen, sprich die Ideen, dass es nur zwei Geschlechter gebe und es normal sei, sexuelle und oder romantische Anziehung zum jeweils anderen Geschlecht zu empfinden. Darauf basierend wäre jeder Mensch, der nicht diese Standards erfüllt, also auch Menschen außerhalb der binären Geschlechtereinteilung und solche, die Anziehung nicht in der “normalen” Form empfinden, “abnormal”. Die Serie stellt diese Annahmen jedoch als Trugschlüsse dar und dekonstruiert sie mit ihrem diversen Cast. Die oben genannten Annahmen werden der Realität nicht gerecht und auch der Manga verdeutlicht dies.

Tasuku kämpft mit Vorurteilen und Homophobie, die er verinnerlicht hat, und besonders am Anfang der Handlung werden deren negativen Auswirkungen klar sichtbar, da er wegen ihnen Selbstmord in Betracht zieht.

Bereits im ersten Kapitel erhalten wir einen guten Eindruck davon. Einige männliche Schüler überlegen, welche Orientierungen ihre Mitschüler*innen haben könnten und nehmen beispielsweise an, dass ein Schüler, der sich die Augenbrauen richtet, schwul sei. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Erstens ist das ein massives Klischee und was jemand mit seinem Körper macht, hat nicht unbedingt etwas mit deren sexuellen Orientierung zu tun. Wenn sich eine Person auf unkonventionelle Art pflegt oder anzieht, heißt das nicht automatisch, dass sie homosexuell ist. Zweitens verwerfen die Schülerinnen sofort ihre Idee, als sie merken, dass der Mitschüler eine Freundin hat. Das ist heteronormativ, da sie recht offensichtlich aus Unwissenheit nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er zum Beispiel bi-, pan- oder asexuell sein könnte. Für sie ist die Darüber hinaus lässt sich das Ganze als Erasure bezeichnen, weil sie die Möglichkeit , dass der Schüler nicht hetero ist, komplett ausblenden und überhaupt nicht berücksichtigen, wie er sich identifizieren könnte. Sie gehen schlichtweg davon aus, dass er hetero sei, weil es in ihren Augen “normal” ist. Anhand solcher Beispiele verdeutlicht der Manga, die Engstirnigkeit der Gesellschaft in Bezug auf Geschlechterrollen und LGBTQ Identitäten.

Haruko erinnert sich daran, wie sie behandelt wurde, wenn klar wurde, dass sie keinen festen, männlichen Partner hat. Aussagen der Kollog*innen (in den graue Blasen) ähneln insbesondere dem, was man als asexuelle oder aromantische Person oftmals zu hören bekommt, können aber auch auf andere Identitäten bezogen werden.

Queer-Sein Undercover

Ein ähnliches Thema, das in diesem Werk angesprochen wird, sind die Probleme, die es mit sich bringen kann, wenn jemand noch nicht das Coming Out hinter sich bringen konnte. Tasuku hadert stark damit und braucht einige Zeit, um zu akzeptieren, dass er schwul ist. Das zeigt sich in verschiedensten Situationen.

Beispielsweise sagt im dritten Kapitel ein Freund von Tasuku ungefähr folgendes: “Gott sei Dank bist du nicht schwul!” und “Sind die Leute, die andere “schwul” nennen nicht selbst schwul?” Diese Aussagen sind ignorant und homophob, da sie implizieren, dass Schwul-Sein schlecht sei. In diesem Fall discriminiert Tasukus Freund ihn unwissentlich, da Tasuku noch nicht offen über seine Identität redet und immer noch damit kämpft. Vor diesem Hintergrund machen es Tasuku diese Aussagen umso schwerer, sich selbst zu akzeptieren und eines Tages zu sich selbst zu stehen. Das ist ein sehr passendes Beispiel dafür, wie es sein kann, noch closeted zu sein, sprich das Coming Out noch vor sich zu haben. Insbesondere, wenn Bezugspersonen solche Dinge sagen, kann dies ein Coming Out und Selbstakzeptanz erschweren.

Tasuku ist jedoch nicht der Einzige, der damit kämpft. Unter den Freund*innen, die er in der Lounge findet, gibt es eine Lesbe namens Haruko. Deren Freundin hat sich noch nicht geoutet und fühlt sich wie Tasuku noch nicht bereit dazu. Weil Haruku aber mit Tasuku darüber spricht, kommt es zu einem Streit zwischen den beiden Frauen, da dies einen Vertrauensbruch darstellt und Haruko damit die Wünsche ihrer Partnerin nicht respektiert, sondern mit einem Fremden (Tasuku) darüber spricht. Harukos Freundin ist verständlicherweise wütend.

Wie das Beispiel verdeutlicht, können sich Stigmata um Lesben und andere Identitäten, wie auch Closeted-Sein auf Beziehungen auswirken. Wenn ein sich ein Paar entschieden hat, die Beziehung zunächst nicht öffentlich zu machen und eine*r der Partner*innen dieses Versprechen bricht, ist das ein Vertrauensbruch.

Insbesondere Beziehungen, die nicht dem hetero- und amatonormativen Status quo entsprechen, können komplexere Dynamiken haben als “nur” solche zwischen zwei cis hetero Personen, deren Identitäten nicht diesen Status Quo herausfordern.

Diese Beispiele verdeutlichen einige Probleme, die LGBTQ+ Menschen im Alltag erleben können, wenn sie noch nicht ihr Coming Out hatten und der Manga stellt diese recht greifbar dar.

Verniedlichung und Unwillentlich Schädliches Verhalten

Ein weiteres interessantes Thema in diesem Werk ist gender. Insbesondere in diesem Kontext zeigt “Wer bist du zur blauen Stunde?”, wie Menschen selbst mit guten Intentionen anderen Menschen durch Unwissenheit und Mangel an Sensibilität schaden können. In dieser Geschichte gibt es zwei trans Charaktere: Utsumi Natsuyoshi, einen trans Mann und Shuuji Misora. Shuuji ist noch auf der Suche nach einer passenden Identität.

Utumi wird im Laufe der Story zu einem Klassentreffen eingeladen. Die Mitschülerin, die ihn dazu einlädt, nutzt permanent seinen deadname, also den Namen, der ihm bei der Geburt zugeordnet wurde, und gendert ihn als Frau (-chan) statt (-kun). Darin zeigt sich ihre Ignoranz, da sie denkt, das Richtige zu tun und währenddessen permanent rücksichtslos Utsumi gegenüber ist. Außerdem spricht sie oftmals für ihn und verniedlicht ihn, scheinbar ohne es zu bemerken.

Daher verlässt Utsumi schließlich das Treffen und erklärt, dass er über seine Identität sprechen werde, wenn er das selbst möchte. Das verdeutlicht erneut, das Problem im Verhalten seiner alten Mitschülerin. Obwohl sie gute Intentionen hat und versucht, ihm zu helfen, versteht sie ihn nicht wirklich und schadet ihm viel mehr, statt ihm zu helfen, indem sie für ihn spricht und ihn “zu ihrem Projekt macht”. Utsumi kann ihr dennoch nicht böse sein und versteht, dass sie ihm helfen möchte, doch dadurch macht ihn dieses Verhalten umso wütender. Dadurch wird betont, dass es nicht richtig ist, marginalisierte Menschen zu bevormunden. Stattdessen sollte man sie lieber unterstützen und ihnen die Wahl lassen und zuhören.

Tasuku beleidigt Shuuji auf fast eine ähnliche Art und Weise. CW: sexuelle Belästigung

Tasuku hilft Shuuji bei der Suche nach einer passenden Identität. In Folge dessen gehen die beiden zu einem Fest und nachdem Shuuji sich zunächst in der Lounge weiblich präsentiert, handelt es sich hierbei um das erste Mal, dass Shuuji sich in der Öffentlichkeit so präsentiert. Zunächst könnte man denken, dass dies ein Weg auf Shuujis Weg zu einer passenden Identität sein könnte, doch das endet abrupt, als eine unbekannte Person aus einer Menschenmenge Shuuji begrapscht. Als wäre das nicht schlimm genug, versucht Tasuku, Shuuji aufzumuntern und impliziert dabei leider Folgendes: “Naja, zumindest dachte die Person, du seist eine Frau, also kannst du das ja als Kompliment sehen.”

Verständlicherweise ist Shuuji davon abgestoßen und ein Streit beginnt. Dadurch wird die Freundschaft der beiden stark in Mitleidenschaft gezogen. Aber warum wird Shuuji so wütend? Tasuku banalisiert mit seiner Aussage Missbrauch und Belästigung. Dass er das unabsichtlich tut, ändert nichts daran, dass das einfach nicht in Ordnung ist. Unabhängig von der Situation ist sexuelle Belästigung niemals ok und sollte nie heruntergespielt werden, wie es Tasuku hier tut. Was das Ganze wahrscheinlich noch verletzender für Shuuji macht, ist, dass Tasuku ganz offensichtlich nicht versteht, was in Shuuji vorgeht. Er nimmt an, Shuuji zu verstehen und denkt, seine Aussage könnte hilfreich sein, doch dabei täuscht er sich gewaltig, wodurch er eine bereits traumatische Situation durch sein Missverständnis von Shuujis Identität noch eine Spur unangenehmer macht. Was Tasuku sagt, impliziert nämlich, dass Shuuji kein “richtiges” Mädchen sei und setzt voraus, dass Shuuji sich überhaupt als weiblich identifiziert, während dies jedoch noch nicht geklärt ist. Tasuku fasst einen vorschnellen Schluss über Shuujis Identität und spielt gleichzeitig diese unangenehme Situation herunter, woduch er Shuuji verletzt und eben nicht unterstützt.

Da ich nicht alles spoilern möchte, werde ich nicht darauf eingehen, ob und wie sich diese Situation auflöst. Stattdessen gehe ich im kommenden Unterkapitel auf die Darstellung von Asexualität ein.

Asexualiät und Aromantik – Unsichtbare Identitäten?

Einer der Hauptcharaktere, Anonymous, identifiziert sich als asexuell und aromantisch und ihre Identität wird in der Story auf interessante Art und Weise genutzt. Zunächst wird in Kapitel 17 angedeutet, dass sie asexuell ist: “Sie ist teilnahmslos und zeigt an nichts und niemandem Interesse.” Glücklicherweise wird im darauffolgenden Panel verdeutlicht, dass sie deshalb nicht weniger menschlich ist.

“Sie ist kein farbloses, transparentes Etwas. Anonyomous ist ein Mensch, genau wie wir.” Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts von ihrer Asexualität wissen, wird somit die Entmenschlichung von asexuellen und aromantischen Menschen basierend auf der Annahme, dass sexuelle und romantische Anziehung uns Menschlich machen dekonstruiert.

Im nächsten Kapitel wird ihre Identität bestätigt und wir erfahren in einem Flashback, wie sie sich für das Pseudonym Anonymous entschied. “Selbst wenn ich versuche, zu erklären, was Asexualität ist, erreiche ich niemanden und darüber hinaus ist es nicht so, als wäre ich verpflichtet, das jemandem zu erklären. Außerdem möchte ich mir nicht diese emotionale Arbeit antun… Um ehrlich zu sein, weiß ich noch nicht so ganz, wo es für mich hingeht.”

Dabei greift sie einen Aspekt auf, der mich oftmals beschäftigte, bevor ich wusste, dass ich ace bin. Das könnte aber recht subjektiv sein und ist nicht zwingend repräsentativ für Asexualität und Aromantik als Ganzes: das Problem mit Labels und Zukunftsängste. Da sexuelle und romantische Beziehungen konstant normalisiert werden und alles gelabelt wird, kann es schwer sein, die eigene Identität zu verstehen und man kann den Eindruck erhalten, dass etwas falsch laufe, wenn man nicht an solchen Beziehungen interessiert ist.

Diese engstirnige Perspektive auf das Leben als einheitlicher Prozess mit festen Stationen wie Beziehungen, Hochzeit und Kinderkriegen, die von hetero- und amatonormativen Gesellschaften geprädigt werden, passen nicht zu jedem Menschen. Diese Dinge sind nicht nötig, um glücklich zu sein und man muss selbst entscheiden, was Glück bedeutet. Labels spielen dabei eine Rolle, da sie einerseits die Kommunikation erleichtern, andererseits jedoch alles sehr fest definieren und zu dieser Normalisierung beitragen können. Daher braucht auch nicht unbedingt jeder Mensch Labels. Ja, sie können helfen, aber sie können auch einschränkend und beklemmend sein. Dieser Aspekt wird wie folgt in der Story beleuchtet, als Anonymous herausfindet, dass sie lieber allein wäre und das ihre Form von Glück sein könnte.

Anonymous steht sofort auf und sagt “Das ist es.” Sie scheint glücklich über diese Enthüllung und das impliziert, dass für sie persönlich Freiheit von Labels Glück sein könnte. Statt von ihnen beschränkt und eingegrenzt zu weden, möchte sie scheinbar nur sie selbst sein. Daher sagt sie auch: ‘I’m simply Anonymous’. -Ich bin einfach Anonymous.

Anonymous nach der Erkenntnis, dass sie auch ohne fremde Labels valid ist.

Die Nachricht, die ich darin sehe ist folgende: Für Anonymous haben Identitäten keine wirkliche Bedeutung und anstatt auf diese reduziert zu werden, sollten wir alle die Chance haben, mit uns selbst im Reinen zu sein. Das ist allerdings nur eine mögliche Interpretation.

Gegen Ende der Geschichte wird dieser Aspekt von Identitäten als Einschränkungen weiter vertieft als Anonymous und Tasuku miteinander sprechen. Tasuku versucht, sie zu verstehen und Anonymous erklärt ihm: “Ich bin nicht Anonymous WEIL ich asexuell bin. Das ist nur ein Aspekt, der mich als Person ausmacht.” Während der gesamten Handlung bietet Anonymous anderen Charakteren an, ihr Dinge zu erzählen, versichert ihnen dabei jedoch, nicht zuzuhören. Nun, da sie bemerkt, dass Tasuku ernsthaft versucht, sie zu verstehen, bietet sie ihm an, ihm etwas zu erzählen, ohne dass er zuhören muss. Somit dreht sie ihr eigenes Verhalten während der gesamten Geschichte um. Sie erklärt, dass wir lediglich versuchen können, andere zu vestehen und sie nie wirklich verstehen können, da sie am Ende des Tages immer noch andere Personen sind. Basierend auf dieser Logik sind unsere Annahmen über die Identitäten anderer Menschen lediglich Projektionen, die wir basierend auf unseren Annahmen übe sie machen anstatt einer wirklichen Reflexion dieser Menschen. In anderen Worten: sexuelle Orientierungen bestimmen nicht die gesame Identität einer Person, sndern sind nur ein Teil davon, wer sie sind. Dieser Schluss kann sehr befreiend sein, weil man dementsprechend nichts sein muss. Stattdessen müssen wir selbst entscheiden, ob wir unsere Identitäten zelebrieren oder eben nicht falls wir das Gefühl haben, dass sie uns einschränken. Beides sind valide Optionen und man sollte entscheiden, womit man selbst am glücklichsten ist. Dies ist allerdings nur eine der verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten. Wenn ihr euch selbst ein Bild davon machen möchtest, lest gerne den Manga.

Fazit:

“Wer bist du zur blauen Stunde?” ist eine interessante Geschichte über LGBTQ+ Identitäten und deren Auswirkungen auf das Leben in der modernen Gesellschaft. Darin weden unterschiedliche Themen wie Heteronormativität, Erasure, gutgemeintes, jedoch Schädliches Verhalten und die Ambivalenz von Labels treffend dargestellt. Dabei ist die Serie direkt genug, jedoch nicht zu direkt und plump und lässt dadurch Spielraum für unterschiedliche Interpretationen. Wenn ihr euch für eine relativ kurze Serie mit interessanten Motiven interessiert, ist “Shimanami Tasogare” vielleicht das richtige für euch.

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Ace-Rep #4: Our Dreams at Dusk

Photo by Etienne Boulanger on Unsplash

In part three of this format, I discussed erasure of mainly bisexuals and asexuals, so in today’s post, I am going to talk about the depiction of this and several related topics in a manga by the asexual, aromantic and non-binary mangaka Yuhki Kamatani, called Our Dreams at Dusk.

Today, I am going to talk about the way that this series tackles erasure in general and in particular how it casts light at asexuality and aromanticism, as they are the main focus of this format. Additionally, I am going to address the inherent tensions of labels between being liberating on one hand and confining on the other, as this aspect is part of what makes this particular piece of fiction so interesting.

That being said, expect some spoilers from here on out. I urge you to read Kamatani’s work, as they have assembled some interesting stories before this one. Among others, they released one of my favourite manga, which I am going to address in a later post. But before that, let’s discuss erasure and representation in Our Dreams at Dusk.  

Content Warning: Despair, Suicide, Sexual Harrassment

Synopsis

Our Dreams at Dusk or Shimanami Tasogare, as it is called in Japanese, is a manga with 23 chapters. The story revolves around Tasuku Kaname, or Tasu-Kun a gay student who is involuntarily outed and has to learn to come to terms with his identity.

At the beginning of the story, Tasuku is in denial about his identity and he has to learn how to accept himself. The abuse by his fellow students even leads him to consider suicide but when he is about to jump towards death, he encounters a mysterious woman who encourages him to tell her anything and thus prevents him from jumping. Over the course of the plot, the protagonist starts attending the LGBTQ+ lounge owned by his life saver Anonymous and while befriending the regular guests, he learns about his own and their respective identities.

The premise of this series is quite simple, as it uses a slice of life principle to convey the daily struggles of LGBTQIAP+ people in various forms. While the protagonist is a homosexual male, the show addresses issues going beyond this single identity and touches on the struggles that can be connected to differing sexual and gender identities and different situations in life tied to them.

Unravelling Queer Identities in Our Dreams at Dusk

I highly recommend reading the manga, as it is a great, emotional journey and points out important aspects of LGBTQIAP+ identities. Therefore, I am going to try not to spoil too much about the story and I’m going to focus on erasure and some general LGBTQ+ struggles portrayed in it as well as the ace representation in this manga.

Heteronormativity and Erasure

Initially, the manga focuses on cisnormativity, heteronormativity and amatonormativity quite heavily, i.e. the ideas that it there are only two sexes and that it is normal to experience sexual and or romantic attraction to one’s opposite sex. Based on these assumptions, everyone who does not adhere to these standards, as in everyone who does not identify according to the gender binary and everyone who does not experience sexual or romantic attraction in a way as it is expected of them, would be ‘abnormal’. The series does a great job at illustrating that this mindset is flawed and that it doesn’t reflect the reality, as there are many more identities than just cisgender and straight. It deconstructs these narrow-minded views through its diverse cast.

The protagonist Tasuku struggles a lot with internalised prejudice and homophobia and especially at the beginning of the plot, the harmful implications of heteronormativity and amatonormativity become clear when he considers taking his own life because of the abuse by his fellow students and his internalised homophobia.

Already in the first chapter, we get a great impression of this: students are pondering on their fellow students’ sexual orientations and just assume that someone is gay because they trim their eyebrows. This type of behaviour is problematic for various reasons: firstly, it is a massive cliché and what someone does to their body is not concerned with their sexual orientation at all. Just because someone dresses or grooms in an unconventional way, that does not mean that they are homosexual. Secondly, the students instantly drop the idea of that student being gay because he has a girlfriend. This is heteronormative, since they assume that he must be straight and never consider the possibility of him being bi, pan or asexual etc, simply because they are biased and obviously unaware of these identities. Apart from that, this could be considered an example of erasure, as they just don’t think about the possibility of the student being anything other than straight and never consider how he might identify. Through examples like this, the series illustrates the narrow-mindedness of society when it comes to gender roles and LGBTQ identities.

Haruko recalls her experiences when she was not out of the closet. The belittlement you can experience in this form is especially common if you’re ace or aro but it can happen to anyone who is not straight.

Being Queer and Closeted

A similar topic addressed in this manga are the struggles of being queer and stuck in the closet. Tasuku struggles with this a lot, as it takes him some time to come to terms with his being gay. There are various moments, in which the issues tied to this become apparent.

For instance, in chapter 3, even a friend of his says “thank goodness you’re not gay” and “aren’t people who call others “gay” gay themselves?” This is just ignorant and homophobic, as is implies that it is bad to be gay. In this case, the friend unknowingly discriminates against Tasuku who hasn’t come out yet, which does not make it easier for him to accept himself. That’s a very fitting example of what it can be like to be closeted. Especially if people who are important to you say things like this, this might prevent you from accepting yourself and it makes a coming out even harder.

However, Tasuku is not the only one struggling with this. Among the friends he makes at the lounge, there is a lesbian called Haruko who lives in a relationship with a woman who has not come out to her parents yet. In chapter four, they have a small fallout because like Tasuku, Haruko’s girlfriend is not at the point where she wants to openly present herself as gay yet. Despite this, Haruko accidentally tells Tasuku about her partner and does not consider her wants and needs, hence Haruko’s partner understandably gets upset about this involuntary outing in front of a stranger.

As the example suggests, the stigma tied to lesbianism and other queer identities and in addition to that, being closeted can impact relationships and the way that people negotiate them. If a couple has decided to keep their relationship undercover until both of them are ready to reveal it and one of them violates that promise, that’s a transgression.

Especially relationships that do not fit heteronormative or amatonormative standards and such between people outside of the gender binary can have more complex dynamics than ‘just’ a relationship between two heterosexual cis persons whose identities do not challenge the status quo.

The examples above are only some of the struggles LGBTQ+ people can face if they are not out yet and the manga depicts these issues in a relatable and tangible way.

Belittlement and Misguided Good Intentions

Apart from sexual orientations, the series touches on gender identity and especially in this context, it illustrates how people can behave in harmful ways despite having good intentions. There are two trans characters in the story: Utsumi Natsuyoshi, a trans man, and Shuuji Misora who is still questioning their identity.

At some point, an old classmate of Utsumi appears and asks him to attend a reunion. She constantly misgenders Utsumi and uses his dead name by calling him (deadname omitted)-‘chan’ instead of ‘Utsumi-kun’. This illustrates her lack of awareness, as this is a really disrespectful thing to do. However, her harmful behaviour goes beyond that, as she strips Utsumi of his agency and tends to talk for and belittle him seemingly without even realising.

This ultimately leads Utsumi to leave the reunion, saying that he has had quite enough and that he is going to talk to people about his identity if he wants to do so himself. Despite having good intentions and trying to help Utsumi, his old classmate doesn’t really understand him and ends up harming him unintentionally by talking for him and belittling him and consequently turning him into ‘her project’. Despite this, Utsumi does not get too mad at her because he knows that she means well. However, due to this, her behaviour is all the more frustrating to him. This illustrates that you shouldn’t talk over marginalised people but instead listen to them and support them.

Similarly, Tasuku unintentionally offends Shuuji in an almost grotesque way. Trigger warning: sexual harrassment

Shuuji is unsure about their gender identity and Tasuku is trying to help them figure it out. This results in them attending a festival, which marks the first time that Shuuji presents themselves as female in public after having presented themselves as female in the lounge. Initially, this may seem like a nice way of them making a new step on the way to find themselves but this ends very abruptly when they are groped by someone in a group of passing strangers. As if this wasn’t bad enough as is, Tasuku tries to cheer Shuuji up by implying: ‘Well, at least you now you know you pass as a girl, so you could take that as a compliment’.

Understandably, Shuuji is disgusted by this and shouts at Tasuku. This puts a massive strain on their friendship. But why does Shuuji get so upset? First off, Tasuku trivialises abuse and harrasment. The fact that he does so unintentionally does not take away from this. It is just messed up. Regardless of the situation, harrassment is never okay and you should not downplay it as Tasuku does. Secondly, in this context, he assumes he understands Shuuji but clearly doesn’t. Accordingly, in a similar way to the previous example, Tasuku thinks he understands Shuuji and acts in a way that he thinks is helpful to them but in doing so, he betrays his lack of understanding and plays down an experience that can be really hard to cope with even without this context, in which Shuuji’s identity is concerned. What Tasuku says above implies that Shuuji is not a “a real girl” and it is based on the assumption that they identify as a girl, which is not established at this point. Tasuku plays down the situation and jumps to a conclusion about Shuuji’s identity in the process. Therefore Tasuku’s behaviour in this situation is a major transgression and seriously sucks.

Since I don’t want to give everything away, I am not going to address how these situations are resolved. Instead, I am now going to focus on asexuality in Our Dreams at Dusk.

Asexuality and Aromanticism: Invisible Identities?

One of the main characters, Anonymous, identifies as asexual and her identity is used in the plot in an interesting way. It is first hinted at in chapter 17 when someone remarks that ‘She doesn’t get involved or show any interest in anyone or anything’. Luckily, in the next panel, it is instantly emphasised that she is no less human just because she seems to be ‘uninterested in others’.

‘She isn’t something that’s colourless and transparent. Anonymous is human just like us.’ Although, we don’t know about Anonymous’ ace identity at this point, this is a nice way of countering the dehumanisation of asexuals and aromantics based on the assumption that sex or love are what make people human.

In the next chapter, she is confirmed to be an aromantic asexual and in a flashback, we learn how she decided to claim the name Anonymous for herself: ‘Even if I try to explain what asexuality is, it doesn’t get through and I don’t have a duty to explain, either. Besides, I feel like I just don’t need to go through that sort of emotional labour… To be honest, I still don’t know where I’m going to end up.’

This touches on an aspect that I often thought about before figuring out I’m ace and it might be a very subjective thing that is not representative of asexuality and aromanticism as a whole: the issues of labels and worries concerning one’s future. Since sexual and romantic relationships are constantly normalised and everything is labelled, it can be tough to grasp your own identity and you can easily get the impression that something about you is wrong if you are not interested in sexual or romantic relationships.

This narrow-minded view on life as a homogenous process that has fixed stations like relationships, marriage and childbirth preached by heteronormative and amatonormative societies does not suit everyone. You don’t need to do these things to be happy and it is up to you to see what makes you happy and what defines you as a person. And you don’t necessarily need labels to be happy. Yes, they can help to describe things but they can also be restrictive and confining. This aspect is elaborated on later in the chapter and in the plot, when Anonymous figures out that she would like to be alone and that this might be her valid form of happiness.

Anonymous stands up immediately when she is told that a chosen solitude might be her valid form of happiness and says ‘This is it’. The fact that she smiles and that she is happy after this realisation emphasises that this freedom from labels might indeed be her form of happiness. Instead of being confined by a label, apparently, she just wants to be herself. This implies that from her perspective, one’s identity should not matter and that we should all get the chance to be happy with ourselves and our identities instead of being reduced to and treated based on them. This however, is only an interpretation and up to everyone to decide for themselves.

Anonymous after finding out that it’s ok to just be who you want to be without being labeled by others.

This aspect of accepting one’s self and not being confined by one’s identity is illustrated in more detail towards the end of the story, when Anonymous and Tasuku talk to each other. When Tasuku tries to understand her, Anonymous replies: ‘I’m not Anonymous because I’m asexual. That’s just one aspect that makes me as a person.’

Throughout the plot, Anonymous constantly offers others to let them tell her things but emphasises that she will not listen. Now, since she realises that Tasuku is actually making an effort to understand her, Anonymous offers to tell him something and remarks that he doesn’t have to listen, turning her own behaviour until this point around. She emphasises that we can only try to understand others but never really understand them, as they are different persons. According to this logic, who we think someone is is just a projection we make on them based on our perception of them and not an exact representation of that person. In other words: one’s sexual orientation does not necessarily determine their entire identity but it is just one part of who they are. This realisation can be really empowering and liberating because you don’t have to be anything. Instead, it is up to you to decide whether you draw empowerment from your identity and embrace it or you feel confined by labels. You are valid and have to find what makes you feel comfortable about yourself. However, this is just one possible interpretation. Different takes on this are definitely possible. If you want to form your own opinion on this, check out the manga.

Conclusion:

Our Dreams at Dusk is an interesting and relevant story about LGBTQ+ identities and their implications for life in modern society. It touches on various topics, such as heteronormativity, erasure, being closeted, well intentioned harmful behaviour and the ambivalence of labels as empowering on one hand and restrictive on the other. The series addresses these topics openly and provides a good insight but at the same time, it doesn’t get too explicit or on the nose. If you are interested in a relatively short series with interesting themes, Our Dreams at Dusk might be the right thing for you.

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Listen-In #4: Enter Shikari und der Klimawandel als Bedrohung

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Der Klimawandel ist möglicherweise die größte Bedrohung und Herausforderung unserer Zeit und bereits jetzt sehen wir zunehmend seine Auswirkungen. Wetterextreme gewinnen an Intensität und der Klimawandel führt zunehmend zu Mirgration, da Menschen aus nicht länger bewohnbaren Gebieten fliehen müssen. Das alles wird in Zukunft nur schlimmer werden.

Wenn ich euch nach den Ursprüngen des Klimawandels fragen würde, könntet ihr vielleicht denken “Industrialisierung, Globalisierung, Massenkonsum usw.” und damit lägt ihr nicht falsch. Allerdings geht der Klimawandel noch weiter in der Geschichte zurück als bloß die industrielle Revolution: der erste messbare Einfluss, den die Menschheit auf diesen Planeten hatte, kam bereits im Kolonialismus zu Stande. Die massenhafte Bewegung von Sklaven aus Afrika nach Amerika im Sklavenhandel, die Genozide, die die “Siedler” an amerikanischen indigenen Völkern begingen und das massenhafte Abschlachten von Büffeln brachten bereits vor der industriellen Revolution einen messbaren Einfluss mit sich.

Der von Menschen verursachte (anthropogene) Klimawandel begann also nicht erst im 19. Jahrhundert. Die Grundlage dafür wurde bereits im Kolonialismus geschaffen, als unterschiedliche Kontinente besetzt wurden und man die Basis für die globale industrielle Revolution schuf. Wegen seiner Verbindungen zum Kolonialismus ist der Klimawandel ein sehr komplexes Thema, weshalb ich im heutigen Post nur einen Teil davon ansprechen werde: Risk und Risk Societes (Risiko und Risikogesellschaften), sowie Eco-Cosmopolitanism. Undzwar werde ich betrachten, wie die Band “Enter Shikari” diese Themen in ihrer Musik verarbeitet. Mit dem aus dem Weg folgt jetzt die Theorie als Basis für die darauf folgenden Analyse.

1. Risk, Risk Society & Eco-Cosmopolitanism

Die Konzepte, die ich heute ansprechen werde, stammen von Sylvia Mayers “World Risk Society” von 2016.

Risk / Risiko

Beck definiert Risiko als ‘a productive force that “represents the perceptual and cognitive schema in accordance with which a society mobilizes itself when it is confronted with openness, uncertainties and obstructions of a self-created future” (Mayer 497 zitiert Beck). In anderen Worten: das Wort “Risiko” beschreibt eine motivierende Kraft und die Art und Weise, in der eine Gesellschaft mit der Unwissenheit über ihre sich selbst auferlegte Zukunft umgeht.

Risiko wird im gesellschaftlichen Diskurs definiert. Zu Beginn des Posts konzentrierte ich mich beispielsweise auf die Unmittelbarkeit des Klimawandels und auf sein zerstörerisches Potential. Dadurch definierte ich den Klimawandel als Bedrohung. Basierend auf seiner Darstellung können die Wahrnehmung eines Risikos und die Herangehensweise daran von Gesellschaft zu Gesellschaft variieren. Wenn ein Staat zum Beispiel nicht so stark vom Klimawandel betroffen ist, wie ein anderer, kann der Klimawandel dort zu unterschiedlichen Graden als Problem wahrgenommen werden. Somit können Populisten wie Trump für Fracking argumentieren und die negativen Auswirkungen des Klimawandels leichter herunterspielen, als in Staaten wie Australien, die wortwörtlich brennen.

Im nächsten Paragraph geht es um Risikogesellschaften.

Risk Society / Risikogesellschaft

Eine Risikogesellschaft ist eine Gesellschaft, die ein Risiko nicht adequat erfasst und dementsprechend nicht passend darauf reagiert:

The  risk  society,  he [Beck] argues,  “designates  a  developmental  phase  of  modern  society in which the social, political, economic and individual risks increasingly tend to escape the institutions for monitoring and protection in industrial society”  (Mayer 497 zitiert Beck). Eine Risikogesellschaft ist eine Entwicklungsphase moderner Gesellschaften, die sozialen, politischen, ökonomischen und individuellen Risiken tendenziell nicht adäquat erfasst werden.

Nun die Frage, inwieweit Risiko und der Klimawandel zusammenhängen: der anthropogene Klimawandel ist ein Risiko und moderne Gesellschaften schaffen es nicht, angemessen darauf zu reagieren. Unter Trump traten die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aus und verschiedenste Länder verschoben die für 2030 vereinbarten Ziele auf spätere Zeitpunkte. Währenddessen werden Entwaldung und Fracking weitergeführt, obwohl Veränderungen bereits jetzt überfällig sind.

Das sollte verdeutlichen, warum das Thema wichtig ist: Der anthropogene Klimawandel ist real und hat einen messbaren Einfluss, also müssen wir aktiv sein und Druck ausüben, um Veränderungen anzuregen. Wir sollten tun, was uns möglich ist, um mit dem Klimawandel umzugehen. Zum Beispiel ist Veganismus die nachhaltigste Ernährungsweise und man trägt damit weniger zum Klimawandel bei. Zudem lässt sich mit anderen leichten Anpassungen im alltäglichen Leben, sowie Aktivismus eine Veränderung anstoßen. Wie man an Bewegungen wie Fridays For Future sieht, kann das Handeln von Einzelpersonen durchaus einen Unterschied machen, da Greta Thunberg als Minderjährige eine globale Bewegung startete. Sogar globale Bewegungen starten auf der indiviudellen Ebene und Veränderungen beginnen bei uns selbst und unserem Handeln.

Das führt uns zum nächsten Konzept, eco-cosmopolitanism. Nicht jeder Mensch ist in gleichem Maße vom Klimawandel betroffen oder hat die gleichen Mittel, dagegen vorzugehen. Daran knüpft diese Theorie an.

Eco-cosmopolitanism

Bildbeschreibung: Ein schwarzes Plakat mit einem globus und weißem Titel “One World”. Wir alle leben auf einem Planeten, doch es gibt unterschiedliche Lebensrealitäten, die wir nicht ausblenden dürfen, wenn wir Lösungen finden möchten, die allen Menschen helfen sollen. Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Eco-cosmopolitanism ist ein Versuch, die Pluralitäten des Einflusses vom Klimawandel, kulturellen Diskursen und Wissen darüber zu erfassen (Mayer 499-500 zitiert Heise). Dieser Ansatz erkennt an, dass es bezüglich des Klimawandels einen gewissen Eurozentrismus und Anthropozentrismus gibt (Mayer 500). Darüber hinaus sind nicht nur Menschen sind vom Klimawandel betroffen, sondern auch andere Spezies und er wirkt sich in unterschiedlichen Maßen aus, da es eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensumständen auf dieser Welt gibt. Heise kritisiert den Fokus von Debatten über den Klimawandel auf Menschen und Europa, da diese die vorhin genannten Nuancen ausblenden. Kurz gesagt ist Eco-cosmopolitanism ein intersektionaler Ansatz zum Klimawandel, in dem dessen Einfluss auf globaler und lokaler Ebene berücksichtigt werden.

Dadurch arbeitet Eco-cosmopolitanism gegen eurozentrische Ansätze und schließt nicht-europäische Stimmen mit ein. Ironischerweise zitiert Heise, auf der diese Theorie basiert, hauptsächlich weiße Wissenschaftler*innen. Wie jedoch zu Beginn erwähnt, sollte man das Thema intersektional angehen, um adequate Lösungen anbieten zu können. Da ich jetzt die Grundlagen abgearbeitet habe, folgt eine Analyse der Lyrics von “Enter Shikari”.

2. Risiko und Risikogesellschaft in “System… Meltdown”

There was a house in a field on the side of a cliff
And the waves crashing below were just said to be a myth
So they ignore the warnings from the ships in the docks
Now the house on the cliff is the wreckage on the rocks

Mit diesen Versen erfassen “Enter Shikari” den Klimawandel als ein Risiko. Das Haus steht davor, zusammenzubrechen, da der Boden, auf dem es steht, erodiert. In diesem Kontext stehen die Wellen wahrscheinlich für den Klimawandel, dessen Realität heute noch oft verleugnet wird, während die Schiffe im Hafen wahrscheinlich für die Wissenschaftler*innen und Menschen, die bereits jetzt von den Veränderungen betroffen sind stehen. Da die Bedrohung, sprich die Wellen und der Klimawandel, zu lange ignoriert werden, endet das Haus als Trümmer auf den Felsen. Auf ähnliche Weise werden unsere Systeme zusammenbrechen, wenn wir keinen Weg finden, mit dem Klimawandel effektiv umzugehen.

Es gibt echte Beispiele von Gebieten, in denen Menschen aufgrund des Klimawandels fliehen und ihre Heimat zurücklassen müssen. In den Sundarbans, Gebieten in Indien und Bangladesh, die regelmäßig überflutet werden, ist dies bereits Realität. Laut der Welt Bank müssen bis 2050 voraussichtlich 13 Million Menschen wegen klimabedingten Gründen aus diesem Gebiet fliehen (Schwartzstein). Dieses Beispiel ist repräsentativ für ein großes Problem, das mit dem Klimawandel zusammenhängt: er wird weitere Menschen zur Flucht zwingen, da durch höhere Seestände und Temperaturen zunehmend Gebiete unbewohnbar gemacht werden und somit mehr Menschen migrieren müssen. Bereit jetzt sterben unschuldige Menschen auf ihrer Flucht vom Klimawandel und anderen Konsequenzen des Kolonialismus und deren Lage wird sich in Zukunft nur verschlechtern. Die Leugnung des Klimawandels und Mangel an Reaktion darauf haben also fatale Konsequenzen.

Nothing can fix the building’s flawed foundation
The scaffolding and stilts were the laws and legislation
This house was doomed, but they didn’t care
They’d invested in the system that was beyond repair

Wie man an diesen Versen sieht, ist das Haus repräsentativ für unsere aktuellen Systeme, daher “the scaffolding and stitls were the laws and legislateion”. Hierbei handelt es sich um kein hypothetisches Szenario, sondern hat dies Implikationen für das echte Leben und die Band betont die Unmittelbarkeit der Lage.

Sänger Rou Reynolds betont zudem die Stagnation bezüglich des Klimawandels. “This house was doomed, but they didn’t care, they’d invested in a system that was beyond repair”. Kapitalismus ist ein mangelhaftes System, das zur Zerstörung dieses Planeten beiträgt und solange wir das Problem nicht an seiner Wurzel angehen, werden wir nicht im Stande sein, den Klimawandel zu bewältigen.

Wie vereits erwähnt ist der Klimawandel in seiner aktuellen Form menschgemacht und Kolonialismus und Kapitalismus schufen die Basis dafür. Wir können nicht erwarten, Lösungen zu finden, wenn wir dies nicht anerkennen und die Ursprünge des Klimawandels angehen. Wenn wir nur auf symptomatische Ausprägungen in Form von Fluchtbewegungen reagieren, werden wir auch keine Lösungen finden. Wir brauchen langanhaltende Lösungen, nicht nur kurzfristige, die in kolonialer Manier lediglich für Industriestaaten profitabel sind. Allerdings werden wir keine nennenswerten Veränderungen sehen, solange Kapitalisten ihre persönlichen Interessen über das Allgemeinwohl stellen und die Band beschreibt diese Problematik treffend in ihrer Musik.

Im folgenden Ausschnitt wird dieser Aspekt des kapitalistischen Eigeninteresses mit unschuldiger Sorge um das Wohl anderer kontrastiert.

When I was little
I dressed up as an astronaut, and explored outer-space
I dressed up as a superhero, and ran about the place
I dressed up as a fireman, and rescued those in need
I dressed up as a doctor, and cured every disease

Als Kind, wenn man noch nicht von der Profitlust und persönlichen Interessen “korrumpiert” ist, ist es die natürlichere Wahl, das Wohl anderer anzustreben. Diese Kindheits-Throwbacks spiegeln wider, wie Kinder Held*innen bewundern, die anderen helfen und sich um das Größere Ganze sorgen, anstatt nur sich selbst zu dienen. Dadurch schafft die Band einen Kontrast zum vorherigen Abschnitt des Songs und betont die selbstsüchtige Natur des Kapitalismus, insbesondere durch den Vers “I dressed up as a fireman, and rescued those in need, I dressed up as a doctor, and cured every disease”.

It was crystal clear to me back then that the only problems that I could
Face
Would be the same problems that affect us all
But of course this sense of common existence was sucked out of me in an
Instance
As if from birth I could walk but I was forced to crawl

Der alleinige Fokus auf das eigene Wohlbefinden im Gegensatz zum Allgemeinwohl könnte wie eine Rückentwicklung betrachtet werden, daher der Vergleich “as if from birth I could walk but I was forced to crawl”. Das ist ein weiteres Bild für Kapitalismus und seinen Kern: sich lediglich um das eigene Wohl zu kümmern. Wenn wir uns nur um unsere eigenen Probleme kümmern, können wir nicht erwarten, Probleme wie den Klimawandel zu bewältigen, allein weil diese globalen Probleme ein ganz anderes Ausmaß als unsere selbstsüchtigen Ziele haben.

Davon geht die Band zu einem Abschnitt über, in dem sie die Aktualität des Klimawandels betont. Er betrifft jeden von uns und beraubt uns, wie auch zukünftige Generationen ihrer Zukunft:

So this an exciting time, to be alive
Our generation’s gotta fight, to survive
It’s in your hands now, whose future?
Our future, Our future

Indem der Sänger die Zuhörer*innen direkt anspricht “whose future?”, betont er umso stärker, dass dieses Problem sie betrifft. Dieser Apsekt wird durch die Wiederholung von “our future” und die letzte Aussage “It’s your future” noch ein Mal hervorgehoben. Der Klimawandel bedroht uns alle und es liegt in unseren Händen, etwas dagegen zu unternehmen.

Danach geht “System…” in “…Meltdown” über. Während dieses Wechsels folgt eines der Highlights dieses Songs in Form eines Basedrops begleitet von einem Breakdown. Die Lyrics bauen sich immer weiter auf und führen zu diesem Höhepunkt. “this is gonna change everything” wird mehrmals wiederholt und somit vermittelt, dass das Leben, wie wir es kennen vom Klimawandel bedroht ist. Wenn wir weiter stagnieren, wird sich alles zum schlechteren verändern.

Stand up
How we gonna get through this alive?, get through this alive
It’s not too late, it’s not too late

Stand up!
Countries are just lines, drawn in the sand

Im Chorus von “…Meltdown” betonen “Enter Shikari”, dass es noch Hoffnung gibt. Wir dürfen nicht aufgeben und müssen an der Hoffnung festhalten, den Klimawandel zu bewältigen, daher auch “How we gonna get out of this alive, get out of this alive? It’s not too late”. Die letzte Zeile lässt sich gut auf Eco-cosmopolitanism beziehen “Countries are just lines drawn in the sand”. Die Band spricht sich für Einheit aus, die über Grenzen hinaus geht. Es sollte nicht darauf ankommen, wo man her kommt und diese Grenzen sollten überwunden werden.

Darauf folgt eine Kampfansage gegen Nationalismus, welche nach wie vor eines meiner Lieblingszitate dieser Band ist:

Inside this sick foundation
We’ve had the realization
Inside this sick foundation
We’ve had the revelation
Fuck all borders and fuck all boundaries
Fuck all flags and fuck nationalities
You’ve gotta give us a chance before we reach our system meltdown

Wir müssen veraltete Konzepte wie Nationalismus und Kapitalismus überwinden, welche das Wohl einer Nation über das aller anderen stellen oder wir werden niemals globale Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen können. Grenzen sind nicht mehr zeitgemäß und lediglich Überbleibsel unnötiger Machtkämpfe, die künstliche Barrieren zwischen Menschen ziehen und ausbeuterische Hierarchien aufrecht erhalten. Diese sind komplett obsolet. Wir leben in einer globaliserten Welt und die Welt ist ein Dorf. Man kann jederzeit mit Menschen von überall auf dem Planeten in Kontakt treten und es gibt keinen Bedarf mehr für Nationen.

Konstantes Wachstum ist auf einem Planeten mit limitierten Ressourcen unmöglich und wir sollten Wohlfahrt über dermaßen niedere Machtkämpfe stellen. Es gäbe genug Ressourcen, um alle Menschen zu versorgen, doch durch die Ungleichverteilung und dem Fokus von Industrienationen auf Aufrechterhaltung dieser Strukturen zu ihrem eigenen Profit leiden und sterben andererorts Menschen. Exakt wegen den Machtkämpfen solcher Nationen konnte es überhaupt zu Krisen wie der Klimakrise und der Flüchtlingskrise von 2015 kommen, also ist es lange überfällig, dass wir diese rückwärtsgewandten Konzepte überwinden.

Obwohl darin dermaßen ernste Themen behandelt werden, endet das Lied positiv und hoffnungsvoll, da die Band das Potential von Einheit betont. “We begin to learn to smile again, start to walk that extra mile again, cause I know that we are one”. “Wir”, also die Menschheit können nicht erwarten, globale Probleme wie den Klimawandel anzugehen, wenn wir uns nur auf die Interessen einzelner Staaten konzentrieren. Wer alle sind vom Klimawandel betroffen und er überschreitet den nationalen Rahmen. Daher müssen wir daran arbeiten, die Disparitäten auf dieser Welt zu überwinden und gemeinsam dieses Problem anzugehen. Wenn nur Industrienationen berücksichtigt und die Stimmen von Entwicklungsländern ausgeblendet werden, führen wir die Ausbeutung der letzteren nur fort. Einheit und geschlossenes Vorgehen dürfen nicht durch eine aufgezwungene Assimilation, sondern durch einen angemessenen Ansatz an den Klimawandel erreicht werden, der für alle auf diesem Planeten profitabel ist.

3. Die Bedeutung des Klimawandels als Risiko

So, welchen Zweck hat das alles?

Bildbeschreibung: Ein Globus wird als Uhr dargestellt. Streichhözer stellen die Zeiger dar und einer von ihnen brennt. Es sind wenige Minuten vor Mitternacht. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Klimawandel ist definitiv ein Risiko, das es wert ist, besprochen zu werden. Wie wir darüber sprechen, beeinflusst, wie man ein Risiko wahrnimmt, also ist es diplomatisch formuliert “problematisch”, den Klimawandel herunter zu spielen, da er erwiesenermaßen real ist und Menschen überall auf der Welt beeinflusst. Bevor wir Lösungen finden können, müssen wir das Problem adäquat benennen, denn wie sonst sollen wir ein Problem angehen? Darum geht es in diesem Post; er soll betonen, wie wichtig das Thema und Diskussionen darüber sind.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden zunehmend sichtbar und betreffen mehr und mehr Menschen. Manche Wissenschaftler sprechen sogar vom Pyrozän, einem Zeitalter de Feuers wegen den Bränden in Australien und Kalifornen. Es ist extrem wichtig, weiterhin über diese Themen zu sprechen und sich für eine Veränderung einzusetzen, daher sollte jeder einzelne Mensch sein bestes tun, um den Klimawandel anzugehen, ob durch Konsum, Aktivismus oder bei Wahlen.

Darüber hinaus müssen wir uns der Überschneidungen zwischen Klimawandel und Kolonialismus bewusst sein, da letzterer eine beachtliche Rolle in der aktuellen Situation spielt und die Grundlage für diese legte. Wegen der unterschiedlichen Lebensbedingungen auf diesem Planeten, die insbesondere durch Kolonialismus zu Stande kamen, müssen wir den Klimawandel so angehen, dass all diese Menschen davon profitieren können. Wenn wir nur koloniale Ansätze wählen, von denen Industrienationen profitieren, unter denen Menschen in Entwicklunsgländern jedoch leiden, dann werden diese “Lösungen” nicht wirklich solche sein und lediglich Kolonialismus weiterführen.

Ich weiß, dass der Klimawandel ein überwältigendes Thema sein kann, aber wir können und müssen etwas ändern und sollten daher unser bestes tun, um dies zu erreichen. Nur weil die Lage aussichtslos erscheint, ist es keine Option, einfach wegzuschauen und nichts zu tun. Bitte seid euch der Systeme und Hierarchien bewusst, die zum Klimawandel und Flüchtlingskrisen führten und handelt dem entsprechend. Informiert euch und andere, tut was ihr könnt, um etwas zu verändern und bitte unterstützt keine Parteien, die Fracking unterstützen und lediglich den Status quo aufrecht erhalten. Diesen geht es nämlich nur um ihr Eigeninteresse.

Was bringt die Zukunft?

Endlich habe ich meinen ersten Post zum Klimawandel veröffentlicht. Es kommt aber noch mehr. Ihr könnt also zukünftig Posts zur Beziehung zwischen Klimawandel und anderen Themen erwarten, in denen ich auch diversere Stimmen zu diesen Themen berücksichtige.

Ein frohes neues Jahr und wie immer vielen Dank fürs Lesen.

-sovlpvnk

Quellen:

Enter Shikari. “…Meltdown.” A Flash Flood of Colour, Ambush Reality (UK), Hopeless Records (US), 2012.

Enter Shikari. “System….” A Flash Flood of Colour, Ambush Reality (UK), Hopeless Records (US), 2012.

Mayer, Sylvia. “World Risk Society and Ecoglobalism: Risk, Literature, and the Anthropocene.” in: Handbook of Ecocriticism and Cultural Ecology, edited by Hubert Zapf. De Gruyter, 2016, pp. 494-510.

Schwartzstein, Peter. “This vanishing forest protects the coasts—and lives—of two countries.” National Geographic, July 2019, URL: https://www.nationalgeographic.com/magazine/2019/07/sundarbans-mangrove-forest-in-bangladesh-india-threatened-by-rising-waters-illegal-logging/ .

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Listen-In #4: Enter Shikari and the Threat of Climate Change

picture by Pete Linforth on Pixabay

Climate change is potentially the greatest threat and challenge of our time and already now, we are witnessing its consequences. Weather abnormalities are becoming more extreme and results of climate change lead to migration, as people flee from uninhabitable areas. All of this is only going to get worse if nothing changes.

If I asked you about the causes of climate change, you might think: ‘industrialisation, globalisation, mass consumption etc.’  and that wouldn’t be wrong. However, climate change goes further back in history than the industrial revolution: the first measurable impact that humanity had on the planet occurred in colonialism. When colonists enslaved African people and forcibly moved them to the American continents, when the “settlers” committed genocides against American indigenous peoples and when they slaughtered masses of buffalos, this already had a measurable impact on earth before the industrial revolution.

As you can see, anthropogenic (human-made) climate change did not just start in the 19th century. The foundations for it were already built by colonialism, as the occupation of different continents provided the basis for globalism and the international industrial revolution. Since climate change is connected to colonialism, it is an incredibly difficult topic, hence in today’s post I am only going to focus on a small fraction of it: I am going to discuss the concepts of risk and risk societies, as well as eco-cosmopolitanism and the ways in which the British band Enter Shikari depicts these issues in their music. With that out of the way, I’m going to talk about the basics before starting today’s analysis.

1. Risk, Risk Society & Eco-Cosmopolitanism

The concepts that I’m going to address today are based on Sylvia Mayer’s ‘World Risk Society’ from 2016, which is definitely an interesting read if you are interested in the topic.

Risk

Beck defines risk as ‘a productive force that “represents the perceptual and cognitive schema in accordance with which a society mobilizes itself when it is confronted with openness, uncertainties and obstructions of a self-created future” (Mayer 497 citing Beck). In other words, the term risk can be used to describe a motivational power and the way in which society reacts to uncertainty about its self-imposed future.

Risk is framed culturally, as we talk about it. For instance, at the beginning of this post, I focused on the immediacy of climate change and its destructive potential.  Based on this, perception of risk, as well as its assessment can vary in different cultures, as they may perceive risk differently. For instance, if a state is not impacted by climate change as much as another one, people of that state might not perceive it as too much of a problem.  As a result, populists like Trump can argue in favour of fracking and downplay climate change, while this is more difficult in states like Australia, which are literally on fire. (This is not a joke and neither is it supposed to downplay climate change in any way, it’s just the reality we live in, unfortunately)

In the next paragraph, I’m going to explain risk society based on this definition.

Risk Society

A risk society is a society that fails to assess and respond to a risk adequately:

The  risk  society,  he [Beck] argues,  “designates  a  developmental  phase  of  modern  society in which the social, political, economic and individual risks increasingly tend to escape the institutions for monitoring and protection in industrial society”  (Mayer 497 citing Beck).

As for the relation of risk and climate change: anthropogenic climate change is a risk and modern societies fail to address it appropriately. Trump dropped out of the Paris agreement and many other countries postponed the goals they were supposed to reach until 2030 to a later point. Meanwhile, deforestation and fracking continue, despite the urgent need for change.

That should illustrate why this topic is important: climate change is real and it has a measurable impact, so we need to be active and put pressure on incumbents to promote change. Additionally, we all should do whatever we can to mitigate climate change, for instance by going vegan, as it is the most sustainable diet, or by making other adjustments to everyday life, such as different forms of activism. The governments are failing in tackling this issue, so everyone should do what they can to try and make a difference. As you can tell from movements like Fridays for Future, individual actions matter as Greta Thunberg started a global movement when she was still underaged. Even global movements start on a local, individual basis, so change begins with ourselves and our own actions.

This leads us to the next concept, eco-cosmopolitanism. Not everyone is affected by climate change in the same way and not everyone has the same options to counteract it. This is where this theory comes in.  

Eco-Cosmopolitanism

Image Description: A black sign with a globe and the title “One World”. We all live on one planet but there are different lived realities on this world that we need to acknowledge if we want to make a difference and offer solutions that are helpful to everyone. Photo by Markus Spiske on Unsplash

Eco-cosmopolitanism is an attempt at considering the plurality of the impacts of climate change, of cultural discourses and of knowledges about it (Mayer 499-500 citing Heise). This approach acknowledges and respects the plurality of existences and non-human existences while recognising eurocentrism and anthroprocentrism of discourse about this topic (Mayer 500). People are affected by climate change to varying extents and so are different species. Heise criticises the focus of climate change debates on humankind and Europe, as this colonial approach to the topic shuts out the aforementioned nuances of climate change. In summary, eco-cosmopolitanism is an intersectional approach to climate change that considers not only the impact of it on the global level but also on the local level. In doing so, eco-cosmopolitanism works against Eurocentric approaches and is more inclusive of non-European people affected by this topic. However, quite ironically, Heise, on whom this theory is based,mostly cites white scientists. In order to be able to provide solutions, discourses on climate change need to be intersectional and inclusive, as they are one-sided and not really helpful otherwise.

Since we’ve discussed the basics for today’s post, I am now going to analyse some lyrics by Enter Shikari with respect to these theories to explore how they tackle these issues.

 2. Risk and Risk Society in ‘System…Meltdown’

‘System / Meltdown’ by Enter Shikari

There was a house in a field on the side of a cliff

And the waves crashing below were just said to be a myth

So they ignored the warnings from the ships in the docks

Now the house on the cliff is the wreckage on the rocks

With these lines, Enter Shikari frame Climate Change as a looming risk. The house is about to fall apart due to erosion of the ground that it is built on. In this context, the waves represent climate change, the reality of which is to this day still denied frequently, while the ships in the docks probably represent scientists with firsthand knowledge and evidence of climate change. Since the threat, i.e. the waves and climate change, are ignored for too long, the house ends up as wreckage on the rocks. Likewise, in reality, our systems are going to break down if we do not find a way to fight climate change effectively.

There are real examples of people migrating as a result of climate change, for instance in the Sundarbans, areas in India and Bangladesh that are flooded quite frequently. According to the World Bank, 13 million people might flee from that area until 2050 due to climate-related crises (Schwartzstein). This is an example of a massive problem connected to climate change: it is only going to worsen refugee crises, as higher sea levels and higher temperatures will make more areas uninhabitable, which is going to result in greater amounts of migration. Already now, innocent people are dying on their escape from climate change and other consequences of colonialism and things are only going to get worse in the future. Accordingly, already now, denial of climate change failure to react appropriately have fatal consequences.

Nothing could fix the building’s flawed foundation

The scaffolding and stilts were the laws and legislation

This house was doomed, but they didn’t care

They’d invested in the system that was beyond repair

As it becomes clear in these lines, the house is representative of our societies’ current systems, hence ‘the scaffolding and stilts were the laws and legislation’. This is not a hypothetical scenario but has real implications for real life and the band communicates the immediacy of this situation.

Additionally, singer Rou Reynolds emphasises the stagnancy when it comes to climate change. ‘This house was doomed, but they didn’t care, they’d invested in a system that was beyond repair.’ Capitalism is a flawed system that leads to the destruction of this planet and as long as we do not tackle the problem at its root, we are not going to be able to handle climate change. As stated earlier, climate change in it current form is an anthropogenic issue. It is human-made and colonialism as well as capitalism provided the basis for it.

We cannot expect to find solutions if we do not acknowledge this and counteract the origins of climate change. If we only treat its symptoms in form of displacement of refugees and so on, we are not going to find any solutions, either. We need lasting and sustainable solutions, not just momentary, colonially imposed ones that are only beneficial to industrialised countries. However, as long as capitalists put their personal interests above the common good, we are not going to see any substantial changes and the band describes the exact issue fittingly in their lyrics.

In the next excerpt, this aspect of capitalist self-interest is contrasted with more pure, innocent concerns for the common good.

When I was little

I dressed up as an astronaut, and explored outer-space

I dressed up as a superhero, and ran about the place

I dressed up as a fireman, and rescued those in need

I dressed up as a doctor, and cured every disease

As a child, when you’re not yet ‘corrupted’ by lust for profit and personal interests, it is the more natural and more reasonable choice to aspire the well-being of others. These childhood throwbacks reflect how children look up to heroes who help others and do something for the greater good, as opposed out of pure self-interest. This contrasts the earlier section of the song strongly and thus highlights the selfish nature of capitalism in great detail, especially the lines about every day heroes ‘ I dressed up as a fireman, and rescued those in need, I dressed up as a doctor, and cured every disease’.

It was crystal clear to me back then that the only problems that I could Face

Would be the same problems that affect us all

But of course this sense of common existence was sucked out of me in an Instance

As if from birth I could walk but I was forced to crawl

The emphasis on one’s own personal good as opposed to the common good may seem like a devolution in comparison with ideas of coexistence present in the excerpt above, which again highlights the negative side of capitalism and its basis: prowling for one’s own good. If we only focus on our individual problems, we cannot expect to tackle issues such as climate change, simply because they have a much larger scope than our egotistical issues.

From this, the band progresses to another section highlighting the immediacy of climate change, in which they stress that this concerns everyone and is essentially robbing us and future generations of our future:

So this an exciting time, to be alive

Our generation’s gotta fight, to survive

It’s in your hands now, whose future?

Our future, Our future

It’s your future

By addressing the listeners with the question ‘whose future?’, the band gets them involved and brings across the point that they are affected by this issue. This is more strongly emphasised by the repetition of ‘our future’ in combination with the final bit ‘It’s your future’, in which the singer directly addresses the listeners. Climate change threatens everyone’s future and now is the time to do something about it.

After this, ‘System…’ transitions into ‘…Meltdown’, which is accompanied by one of the song’s highlights, an immensely powerful base drop coupled with a breakdown. The lyrics build up to this by emphasising that ‘this is gonna change everything’ repeatedly. Life as we know it is threatened by climate change and if we remain stagnant, everything is going to change for worse.  

How we gonna get out this alive, get out of this alive?
It’s not too late, it’s not too late
Stand up
How we gonna get through this alive, get through this alive?
It’s not too late, it’s not too late
Stand up
Countries are just lines drawn in the sand

Above, you can see the chorus of Meltdown, in which the band emphasises that there is still hope. We must not give up and have to hold on to our hope to tackle climate change, hence ‘How we gonna get out of this alive, get out of this alive? It’s not too late’. Arguably, Enter Shikari hint at eco-cosmopolitanism through the final line ‘countries are just lines drawn in the sand’. The band is very much in favour of unity that transcends borders, which fits eco-cosmopolitanism quite well, as it takes an approach that is supposed to be inclusive of people regardless of where they come from.

This section is followed by another strong message against nationalism, which to this day is still one of my favourite quotes from this band:

Inside this sick foundation
We’ve had the realization
Inside this sick foundation
We’ve had the revelation
Fuck all borders and fuck all boundaries
Fuck all flags and fuck nationalities
You’ve gotta give us a chance before we reach our system meltdown

We have to move past outdated concepts such as nationalism and capitalism, which favour one nation’s good over that of everyone else or we will not be able to overcome global challenges such as climate change. Borders and boundaries are outdated and and antiquated concepts of unnecessary power struggles that only create artificial barriers between people. They are obsolete. We live in a globalised world that has essentially become a village. You can connect with people from all over the world and there is no need for obsolete concepts like nations.

Constant growth is not possible on a planet with finite ressources and we should prioritise wellfare over petty struggles for power in the global environment. Similarly, we have the means to grant food to everyone but due to the immense disparities in wealth and industrialised nations’ focus on their own well-being, people in different places suffer and die. It is due to these nations’ power struggles that crises like climate change and the refugee crisis of 2015 could emerge, so it is about time we overcome them.

The song ends on a positive note and the band emphasises the potential of unity and the need to overcome selfish, nationalist interests: ‘We begin to learn to smile again, start to walk that extra mile again, cause I know that we are one’. We, as in humanity as a whole, cannot expect to salve global issues like climate change if we only focus on individual nations’ interests. We are all affected by climate change and it transcends the national scale. Accordingly, we have to come together and overcome the disparities in this world to work against climate change on a global scale. If only the voices of people from industrialised countries are heard, we will not be able to provide solutions that are viable to people in LDCs and we will only contribute to their exploitation. Unity must not be achieved through a forced assimilation but an appropriate approach to climate change that is viable to all people.

3. The Importance of Addressing Climate Change as a Risk

So, what’s the point of all of this?

Image Description: The globe is shown in form of a clock face with a burning match as one of the clock hands. It is minutes to midnight. Picture by Gerd Altmann on Pixabay

Climate change is a risk that is definitely worth addressing. The way we talk about risks impacts the way they are perceived, hence if someone plays down climate change, that is problematic to say the least, since climate change is proven to be real and affects people all over the planet. Before finding solutions, we have to frame the problem adequately because how else are we supposed to tackle an issue? That’s the point of this post – highlighting the importance of climate change and discussions about it.

The consequences of climate change are becoming increasingly obvious and impact more and more people. Some scientists even speak of the pyrocene, the age of fire due to the fires in Australia and California. It is of utmost importance to maintain a dialogue about these issues and promote change, hence everyone should to their best to fight climate change through their consumption, activism and votes.

Apart from that, we need to be more aware of the interrelations of climate change and colonialism, since the latter made the former possible and contributed to it massively. Since there are lots of disparities and different living conditions on this planet, the way we handle climate change has to be viable to people under these different conditions. If we only provide colonial approaches to climate change that benefit industrialised countries to the disadvantage of LDCs, these ‘solutions’ are not going to be viable to people in LDCs and run the risk of perpetuating colonialism.

That being said, I know that climate change can feel like an overwhelming threat but we can still do our part to promote change and must not give up simply because it seems like nothing is going to change. Please be aware of the systems and dynamics that led to climate change and current refugee crises and act accordingly. In other words, educate yourselves and others and do what you can to make a difference. Please do not support parties that are in favour of fracking and maintaining the status quo because we need change.

What’s to come?

I finally wrote my first post on climate change and there is more to come. Since I mostly focus on the representation of political issues, I am mainly going to write about the way these issues are depicted in music and in the future, I am definitely going to touch more on the relation of climate change and matters like race so stay tuned for that.

As always, thanks for reading and a happy new year.

-sovlpvnk

Works Cited

Enter Shikari. “…Meltdown.” A Flash Flood of Colour, Ambush Reality (UK), Hopeless Records (US), 2012.

Enter Shikari. “System….” A Flash Flood of Colour, Ambush Reality (UK), Hopeless Records (US), 2012.

Mayer, Sylvia. “World Risk Society and Ecoglobalism: Risk, Literature, and the Anthropocene.” in: Handbook of Ecocriticism and Cultural Ecology, edited by Hubert Zapf. De Gruyter, 2016, pp. 494-510.

Schwartzstein, Peter. “This vanishing forest protects the coasts—and lives—of two countries.” National Geographic, July 2019, URL: https://www.nationalgeographic.com/magazine/2019/07/sundarbans-mangrove-forest-in-bangladesh-india-threatened-by-rising-waters-illegal-logging/ .

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Jahresrückblick: Meine Lieblingsalben von 2020

Bild von Joshua Golde auf Unsplash

Da sich das Jahr 2020 endlich dem Ende zuneigt, möchte ich rückblickend über eines der wenig guten Dinge des Jahres sprechen: Die genialen Album-Releases. Unabhängig vom Genre gab es dieses Jahr viele großartige Releases. Daher möchte ich heute einige Empfehlungen aussprechen. Diese reichen von Hardcore und Powerviolence zu Shoegaze und Dream Pop.

Ich präsentiere die Alben ohne besondere Reihenfolge, allerdings erfahrt ihr am Ende meine Top 3 Alben des Jahres und hört einige Empfehlungen abseits von LPs. Viel Spaß!

Enter Shikari – Nothing is True & Everything is Possible

Zunächst eines der offensichtlichen Releases für diejenigen, die meinen Blog kennen: “Nothing Is True & Everything Is Possible” von “Enter Shikari”. Wie immer hat das Quartett aus England eine bunte Mischung verschiedenster Genres herausgebracht, die dieses Mal mehr in die klassische Richtung geht, als vorherige Veröffentlichungen.

Allerdings gibt es darauf auch einige Songs im älteren Stil der Band, zum Beispiel Songs wie “The Dreamer’s Hotel” und “satellites”. Die Band bleibt sich selbst treu und erfindet ihren Sound gleichzeitig ein weiteres Mal neu. Hierbei handelt es sich um eines meiner Lieblingsalben des Frühjahres und ein perfekter Lockdown-Soundtrack. Definitiv eine Empfehlung meinerseits für Fans von Crossover.

Ich empfehle “satellites**” und “Elegy For Extinction”

satellites** von Enter Shikari

END – Splinters From An Ever-Changing Face

Das folgende Album begleitete die nächste Phase meines Lockdowns: “Splinters From An Ever-Changing Face” ist ein Paar Spuren härter als das letzte Album und passte dadurch perfekt zu meiner Frustration in Anbetracht der damals steigenden Reproduktionszahlen und sinkenden Aussichten, wie geplant nach meinem Bachelor-Abschluss zu verreisen.

Die Mischung aus Grindcore, Retro-Metalcore und Mathcore klingt noch eine Spur pissiger als die EP von 2017 und passte perfekt zu meiner Stimmung im Juni dieses Jahres. Fans harter Musik, an denen dieses Release vorbei ging, sollten es auf jeden Fall nachholen. Die Tempowechsel von knochenzermahlenden Grind Breakdowns zu explosiven Blastbeats gehen gut ins Ohr und das gesamte Album ist sehr wuchtig und interessant. Allein die Mischung aus verschiedenen Künstlern und Genres macht das Album zu einer Erfahrung.

Besonders zu empfehlen: The Reach of Resurrection

Denzel Curry – Unlocked

2020 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für den Rapper “Denzel Curry”. Jüngst erreichte sein Song “CLOUT COBAIN” den verdienten Platinum-Status. Darüber hinaus brachte der Künstler zu Beginn des Jahres eine EP mit dem Titel “Unlocked” heraus, die etwas mehr an seinen alten Style zu “Imperial”-Zeiten erinnert. Passend dazu gab es ein Musikvideo im Kurzfilm-Format, das man frei auf YouTube anschauen kann. Fans von Hip-Hop, Cartoons und Anime sollten dieses definitv abchecken. Gerade in Video-Form ist das Album eine neue Erfahrung, da es verschiedene Medien überschreitet. -Denzel Curry ist ein multimedialer Künstler.

Mein Favourite Track: “Cosmic”

Vanguard – Rage Of Deliverance

Die meisten Vegan Edge Bands sind Youth Crews mit einem Stil, der mich einfach nicht wirklich begeistern kann und wenig Neues bietet. Dieses Jahr wurden jedoch meine Gebete an Seitan erhört und es kamen endlich einige härtere Vegane Bands mit zeitgemäßem Sound heraus, allen voran Vanguard.

Diese sind simpel gesagt First Blood, jedoch mit veganen Texten, die stark in die Tiefe gehen. Das Ganze wird mit einigen melodischen und metallischen Elementen angenehm verpackt und somit schafft die Band ein stimmiges und hartes Gesamtwerk. “Rage Of Deliverance” ist ein gelungenes Debüt, mit dem die Texaner gekonnt ein Zeichen für Tierrechte und ein progressives Mindset setzen.

Mein Lieblingssong: “Detach”

GULCH – Impenetrable Cerebral Fortress

Es geht hart weiter. 2020 war für mich insbesondere ein Jahr für Grindcore und Powerviolence, da diese Genres perfekt zu meiner Stimmung passten.

“GULCH” gehen auf diesem Release steil und das Intro ist eines meiner meistehörten Lieder des Jahres. In Genre-Manier wechseln sich Blastbeats, Breakdowns und teils Midtempo-Beats ab und werden von rohen Vocals begleitet. Durch die Dynamik der Songs wirkt der Sound der Band umso wuchtiger und roher, weil die Instrumentals nicht in einem Einheitsbrei versinken und die Tempowechsel alles eine Stufe härter wirken lassen. Die Tempowechsel und Vocals sind einfach nur brutal und machen Spaß und insbesondere wegen “GULCH” vermisste ich diese Jahr Shows.

Empfehlung für “Impenetrable Cerebral Fortress”

Power Alone – Rather Be Alone

“Rather Be Alone” ist das Debüt-Album der Hardcore-Band Power Alone und eines meiner Lieblingsreleases dieses Genres in den letzten Jahren. Ihre starken politischen Texte untermalt die Band mit sehr soliden Riffs. Hierbei handelt es such um ein sehr starkes Hardcore-Album, das aus der Masse heraussticht, sowohl lyrisch als auch instrumentell.

Power Alone spielen nicht dieselben Standardformeln durch, wie es im Genre üblich ist, sondern ergänzen die Hardcore-Formel um einen eigenen Touch, wodurch das Album einfach Spaß macht. Außerdem sind sie eine weitere politische Vegan Edge Band, was für mich immer willkommen ist.

Lieblingssongs: “Where We Stand” und “Stay True”

https://powerxalone.bandcamp.com/track/where-we-stand

Vision Quest – Bear Witness (EP)

Eine weitere female-fronted Band schafft es auf Platz vier. “Vision Quest” aus dem Vereinigten Königreich spielen schnellen, groovy Hardcore und schaffen damit ein perfektes Beispiel für guten Hardcore. Die Tempowechsel sind eingängig und machen Spaß, es gibt geniale Breakdowns und perfekt dazu passend eine Menge Mosh Calls. Insbesondere live dürften die Songs Spaß machen und wegen ihrer tollen Energie halfen sie mir durch viele Tage dieses anstrengenden Jahres. Teils hörte ich die EP mehrmals am Tag, was easy machbar ist, da sie recht kurz ist. Das verdeutlicht aber um so mehr, wie eingängig die Lieder sind und lässt auf eine große Zukunft für die Band hoffen, falls sie irgendwann ungestört touren kann.

Meine Empehlungen: “Psych” und “Step Up”

Platz 3: Bring Me The Horizon – Post Human: Survival Horror (EP)

Mich verbindet eine gewisse Hassliebe mit dieser Band. Ich liebte sie bis einschließlich “Sempiternal”, doch unter “That’s The Spirit” litt die Beziehung sehr, weil ich an diesem Punkt wie diese Hater online dachte: “Sell Outs”. DOCH dann kam letztes Jahr dieses experimentelle Release mit dem ellenlangen Namen “Music to Listen To…”. Damit gewann die Band meinen Respekt zurück, weil sie damit beweiste, keinen feuchten Kericht zu geben, was man über ihre Musik denkt. Darüber hinaus sah ich “Bring Me” letztes Jahr am Ring und war begeistert, wie stark sich Olis Vocals verbessert haben.

Schließlich brachte die Band, die modernen Metalcore für immer prägen sollte, dieses Jahr eine neue EP heraus, auf der sie alles komplett auf den Kopf stellte. “Post Human: Survival Horror” ist eine lebhafte Mischung aller Stile, die die Band bisher durchlaufen hat, jedoch erweitert um einige neue Elemente. Allein als ich das Intro zu “Dear Diary” zum ersten Mal hörte, horchte ich auf, weil ich nicht diese Härte erwartet hätte. In “Kingslayer” bringt Oli seine “Suicide Season”-Vocals zurück und growlt wieder und “Itch For The Cure” hört sich nach “Enter Shikari” oder “The Prodigy” an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Titel auch eine “Linkin Park”-Referenz ist.

Das Album brachte mich beim ersten Hören zurück ins Jahr 2013 und ließ mich wieder fanboyen. “Bring Me The Horizon” sind nicht umsonst eine Größe der Szene und verdienen allein für ihren Einfluss, aber auch für ihre Kreativität Respekt und aller spätestens diese EP beweist das.

Für Fans von “Linkin Park”: “Teardrops” Ansonsten: “Kingslayer”.

Platz 2: Higher Power – 27 Miles Underwater

Mein zweitliebstes Release und Top-Album dieses Jahres war “27 Miles Underwater” von “Higher Power”. Die Briten brachten hiermit ihr Magnum Opus heraus, was nach dem Wechsel zu Roadrunner Records absehbar war.

Als ich ihre Musik 2018 zugegebenermaßen spät entdeckte, erinnerte mich der Sound der Band sofort an “Glassjaw”. Ursprünglich spielten sie Hardcore mit komplett cleanen Vocals, die in angenehmem Kontrast zu den härteren Instrumentals standen, doch auf dem neuen Album fing Sänger Jimmy Wizard an, zu schreien und die Instrumentals bewegen sich stärker in Richtung 90s/00s Nu-Metal und Post-Hardcore. Manche Riffs auf diesem Album fallen in dieselbe Nische, wie “At The Drive-In” und “Glassjaw”/”Deftones” und haben massive Vintage-Vibes der besten Sorte.

Insgesamt ist der Sound der Band cleaner und geht stärker in die rockige Richtung als in Richtung Hardcore. Zudem erweitern die Vocals den Sound um eine weitere Spur und “Higher Power” verbessern sich auf jeglicher Ebene. Diese Kombination aus Härte und Atmosphäre mit massiven Throwbacks machte “27 Miles Underwater” zu meinem Favoriten dieses Jahres, wenn es um Alben geht. Was dieses Album für mich persönlich übertreffen konnte, erfahrt ihr im Anschluss.

Definitv hören: “Lost In Static”, “Low Season”

“Lost In Static” von Higher Power

Platz 1: Fleshwater – demo2020 (EP)

Was passiert, wenn Hardcore-Kids und Fans von Deftones Shoegaze spielen? Die Antwort ist diese Demo von “Fleshwater” und für mich persönlich das beste Release des Jahres.

Das Lineup von “Fleshwater” ist eine Mischung aus “Vein” und Sängerin “Mirsy”, die sich stilistisch zwischen Alternative Metal und Shoegaze bewegt. Das Endprodukt ist extrem atmosphärisch und wird durch Mirsys Lead Vocals mit Unterstützung des Sängers von Vein ergänzt.

Beschreibungen werden dem Stil der Band nicht wirklich gerecht, also kann ich nur empfehlen, die EP als Ganzes zu hören. Sie umfasst nur drei Songs, die definitiv Lust auf mehr machen und sowohl Fans harter Musik, als auch Freunde von Shoegaze ansprechen könnte. Allein diese EP führte mich in das Genre ein, also definitv eine Empfehlung meiner Seite.

Insbesondere “Linda Claire” muss man gehört haben.

“Linda Clarie” von Fleshwater

Honourable Mentions

Neben Neuerscheinungen hörte ich dieses Jahr natürlich auch einiges an älterer Musik und Singles. Allen voran möchte ich “Mirsy” erwähnen. Sie ist die Sängerin von Fleshwater und veröffentlicht solo sehr atmosphärischen Dream-Pop, unter anderem mit Elementen von Trap. Geht am besten ihre Releases auf Spotify durch.

“Vein” brachten dieses Jahr ein Remix-Album mit Demos und Neuaufnahmen älterer Tracks heraus, welches auch extrem stark und atmosphärisch war. “Old Data In A New Machine” ist definitiv ein Muss für Fans der Band, insbesondere für solche, die seit der “Terror’s Realm” EP am Start sind und auf eine Neuauflage dieser EP hofften.

Abseits harter und instrumenteller Musik brachte “Yung Lean” dieses Jahr ein neues Album mit dem Titel “Starz” heraus, welches stark an seinen alten Stil erinnert. “Pikachu” und “Boylife in EU” sind mindestens genau so atmosphärisch wie damals “Yoshi City”. Der Originale “Yung” beweist erneut, was für eine Größe des Souncloud Rap er ist. Wer Trap mag, jedoch nicht Yung Lean kennt, hat eine massive Bildungslücke und sollte sich selbst einen Gefallen tun und diese schnellstmöglich füllen. Ohne ihn gäbe es die Trap oder Emo-Rap Szene nämlich nicht.

Neujahrsvorsätze und Shoutouts

2021 kommen zwei Alben, auf die ich mich besonders freue. “Slope”, die deutsche Version von “Turnstile” werden ihr Debüt-Album veröffentlichen, welches bereits auf ihren Social Media-Plattformen angeteaset wurde. Auf dieses Album freue ich mich, wie ich mich schon lange auf kein Hardcore-Release mehr gefreut habe. Allgemein sind “Slope” eine echt innovative Band, also haltet eure Augen auf jeden Fall offen!

Davon abgesehen werden “Fleshwater” wahrscheinlich ihren ersten Longplayser herausbringen, der eigentlich bereits dieses Jahr herauskommen sollte. Auch die Sängerin, “Mirsy” plant, ein Album herauszubringen, auf das ich mich gleichermaßen freue. 2021 wird also musikalisch sicher ein tolles Jahr.

Was diesen Blog angeht, gibt es im kommenden Jahr auch mehr zu erwarten. Dieses Jahr war hektisch und die letzte Zeit kam ich nicht wirklich zum Schreiben, weshalb ich eher Reviews verfasste. In Zukunft wird sich das ändern, doch Reviews werden auch weiterhin ein Teil meines Contents bleiben.

Abschließend vielen Dank an alle Leser*innen und alle, die mich bisher unterstützt haben, seien es Bands, Social Media Kontakte oder Freund*innen. Ich wünsche euch allen schöne Feiertage und einen guten Start in’s neue Jahr. Bleibt gesund und achtet auf die Beschränkungen, damit diese auch irgendwann wieder enden und möglichst viele Leute das neue Jahr erleben können.

Wie immer vielen Dank für’s Lesen.

-sovlpvnk

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2020 in Review: My Favourite Records of this Year

picture by Joshua Golde on Unsplash

Since 2020 is finally coming to a close, I would like to talk about one of the positive things about it: the great music. Regardless of genre, there were lots of great releases this year, so today I would like to make some recommendations that range from hardcore and powerviolence to shoegaze and dream pop among others. .

That being said, I present these releases without a specific order but in the end, you are going to learn of my top 3 and I’m going to address my favourite releases apart from LPs. Enjoy!

Enter Shikari – Nothing Is True & Everything Is Possible

To get this out of the way, here is one obvious pick if you know my blog: Nothing Is True & Everything Is Possible by Enter Shikari. As always, the quartet from the UK released a vibrant mixture of genres. This time around, their sound moves more towards classic music than on earlier albums.

At the same time, the band’s old style still shines through from time to time, as there are tracks like The Dreamer’s Hotel and satellites** that are very much Enter Shikari. They stay true to themselves and redefine their sound at the same time. This is one of my favourite records of this year’s spring, as it was a perfect soundtrack for my early stages of the lockdown. This is definitely a gem for fans of crossover.

I recommend satellites** and Elegy for Extinction

stellites** by Enter Shikari

END – Splinters From An Ever-Changing Face

This record kept my company through the next stage of lockdown. Splinters From An Ever-Changing Face is even heavier than the preceding EP from END and was a perfect fit for my mood at the time, as I started to get more and more frustrated in face of the increasing amount of infections and decreasing likelihood of my going abroad after my bachelor.

The mixture of grindcore, retro metalcore and mathcore sounds even more pissed off than on the band’s EP from 2017 and fit the June of this year perfectly. Fans of heavy music who haven’t heard of this band should definitely check them out. The fluent changes from bonechilling grind breakdowns to explosive blastbeats feel great and the entire record feels fresh and interesting. The mixture of artists coming together on this and of different genres make this record a great experience overall.

Check out The Reach of Ressurrection

Denzel Curry – Unlocked (EP)

2020 was another successful year for Denzel Curry. His track CLOUT COBAIN has just reached platinum status. Apart from that, he released an EP titled Unlocked earlier this year, which comes close to his old style on Imperial. Additionally, the rapper revealed a musicvideo for this entire EP, which offers nice visuals in a short film style and is freely accessible on YouTube. Fans of hip-hop, cartoons and anime should check it out Especially if you watch the music video, this record is quite the unique experience, since it transcends single media. Denzel Curry is an artist who goes beyond just one medium.

My favourite track: Cosmic

Vanguard – Rage Of Deliverance

Most vegan edge bands are youth crews with a style that just doesn’t offer anything new to me personally. However, this year my prayers to seitan were finally heard and there were several releases by heavier and more modern vegan bands, such as Vanguard.

At first glance, they are quite similar to First Blood but with vegan lyrics that go quite in depth. This is accompanied by melodic and metallic elements and culminates in a heavy and atmospheric EP. Rage Of Deliverance is a great debut and Vanguard set a great example for how to address issues of animal rights and progressive politics in music.

My favourite: Detach

Detach by Vanguard

GULCH – Impenetrable Cerebral Fortress

More heaviness is to come. To me personally, 2020 was a perfect year for grindcore and powerviolence, as they just fit this year’s mood perfectly. Fittingly, this was one of the records I listened to the most this year.

Already in the intro, GULCH go hard. As per usal in PV, blastbeats, breakdowns and midtempo beats take turns on this release. The singer’s vocals are bestialic and all of the above comes together in a dynamic and heavy sound. The shifts of pace make the instrumentation feel even heavier and especially GULCH made me miss shows this year.

I recommend listening to the title track

Power Alone – Rather Be Alone

This is the debut album of Power Alone and one of my favourite hardcore releases of these past years. The band’s great, political lyrics are packaged with solid riffs and make for a great HC record, as this album sticks out from generic bands in that genre through both, its lyrics and sound.

Power Alone don’t just play the standard formula but add their own touch to it, which makes for a fun experience. Also, they’re a political vegan edge band, which is always refreshing for me.

My favourite tracks are Where We Stand and Stay True

Check out Where We Stand on bandcamp: https://powerxalone.bandcamp.com/track/where-we-stand

Vision Quest – Bear Witness (EP)

Another female-fronted band makes it to place four. Vision Quest from the UK play fast and groovy hardcore and set a perfect example for how to make good HC. The tempo changes are catchy and fun, there a great breakdowns and lots of mosh calls. Especially live, this record should be a blast and with its great energy, it helped me get through lots of boring days. On some days, I listened to this EP several times, which just proves how catchy and fun it is. I really hope, this band gets to tour properly some time.

Meine Empehlungen: “Psych” und “Step Up”

Treat yourselves with Psych and Step Up

Place 3: Bring Me The Horizon – Post Human: Survival Horror (EP)

I’m honestly in a love-hate relationship with this band. I used to love them when they released Sempiternal but this love came to a halt when they came up with That’s The Spirit. Like the band’s haters, I was like: sElL oUtS!!! HOWEVER, when they released that experimental EP with that extraordinarily long title last year, they regained my respect, as they proved that they don’t care what people think about them. I also saw them live last year and Oli’s vocals were great, so that made me respect them even more.

Finally, the pioneers of modern metalcore releasd a new EP this year. On Post Human: Survival Horror, Bring Me switch things up yet again by merging all of their old styles and adding new elements to them. The intro to Dear Diary caught me by surprise, as I did not expect the band to go that hard again. In Kingslayer, Oli brings back his Suicide Season shouts and growls again, while Itch For The Cure sounds a lot like Enter Shikari or The Prodigy. I’m pretty sure it’s a Linkin Park reference though.

This record brought me straight back to 2013 in the best way and I started fanboying over this band again. Bring Me The Horizon are at the top of the scene for a reason. They deserve respect for their influence on modern metalcore and their creativity and this EP is the latest evidence of that.

For Linkin Park fans: Teardrops, for others: Kingslayer

Place 2: Higher Power – 27 Miles Underwater

My second favourite release and top LP of this year is 27 Miles Underwater by Higher Power. The band from Leeds in the UK released their magnum opus this year, which I expected after their signing to Roadrunner Records.

When I first heard about them in 2018, which was already fairly late, they reminded me a lot of Glassjaw. Originally, the band played hardcore with clean vocals contrasted by the heavier instrumentals. On their latest release, singer Jimmy Wizard starts shouting while the instrumentals move away from HC and towards90s/00s nu-metal and post-hardcore. Some of their riffs are really At The Drive-In and Glassjaw with the best sort of vintage vibes.

All in all, the band’s style is more clean and leans more towards rock than hardcore. The vocals are a step up from earlier releases and in general, Higher Power improve on every level. This combination of heaviness and atmosphere with massive throwbacks made 27 Miles Underwater one of my absolute favourites of this year. That is when it comes to albums.

I must urge you to listen to Lost In Static and Low Season

Lost In Static by Higher Power

Place 1: Fleshwater – demo2020 (EP)

What happens if hardcore kids and fans of Deftones play shoegaze? The answer is: Fleshwater and this EP, which is my favourite release of this year.

The lineup of Fleshwater consists of members of Vein and lead singer Mirsy who publishes dream pop songs under this alias. The instrumentals and vocals are atmospheric and comfy, yet melancholic.

Words cannot really describe this EP. You just have to listen to it. There are only three songs on it, so it is quite easy to listen to it in one session and you are most likely going to want more after listening. This is not only a release for fans of heavy music but also for fans of shoegaze and it served as my introduction to this genre – a major recommendation on my part.

At the very least listen to Linda Claire

Fleshwater – Linda Claire

Honourable Mentions

Apart from new music I listened to lots of singles this year and some records didn’t quite make it onto this list. Mirsy, the singer of Fleshwater has a dream pop project, in which she merges it with trap among others. Definitely check her out on Spotify!

Vein released a remix record this year. Old Data In A New Machine consists of demos and rerecorded old songs and there are some really atmospheric tracks on there as well, which makes it a must for fans of the band, especially for those who liked the Terror’s Realm EP and hoped for a rerecording.

Yung Lean released a new record this year and some of these new tracks reminded me a lot of his old sound. Boylife in EU and Pikachu are at least as atmospheric as Yoshi City back in the day and the OG Yung proves again what role he played in the soundcloud rap scene. If you’re into trap and haven’t heard of Yung Lean, you’re missing out. Do yourself a favour and listen to his music. Without him, trap and ’emo rap’ might not be a thing. He’s the original sad boy.

What to Look Forward to in 2020

In 2021, there are two releases that I am really exited about. German Turnstile hardcore / funk gems Slope are going to release their debut LP, which was already teased on their social media. This is one of the HC records I’ve been most hyped about these past years, as Slope are a great and innovative band. Definitely keep an eye open for that release!

Apart from that, I am really looking forward to the first LP by the aforementioned Fleshwater, which was going to be released this year but was postponed. Similarly, Mirsy is seemingly going to release an LP next year, which I am also stoked about, so 2021 is going to be another great year for music.

In terms of this blog, there is more to expect in the future. This year was stressful and lately, I did not really get to writing, so I wrote lots of reviews. However, I’m going to change that in 2021 and there is going to be more content in this coming year. Reviews are still going to be a part of this blog nonetheless.

To wrap things up for this year, I would like to say thank you to everyone who has supported me so far. To all the bands, people on social media and friends. I wish you all happy holidays and a good start for your next year. Stay safe and make sure to consider the rules to make sure as many people as possible can actually make it to 2021.

As always thanks for reading.

-sovlpvnk

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Music Review #8: Hollywood Undead – New Empire, Vol. 2

On their seventh long player, which is simultaneously their second release for this year, Hollywood Undead do what they always do: the quintet merges genres of rock and hip-hop. However, this time around, they switch things up a little bit and add some spicy trends from both scenes, mainly trap and emo-rap, to keep things fresh. In this review, you are going to see whether or not they do so successfully.

Hollywood Undead Version 6.2

Usually, you can differentiate between two types of Hollwood Undead songs: rock tracks and party songs. However, on this LP, this distinction cannot be made as clearly and that is a positive thing.

Yes, there are still songs that lean more into heavier genres, while others are softer but all in all, the band’s sound feels more homogenous on this release. At the same time, it feels fresh because of the various features (half of the album’s songs are features with modern rap-rock, emo-rap and trap artists). This mixture keeps things fresh but at the same time, the record does not feel like a random mesh of different styles.

Emo-Trap-Rock?!

The opening track Medicate is a poppy rock tune with a catchy chorus, in which the band’s notorious gang shouts return. This is somewhat reminiscent of the second LP American Tragedy, however a little stripped back and softer. This is not the most spectacular opening track but it is not bad either.

Enter Hyro The Hero in Comin’ Thru The Stereo. What sets off with a beat typical of Hollywood Undead‘s earlier work and thus giving you some major throw backs, picks up in its pace and turns into a rock song. Hyro’s vocals are great in this and add energy to this song, making it a good mixture of rap and rock. Charlie Scene’s vocals have improved over time and this is the first track, where he shows more of his vocal range. That’s also a positive thing, as it hints at growth as opposed to stagnation.

Ghost Out begins with an almost house-ish beat. It is then carried by rapid changes between the band members during the verses. This is a fun track with some questionable lines and flexes like ‘I’m stuffed full of needles like a fucking Saw sequel’. but overall, it is another solid track.

In Gonna Be Okay, the band again strikes the balance between rock and electronic music and there is an interesting bridge with an energetic, fast-paced base drop. This however, is followed by one of the highlights on this record: Monsters, a feature with Killstation. This is a serious, melancholic track, dominated by electronics. This paired with the lyrics and Killstation‘s guest entry turn this into a fun emo-rap song with Lil Peep-vibes. That makes for an great combination and the band cleverly integrates modern hip-hop into their sound.

The Music Video of ‘IDOL’ feat. Tech N9ne, taken from https://www.youtube.com/watch?v=v5gLMpiDv28

Now, the record reaches its climax with Idol (feat. Tech N9ne). This track has strong trap-vibes. Its beat is really hectic and the guest vocals add to these vibes even more. Apart from that, the band merges a nice and heavy base-drop in the style of The Prodigy with a hard-hitting, yet minimalist Rammstein-riff. This came really unexpected for me and I loved it. Idol is one of the most dynamic tracks on this LP and it has a great sound. You could almost think that the band decided to include it three times because they thought: ‘Oh, this is sick!’. Yes, this song made it three times onto the extended version, yet it still works but more on that later.

Coming Home feels a bit weaker in comparison, but Danny shows more of his vocals on this catchy emo-rap-rock-ballad. – What an Unholy mixture of genres. The beginning of the next piece, which is fittingly called Unholy, almost has a Scarlxrd feel, as there is a basedrop accompanied by distorted vocals. The beat is very old-school Hollywood Undead and this piece is quite interesting but in comparison with other tracks, it just does not quite stick out. This unfortunately also goes for ‘Worth It’, another emo-rap track that does not really add anything that has not been done by earlier songs on this record.

A Gift To The Fans

If Heart Of A Champion had been released ten years ago, I would have died of fanboydom. This feature with Jacoby Shaddix of Papa Roach is a wet childhood dream that came into reality just a little bit late for me personally. The singer of Ice Nine Kills also gets a part in this.

This might be the highlight for fans of the band’s original sound, as it is what comes closest to the older sound of Hollywood Undead on this record. It is a mixture of rap and rock with singing and rapping of Shaddix and vocals by Spencer Charnas, which makes for an epic alternative rock team up. Heart Of A Champion might excite some of the band’s fan base but to me, this feels a bit underwhelming in comparison with the rest of the album. However, the next song feels all the more exciting.

The Music Video of ‘Heart Of A Champion’ taken from https://www.youtube.com/watch?v=Adwl0y3qKUI

On the extended edition, there are two bonus track, which are both revamped version of Idol. The alternative version of Idol featuring Ghøstkid, the former singer of Eskimo Callboy, adds an interesting touch to the original version. This one has strong Scarlxrd energy, as Ghøstkid whispers and shouts over beats, which gives this version an entirely different vibe. Likewise, the version with Kurt 92 changes the mood of this track yet again. His vocals remind me a lot of experimental rappers like JPEGMAFIA and Keith Ape, as he is almost yelling in parts of his verse. Thus, he shifts the song around competely and turns it into a different experience. I did not expect that I would but I thoroughly enjoyed all versions of Idol.

The Toll of 2020

Apparently, this past year had an impact on the band, as the sound of New Empire, Vol. 2 differs from its precursor and older work of the band strongly, especially when it comes to the lyrics.

Most pieces on this LP revolve around personal struggles and ‘facing one’s demons’, which is a bit of a trope at this point and can be seen in Medicate and Monsters, in which we hear lines like: ‘I never had shit, so how could I lose it?’ (Monsters).

Some of the lyrics are a bit corny as above, while others are more clever and fun but all in all, this is a decent and coherent experience. Additionally, the lyrics are not nearly as outlandish as they used to be. I could include a quote from the track Dead In Ditches here but I’m gonna let you do the research if you’re interested in the song. Just look at the lyrics, they’re the reason I don’t cite it here. This album is definitely a step up from that, even if some of their older stuff was not to be taken seriously.

Consequently, the tone between individual songs does not shift as much as it used to in older work of the band and it feels more well-rounded despite the various features that obviously add diversity and make it more challenging to keep an album’s structure intact. Accordingly, the more consistent and sombre tone of the lyrics and songs makes this album feel quite well-structured and while the features add more diversity, they do not disrupt the flow of the album.

Maybe, 2020 took its toll on the band and they didn’t feel like writing weird stuff anymore or maybe it is a part of their evolution as musicians. In any case, Hollywood Undead sound a little more mature on this record.

Evaluation

New Empire, Vol. 2 is a decent album, on which the band enriches their sound with great features. Instead of focusing on the heavier side of their music, Hollywood Undead put more emphasis on the pop- and hip-hop accents in their craft and thus mix things up a little. I frankly did not expect to enjoy this record but I did and it stuck out to me how cleverly the band has tackled this project. If you can get away with having three versions of one song on a record, you have achieved something.

All things considered, I give this 8/10 points. The diversity and amount of features as well as the way in which they were all integrated in one album surprised me with their execution. Apart from that, as an old fan of this band who is no longer that invested in this band, it was a nice throw back to hear something new from them. If you are an old fan of this band and their metal sound, this is most likely not going to be your cup of tea. However, if you are a fan of modern hip-hop sub genres, you might want to give this a listen.

Regardless of these aspects, Hollywood Undead appear to have found their style and it is commendable how they refined and modernised it on this album.

As always, thank you for reading.

-sovlpvnk

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Game Review #2: Watch_Dogs LEGION – Erster Next Gen Hit?

Titelbild von https://unsplash.com/@markusspiske

Was ist die letzten vier Jahre so passiert? Trump wurde Präsident und wieder aus dem Amt gewählt, Australien und die brasilianischen Regenwälder brannten und der Klimawandel wurde immer klarer sichtbar. Parallel gab es einige humanitäre Katastrophen und zuletzt eine globale Seuche. Ähnlich turbulent sind die Ereignisse im neuesten Ableger von Ubisofts Hacker-Reihe Watch_Dogs, in der dystopische Zukunftsszenarien beschrieben werden.

In einer nahen Zukunft kommt es zu einem Terror-Angriff in London, in dessen Zuge mehrere Orte des öffentlichen Lebens gesprengt und viele Zivilisten getötet werden. Hinter diesem Angriff steckt eine Organisation namens “Zero Day”, welche die Verantwortung jedoch an die Hacktivisten von DedSec, bekannt aus den ersten beiden Teilen, abschiebt. Die Aktivisten werden folglich zu Terroristen erklärt und London wird von einem Sicherheitskonzern namens “Albion” besetzt, welcher auf Repression und Gewalt setzt.

In diesem Szenario liegt es an den Spieler*innen, den dystopischen Überwachungsstaat zu bekämpfen und Rebellen zu rekrutieren. Zu diesem Zweck kann man jeden Charakter bis auf die Antagonisten rekrutieren, sei es die freundliche Spionin aus der Nachbarschaft, ein Fußball-Hooligan oder ein(e) Imker(in). Ob diese gewagte Prämisse aufgeht, erfahrt ihr in diesem Review.

Düstere Zukunftsszenarien

Eine der großen Stärken der WATCH_DOGS-Reihe waren für mich immer die Atmosphäre und die Prämisse. In einer Welt, in der wir zunehmend vernetzt sind und es um so mehr Plattformen für Kriminalität und Repression gibt, fühlen sich erstaunlich viele Dystopian à la “1984” bei weitem nicht mehr abwegig an. WATCH_DOGS knüpft eben daran an und präsentiert in einem aktuellen Setting beängstigende Szenarien, wie sie aus dystopischen Werken stammen könnten, in einer vergleichsweise funktionalen Gesellschaft: Noch lebt es sich normal, doch im Untergrund passieren grauenhafte Dinge, sei es auf den Straßen oder hinter den verschlossenen Türen von Konzernen oder Regierungsinstitutionen.

Dieser Cinematic Trailer verdeutlicht den thematischen und atmosphärischen Wechsel der Reihe. Von: https://www.youtube.com/channel/UCn94pkcGwabIjQkB0knLWFw

Schluss mit der Persönlichkeitskrise

Während der erste Teil komplett auf eine bierernste und recht banale Rache-Story setzt, lässt sich die Handlung des zweiten Teils mit den folgenden Worten recht passend zusammenfassen: “Hipster bekämpfen bösen Hipster mit Man-Bun und trollen Sillicon Valley”. Diese komplett unterschiedlichen Herangehensweisen der Reihe an sehr ernste Themen funktionierten in schwankenden Maßen. Gerade weil Teil 2 hauptsächlich bunt und fröhlich verpackt ist, wirken die düsteren Momente deutlich grotesker und regen zum Denken an. Allerdings verläuft sich die Story gegen Ende aufgrund dieser Ambivalenz.

In WATCH_DOGS LEGION hat diese Persönlichkeitskrise jedoch ein Ende. Hier wird eine größtenteils düstere Story mit lustigen Akzenten zusammengesponnen, die sich stimmiger anfühlt, als die übermäßig ernste Geschichte von Teil 1 und die teils schon lächerliche Story von Teil 2.

Schreckensszenarien mit realitätsnahem Kern

Bereits zu Beginn wird eine ganz andere Stimmung als in den Vorgängern erzeugt, da man versucht, die Houses of Parliament vor ihrer Sprengung zu schützen. Als dies nicht gelingt, sterben neben dem spielbaren Charakter unzählige Zivilisten und London brennt. Somit wird sofort ein ganz anderer Ton als in den Prequels gesetzt. Der Ton ist hierin deutlich düsterer und alles hat Konsequenzen, doch mehr dazu später.

Darüber hinaus schreckt das Game nicht vor sehr ernsten und aktuellen Themen wie dem Umgang mit Flüchtlingen oder Organhandel zurück und geht in dieser Beziehung noch einen Schritt weiter als seine Vorgänger. In einem Stadion werden außerhalb der Augen der Öffentlichkeit Flüchtlinge eingepfercht und als Versuchsobjekte für Computerchips genutzt, mit denen sie versklavt werden können. Gerade vor dem Hintergrund des abgebrannten Lagers in Moria und den mutmaßlichen Zwangssterilisationen in ICE-Zentren in Amerika sind diese Ideen verstörend. WATCH_DOGS LEGION kann unglaublich düster sein und hält uns einen Spiegel vor, da einige dieser Szenarien nicht weit von der Wirklichkeit entfernt sind und Fragen zum Umgang mit unseren Mitmenschen, sowie Technik und unserem Konsum aufwirft.

Immersives Setting und Gameplay

London in WATCH_DOGS LEGION, die Aufnahmen der PS4 sehen etwas schammiger aus als im Spiel selbst

Auch was das Setting und Gameplay angeht, geht LEGION einen Schritt weiter als die vorherigen Titel. Ähnlich wie Chicago im Debüt ist London eine sehr düstere, atmosphärische Stadt mit typisch britischem Wetter. Die Vielseitigkeit der Metropole wird jedoch nicht außen vor gelassen und im Vergleich mit Chicago und San Fransisco findet die digitale Repräsentation der britischen Hauptstadt die perfekte Balance aus Atmosphäre und Vielfalt. Während Chicago stimmungsvoll, hingegen blass und farblos war und San Fransisco etwas zu bunt, ist London sowohl atmopshärisch, als auch bunt und die Stadt fühlt sich belebt an, was unter anderem der Gesellschaft geschuldet ist.

Eine lebendige Gesellschaft

Ähnlich wie in “Assassin’s Creed Origins” haben Charaktere Tageszyklen und verlassen zu einer bestimmten Zeit ihr Haus. Sie haben allerdings auch Familien und Bekanntschaften. Wenn man einen ihrer Angehörigen verletzt, entwickeln sie eine Abneigung gegen DedSec, wodurch es schwerer wird, sie zu rekrutieren. Das gepaart mit der Tatsache, dass man die spielbaren Npcs wieder treffen kann und dies Einfluss auf das Rekrutierungssystem hat, lässt WATCH_DOGS LEGION um so dynamischer wirken.

Bereits in den Vorgängern war es spaßig, die Daten von x-beliebigen Leuten auf der Straße zu erfassen, doch hier nimmt diese Mechanik eine andere Tiefe an und beeinflusst das Spielgeschehen. Als ich einen Cop angriff, traf ich ihn später wieder und er war mir abgeneigt und nachdem ich versehentlich einen Senioren angefahren hatte und ihn wieder traf, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Aufgrund dieser kleinen Details fühlt sich so an, als habe das Handeln Konsequenzen und somit wirkt auch die Spielwelt deutlich lebendiger.

Der Hauptverkaufspunkt: Das Rekrutierungssystem

Man kann jeden Charakter bis auf die Hauptantagonisten rekrutieren. Ergo ist jeder Charakter in der Spielwelt ein potentieller Rekrut und es ergeben sich unzählige Möglichkeiten, das Spiel anzugehen.

Es gibt verschiedene Archetypen mit unterschiedlichen Stärken und Werkzeugen, die sich besser für bestimmte Missionstypen eignen als andere. Muss man beispielsweise eine Baustelle infiltieren, kann es sinnvoll sein, eine Person zu rekrutieren, die an einem solchen Ort arbeitet und sich mit ihrer Arbeitskleidung leichter einschleichen kann.

Die Charakterauswahl. Hier haben wir einen Streetartist

Anarchist*innen eignen sich gut für diejenigen, die mit dem Kopf durch die Wand gehen und ihre Gegner im Nahkampf, gerne auch per Rauchbombe, erledigen möchten, während sich Profi-Killer wie die Protagonisten aus den vorerigen Teilen spielen und somit gut für Shooter-Enthusiasten eignen. Wer still und leise vorgehen möchte, sollte vielleicht die Augen nach Dronenexperten aufhalten, da diese mit ihren Dronen die Umgebung scouten und somit leichter Umgebungshacks nutzen können als andere Archetypen. Das sind nur ein paar der Charakterklassen und es gibt noch deutlich diversere, wie Hypnotiseur*innen oder Imker*innen, was verdeutlichen sollte, wie zahlreich die Möglichkeiten in diesem Spiel sind.

Um diese freizuschalten, muss man zunächst jedoch Missionen erfüllen. Sind die potentiellen Agent*innen einem abgeneigt, so sind die Aufgaben umso schwerer und man muss zusätzliche Missionen erfüllen. Als ich zum Beispiel eine Albion-Angestellte rekrutieren wollte, musste ich mehr leisten als bei einem gewöhnlichen Zivilisten – Wer jemanden aus dem feindlichen Lager für sich gewinnen möchte, muss vorher etwas Überzeugungsarbeit leisten. Daher studiert man zunächst den Tagesplan der potentiellen Rekrutin und sucht nach Überzeugungsmöglichkeiten, wodurch man entsprechende Missionen freischalten kann. Dazu braucht man den Deep-Profiler, eines der Technik-Upgrades, die man sich im Laufe des Spiels durch Technikpunkte erarbeiten kann.

Tech-Upgrades und Levelling

Die erwähnten Technikpunkte erhält man nach Missionen und kann sie darüber hinaus in der Spielwelt sammeln. Dort findet man sie meistens in Sperrgebieten und muss kleine Rätsel lösen, um daran zu kommen.

Es gibt verschiedenste Upgrades, die man sich mithilfe dieser Technikpunkte besorgen kann und die Effektivität als Hacktivist erhöhen. Dazu gehören nichttödliche Schockwaffen wie die Pistole aus Teil 2, eine Shotgun, eine automatische Pistole für Schnellfeuer und ein Granatwerfer zur Dronen-Bekämpfung. Darüber hinaus kann man mit diesen Punkten verschieden Arten von Spiderbots kaufen und verbessern, was zusätzliche Tiefe bietet. Im Gegensatz zum Jumper im Vorgänger kann der stealth-lastige Spiderbot Doppelsprünge “erlernen” und das kampflastige Modell unterstützt euch in Feuergefechten. Auch in dieser Beziehung bietet das Spiel also eine größere Tiefe.

Dasselbe gilt auch für Dronen. Es gibt Nachrichtendronen, die lediglich zur Aufklärung dienen, Kampfdronen mit Schrotflinten, Jagddronen mit Elektroschockern und Antiterrordronen mit Maschinengewehren. Um diese für euch nutzen zu können, müsst ihr sie jedoch hacken und das schaltet ihr ebenfalls durch die Technikpunkte frei.

Das Technik-System in WATCH_DOGS LEGION: Ein Offener Skill Tree

Das Techniksystem ist weniger wie ein Skill Tree aufgebaut, sondern lässt euch eigentlich ständig die Wahl, was genau ihr leveln möchtet. Allerdings haben die unterschiedlichen Geräte und Waffen drei Verbesserungstufen, die grundlegende Züge eines Fähigkeitenbaumes haben. Es macht Spaß, diese Fähigkeiten zu verbessern und die Kombination zwischen diesen Skills und dem Rekrutierungssystem bieten unzählige Möglichkeiten, um an das Spiel heranzugehen. Dadurch hat LEGION auf jeden Fall großen Wiederspielwert.

Assassin’s Creed in der Gegenwart

Die WATCH_DOGS-Reihe spielt sich seit je her wie ein Assassin’s Creed im modernen Setting. Das liegt zum Teil an der Ubisoft-Formel, aber auch am Stealth-lastigen Gameplay. Allerdings wird dieses Schema in diesem Spiel um einige neue Facetten erweitert und aufgefrischt.

Die obligatorischen Türme zum Aufdecken der Karte entfallen. Stattdessen erfüllt ihr Nebenaufgaben, um Viertel zu befreien. Im Zuge dieser Befreiungen müsst ihr zusätzlich Missionen erfüllen, die innovative Designs haben und daher je nach Viertel eine eigene Erfahrung bieten. In einer dieser Missionen erklimmt ihr per Spiderbot den Turm des Big Ben, während ihr in einer anderen mithilfe einer Drone mit Scheinwerfer einen Weg durch ein komplett dunkeles, verlassenes Kraftwerk finden müsst. Diese Missionen haben ein interessantes, kreatives Design und fühlen sich frischer und stimmiger an als vergleichbare Aufgaben in älteren Ubisoft-Titeln. Darüber hinaus könnt ihr in ihnen starke Charaktere wie Profi-Attentäter oder Spione freischalten, die euer Repertoire erweitern. Es lohnt sich also, diese Missionen zu spielen und es macht Spaß, was man nicht unbedingt vom Beklettern unzähliger Aussichtstürme in AC sagen kann.

Bezirksbefreiungen und Trophäen in WATCH_DOGS LEGION

Der Parkour aus Teil 2 entfällt dieses Mal leider, doch dafür hat man nun umso mehr Möglichkeiten, an die Missionen heranzugehen und das Spiel erinnert stark an die Studio-Kollegen. Effektiv sind die meisten Missionen Sandboxes, an die ihr herangehen könnt wie ihr möchtet, so lange ihr die Ziele erfüllt. Dabei spielt es prinzipiell keine Rolle, ob ihr wie Rambo durch den Haupteingang stolziert oder zunächst das Gebiet per Drone oder Spiderbot ausscoutet und euch danach vorsichtig einschleicht.

Anders als bei WATCH_DOGS 2 artet dies jedoch nicht in Redundanz aus. Ihr müsst öfter selbst Hand anlegen und könnt Missionen nicht mit Drone oder Bot allein abschließen. Zudem können Gegner eure mechanischen Gefährten recht schnell entdecken und ausschalten oder zerstören und durch die feindlichen Dronen, die in einigen der Basen patroullieren, wird der Schwierigkeitsgrad zusätzlich erhöht. Man ist nicht länger der ungesehene Geist, der alles per Fernsteuerung lösen kann und somit unantastbar ist, sondern nutzt die Geräte viel mehr zur Unterstützung. Das Balancing fühlt sich in dieser Beziehung besser an als im Vorgänger und man hat trotzdem eine befriedigende Stealth-Erfahrung.

(Nah-)Toderfahrungen

Als letztes möchte ich über das Perma-Death-System sprechen. Dieses könnt ihr zu Beginn des Spiels ein- oder ausschalten. Beides lohnt sich und bietet eine eigene Erfahrung.

Die Perma-Deaths erhöhen den Schwierigkeitsgrad etwas, da man schnell gute Charaktere verlieren kann und Ersatz für diese finden muss. Alles in Allem ist der Schwierigkeitsgrad jedoch etwas geringer als im Vorgänger und der Perma-Death Modus könnte als Ausgleich dazu betrachtet werden. Dadurch wird es tricky, wenn ihr nicht unbedingt mit dem am besten geeigneten Charakter an eine Mission herangeht und davon abgesehen steigert die Gewissheit, dass ein(e) Agent(in) jederzeit sterben kann, den Nervenkitzel, da es solche Mechaniken eben nicht in jedem Game gibt. Das gepaart mit dem Rekrutierungssystem macht das Spiel zu einer interessanten Erfahrung, die in manchen Beziehungen jedoch leichter als der Vorgänger ist.

Im ersten Playthrough spielte ich ohne Perma-Deaths, weil ich aus den Vorgängern mitnahm, dass man in WATCH_DOGS sehr schnell sterben kann und ich nicht riskieren wollte, jegliche coolen Charaktere jederzeit verlieren zu können. Es war eine angenehme Spielerfahrung und ich konnte mein Team liebgewinnnen, da es mich von Anfang bis Ende der Story begleitete. Meine Agent*innen konnten zwar nicht sterben, doch sie wurden ab und an verhaftet, ins Krankenhaus befördert oder auch entführt, wodurch Versagen bei Missionen dennoch Konsequenzen hatte.

Wie bereits erwähnt fühlt sich die Spielwelt somit dynamisch an, doch wenn man erst ein mal Ärzte, Polizeikontakte oder Anwälte im Team hat, sind die Konsequenzen des Scheiterns bei Missionen überschaubar bis kaum vorhanden, es sei denn, ein Charakter eignet sich besonders gut für eine Person und der Wechsel nach dessen “K.O.” erhöht den Schwierigkeitsgrad. WATCH_DOGS LEGION ist nicht sehr schwer, aber es ist besser ausbalanciert als sein Vorgänger und bietet insgesamt eine interessantere Spielerfahrung, egal ob man es mit oder ohne Perma-Deaths spielt.

Pro und Contra

Pro:

  • gewagte und gelungene Prämisse
  • Umkehrung von WATCH_DOGS II: stimmigere Story als im Vorgänger mit durchgängig düsterem Ton und Akzenten von Humor
  • hoher Replay-Wert wegen der Vielfalt an Charakteren und Perma-Death-Modus
  • auch auf der Standard PS4: schöne Graphik mit KORREKTEN Reflexionen und schönen Lichteffekten
  • Perma-Death Modus: erhöht Intensität, da Charaktere auf dem Spiel stehen
  • interessante Nebenmission und allgemein gutes Missiondesign

Contra:

  • aufgrund der Prämisse gibt’s keine wirkliche Charakterentwicklung
  • manche der durchaus interessanten Motive hätten in mehr Tiefe behandelt werden können und fühlen sich aufgrund Mangel an Tiefe eventuell aufgesetzt an
  • Gamplay-Erfahrung statt Story-Erfahrung: nichts für Fans von storylastigen Games wie “Horizon Zero Dawn” oder “The Last Of Us”

Wertung und abschließende Worte

WATCH_DOGS LEGION ist ein ambitioniertes Spiel mit einer gewagten Prämisse und meiner Meinung nach geht die Rechnung auf. Die Reihe bot immer schon interessante sandboxes und politische Themen und war somit eher eine Gameplay-Erfahrung. Dasselbe gilt für ihren neuesten Ableger. LEGION hebt die Reihe auf neue Höhen und vertieft die Gameplay-Möglichkeiten, sowie die Tiefe seiner Welt in ganz anderen Maßen als seine Vorgänger, bietet dabei aber keine bahnbrechende Story wie “Horizon” oder “The Last of Us”, aber das muss es auch nicht.

Ich wurde vom Spiel perfekt unterhalten und mochte meine Charaktere aufgrund der lebhaften Vertonung und der vielfältigen Interaktionen, obwohl sie wegen der Prämisse des Spiels keine wirkliche Entwicklung durchmachten. Dass die Spielbarkeit aller Charaktere auf Kosten der Charakterentwicklung und Story gehen würde, war von Beginn an klar, aber für mich was das Spiel dennoch in ziemlich jeder Hinsicht ein perfektes Sequel und es macht mich neugierig, wie die Reihe weitergehen könnte.

LEGION ist nicht perfekt, aber es es sehr ambitioniert und nutzt den Großteil dieses Potentials, daher gebe ich ihm neun von zehn Punkten. Ob es einem gefällt ist jedoch absolute Erwartungs- und Geschmackssache. Wenn man, wie ich, keine Ausnahme-Story erwartet, da dies aufgrund der Prämisse extrem schwer umzusetzen ist, dürfte man durchaus seinen Spaß mit dem Spiel haben. Ist man jedoch eher ein Fan cinematischer Spiele mit top-geschriebener Story, so ist man beim neuen WATCH_Dogs wahrscheinlich an der falschen Adresse. Es ist aber ein würdiger Abschied für die aktuelle Konsolengeneration und auch später auf der PS5 werde ich es noch spielen.

Daumen hoch. Bild von Mizter_X94 auf Pixabay

Vielen Dank für’s Lesen.

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Game Review #2: WATCH_DOGS LEGION – Next Gen or Last Gen?

Picture by https://unsplash.com/@markusspiske

What happened these past four years? Trump became president and will be out of office again, the Brasilian rainforests and Australia were burning and climate change became more and more obvious. Then, there were some humanitarian catastrophes and a global pandemic. The events in Ubisoft’s latest installment of the WATCH_DOGS series are similarly turbulent and the game describes some really dark and dystopic scenarios for the future.

In a near future, there is a terror attack in London, during which several public spaces are bombed and lots of civilists are killed. The organisation Zero Day, which is behind this attack, blames it on DedSec, the hacktivists known from the first two games and accordingly, they are brandmarked as terrorists while London is occupied by a security concern called Albion that doesn’t shy away from repression.

In this scenario, it is up to the players to fight back against the oppressive surveilance state and start a rebellion. For this purpose, you can recruit every character except for the antagonists, no matter if it’s the friendly spy from the neighbourhood, a hooligan or a beekeeper. In this review, you are going to see whether or not this daring premise works.

Dystopic Futures

To me, the atmosphere and premise have always been one of the greatest strengths of WATCH_DOGS. In a world, in which we are increasingly connected and in which there are more and more platforms for crime and repression, lots of dystopias like 1984 do not seem too far-fetched anymore. WATCH_DOGS makes use of this an presents scary scenarios in a modern setting. While the world is still functional and life still relatively normal, in the world of the series, there is lots of dark schemes in the underground and behind the closed doors of great concerns or of public institutions.

This cinematic trailer illustrates the series’ shift in atmosphere https://www.youtube.com/channel/UCn94pkcGwabIjQkB0knLWFw

The Identity Crisis is Over

While the first game focused on a rather dull revenge story, you could summarise the second game’s plot as ‘Hipsters fight evil hipster with a man bun and troll Sillicon Valley’. These bizarrely different approaches to really serious subjects could feel out of place to some extent. Especially, since part two was packaged in bright colours, the darker moments stuck out more and felt all the more disturbing but because of this ambivalence, the story of that game felt a little dry towards the end.

In WATCH_DOGS LEGION, this identity crisis comes to an end. It tells a dark story with some funny accents (literally because it is set in England) and feels more consistent than the overly serious story of part one and the almost ridiculous story of part two.

Horror Scenarios in a Credible World

Already at the beginning, the tone is much darker than in the first two games, as you try to save the Houses of Parliament from their impending detonation. This however fails and several public places are blown up and the playable characters and lots of civilians die in the process. London is burning. The tone is vastly different from WATCH_DOGS II and it feels like your actions have consequences but more on that later.

This game does not shy away from topics like the treatment of refugees or organ trade and goes a step further than its predecessors. In a stadium, far from the eyes of the public, refugees are held captive and used for research of computer chips that turn them into slaves. Especially if you consider the events in the camp of Moria and alleged forced sterilisations in the ICE-centres in the US, these ideas are disturbing.

WATCH_DOGS LEGION can be incredibly dark and confronts us with the reality we live in; similar things are already happening in the real world and we have to question how we treat fellow humans and how we use technology.

Immersive Setting and Gameplay

London in WATCH_DOGS LEGION (I took this screenshot on my PS4, hence the quality)

Also in its setting and gameplay, LEGION goes beyond the first two installments of the series. Like Chicago, London is a dark, atmospheric city with typically British weather. However, it is also a really diverse place and in comparison with Chicago and San Fransisco, the digital representation of London provides a perfect balance of atmosphere and diversity. While Chicago was atmospheric, grey and dull and San Fransisco vibrant, yet a little too bright and playful, London is both, atmospheric and rich in colour. Thus, it feels more vibrant and alive, which is also due to the lively society.

A Living Society

As in Assassin’s Creed Origins, characters have time schedules and leave their houses at certain times. Additionally, they have families and contacts. If you hurt someone’s loved ones, they are going to dislike DedSec and it is going to be more difficult to recruit them. This in combination with the possibility of meeting the playable NPCs again and this having an impact on the recruiting system makes WATCH_DOGS LEGION feel much more dynamic and alive.

In earlier games, it was already interesting to access the data of random people in the streets but in this one, this mechanic is put on an entirely new level and it affects the gameplay. When I punched a cop in the game, I met him again and he disliked me. After accidentally hitting an old man with a car, I felt guilty when I met him again. Because of these small details, it feels like everything you do has consequences and accordingly, the world seems more lively.

The Main Selling-Point: The Recruiting System

In this game, you can recruit everyone except for the main antagonists, hence every character in the world is a potential recruit and you are given countless possibilities to tackle this game.

There are different archetypes with diverse strengths and tools that can fit some missions better than others. For instance, it can be easier to infiltrate a construction site if you use a construction worker who can blend in with their environment.

The Character Choice System where you can switch characters and equip them. Here we have a street artist.

Anarchists are perfect for the players who want to tackle issues (or opponents) head first, as they can beat up opponents or use smoke bombs to distract them, while professional killers play like the protagonists of the first two games. Who wants to be stealthy and unseen, might want to keep their eyes open for drone experts who can scout the environment with their drones and thus access environmental hacks more easily than others. These are only a few archetypes and there are many more, like hypnotists or beekeepers with even more diverse move sets. This should give you an impression of how countless the possibilities in this game are.

To unlock such characters, you have to do missions, which are going to vary in their difficulty depending on how proficient your potential recruit is. If you want to recruit someone from Albion, one of the antagonistic forces in this game, you have to do more than if you just want to recruit some random person in the street. In that case, you study their daily schedule first and look for opportunities to unlock a mission. To do so you need to unlock the deep profiler first, which you can get by investing tech points.

Tech-Upgrades and Levelling

You receive the aforementioned tech points after missions or by collecting them in the environment. However, they’re mostly set in restricted areas and you often have to salve small riddles to get them.

There are various upgrades to unlock with these points and to become a better hacker. They involve non-lethal weapons like the stun gun from WATCH_DOGS II, a shotgun, automatic pistols and grenade launchers to counteract drones. Apart from that, you can use tech points to buy and improve different spider bots, which adds another level of depth to the gameplay. Spiderbots are the equivalent to the jumper in part two and they can receive various upgrades to make them more efficient in stealth.

The Tech System in WATCH_DOGS LEGION is an open skill tree

The same applies to drones. There are news drones that only serve as scouting devices. Then there are the more offensive Riot Drones and even Counter Terror Drones that are armed with automatic guns. You can hack learn how to hack them buy using tech points.

The tech system is not really a skill tree but it uses some elements similar to that. You always get to chose what you want to upgrade but some tools and weapons have different upgrade levels, which are similar to a skill tree. It is fun to improve your skills and the mixture of them and the recruiting system provide various possibilities to tackling the diverse challenges in this game. LEGION has some great replayability.

Present Day Assassin‘s Creed

WATCH_DOGS has always been some kind of present day AC in a modern setting. This is in part due to the Ubisoft formula and the stealth-heavy gameplay, however, this is enriched by some new facettes in this game.

The obligatory towers that you have to climb in order to unveil the map are not a thing in this game. You do liberation missions to free the different ends instead. These missions stick out, as they are different from others and some of them have some great designs. In one of them, you climb the tower of Big Ben with a spider bot, in another, you have to find a way through a pitch black abandoned power plant with a drone that is equipped with a flood light. This feels much more fresh than comparable tasks in previous Ubisoft titles and on top of that, you can unlock strong characters through these missions. Thus, it makes sense to play these missions, which does not necessarily apply to climbing countless of towers in AC games.

A District Liberation in London

The parkour from part two is no longer around but you have many more ways to approach missions instead. Effectively, most of the missions are sandboxes that you can tackle in any way you choose as long as you achieve the goals. It does not really matter if you go in guns blazing or scout the area with a drone or a spiderbot and sneak in after. This is up to your preference.

Unlike in WATCH_DOGS 2 , you have to do things yourself more often and you cannot just use drones or bots exclusively. Additionally, your opponents can shut down your tech more easily and there are enemy drones patrolling most bases, which also increases the difficulty. You are no longer an unseen ghost who just does everything by remote control but these tools complement your stealth rather than replacing it. This feels more balanced than in part two and still offers a rewarding stealth experience.

(Near) Death Experiences

Finally, I want to talk about the perma death system, which you can switch on or off at the beginning of the game. Both options are worth a try, as they give you a nice experience.

If you activate perma deaths, the difficulty increases a little, as it is easy to lose good characters quite quickly. Additionally, you are going to have to replace them. All things considered, the difficulty is lower than in the previous games and it feels a little like this mode was added to counteract that.

If you don’t use the character who is best suited for a mission, things can get tricky. Apart from that, the fact that your characters can die at any time, increases the thrill, as this is not a thing in most games. This paired with the recruiting system makes for an interesting experience but it is a little bit easier than its precursors.

During my first playthrough, I disabled perma deaths because I knew that you can die quite quickly in WATCH_DOGS games and I could not be bothered to risk the deaths of any cool characters at any times. It was a pleasant experience and I got to like my cast of characters, as I progressed through the story with them. My agents couldn’t die but they were taken into custody, taken to the hospital or kidnapped from time to time, so failures still had some consequences.

This makes things more dynamic but it becomes somewhat redundant at a certain point. Once you have recruited people with police contacts or doctors, you barely have to wait until a character can be played again, so the consequences in this mode are not nearly as high as in perma death mode. However, if your perfect fit for a mission goes down, that mission can become tricky, nonetheless, as you have to improvise.

WATCH_DOGS LEGION isn’t particularly difficult but is feels more well-balanced than its precursors and offers a more interesting experience, regardless of perma death.

Pro and Con

Pro:

  • daring and well-executed premise
  • reversal of WATCH_DOGS II: more consistent story, dark tone, accents of humour
  • high replayability due to the different possibilities, characters and perma death mode
  • even on standard PS 4: great graphics with correct reflections and nice lighting effects
  • perma death mode: adds intensity
  • interesting side missions and good mission design for the biggest part

Con:

  • due to premise: no character devoplment
  • themes are interesting but could have been in more depth
  • gameplay experience rather than a story experience; nothing for fans of Horizon: Zero Dawn or The Last Of Us

Evaluation and Closing Thoughts

WATCH_DOGS LEGION is an ambitious project and in my opinion, it works. Series has always offered interesting sandboxes and political themes but likewise, it was more of a gameplay experience. This also goes for LEGION. It sets the series on a new level and adds more depth to every facet of the gameplay and its setting, however the story is nothing out of this world. Then again, it doesn’t have to.

I was well entertained by the game and really grew to like my characters because of their lively synchronisation and diverse interactions, despite them showing no development throughout the game, which was due to the game’s premise. It was always clear to me that the premise could make for a great game but that it would be tricky regarding the story but in all other respects, it is a perfect sequel to me and I am curious to see how the series is going to continue in its evolution.

LEGION is not perfect but it is really ambitious and uses most of its potential, hence I give it a 9/10. Whether or not you’re going to enjoy it, depends on your expectations though. If you don’t expect an exceptional story, since this is hard to do with a premise like this, you might have some great times with this game. However, if you are a fan of cineastic games with a great story, this game probably isn’t for you. I think that it’s a worthy send-off for the old generation of consoles and I’m most likely going to revisit it on PS 5 some time.

All in all thumbs up. Picture by Mizter_X94 on Pixabay

Thanks for reading.

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Music Review #7: Vanguard ‘Rage Of Deliverance’

After a short delay, Vanguard finally dropped their debut EP ‘Rage of Deliverance’ yesterday on 6th November. On this release, the Texan quartet plays some seriously heavy hardcore while simultaneously taking a stand for veganism and social justice over all. If you ever needed a heavy vegan band that channels your anger about human hypocrisy and cruelty or if you are just a sucker for great hardcore, Vanguard might be a perfect fit for you.

Uncompromising Hardcore with a Strong Message

‘Rage Of Deliverance’ spans over six songs and is only a couple seconds short of 19 minutes. It begins with a narrator referencing Shakespeare’s ‘King Lear’ and perfectly sets the tone for the rest of this record.

The narration emphasises our lack and need of empathy for other species and highlights how non-human animals suffer the same as us: ‘I discovered that when we suffer, we suffer as equals and in their capacity to suffer, a dog is a pig, is a bear, is a boy’. With this, the instrumentals kick off and you are instantly absorbed into this EP. Because of the great immersion and strong atmosphere, the instrumentation on this track seems all the more heavy and the message conveyed by the lyrics hits even harder.

The point that the band wants to get across with this song is ‘That no being is deserving of this suffering’. We subject other animals to immense suffering for our own benefit despite having the means to not do so any more. That makes our abuse of other species even more cruel, since it is just unnecessary at this point. Our lack of empathy and inaction perpetuates their suffering. This is a theme of several of the band’s songs and a great introduction to this record.

The Music Video of ‘To Suffer’

‘Defeatist’ is a fast hardcore track, in which mid tempo beats and slower sections with breakdowns take turns with each other. It elaborates on the themes in the opening track but varies more in its pace. The changes of pace make this a perfect live track and make you crave to go to shows again.

The third song ‘Detach’ was already released as a single but it is still fun to this day. ‘Detach’ starts slowly with a melodic intro, which is followed by a beat hitting like a sack of bricks. Again, heaviness is coupled with nice, hard hitting tempo changes that make this song feel even heavier. This track revolves around the exploitation of non-human animals by humans and serves as an appeal to detach from this system and mindset of cruelty: ‘Detach from humanity’s inhuman nature, a culture built upon the backs of other creatures’. These lines are perfect for singalongs and ‘Detach’ is another perfect song for a live setting, as it has everything that a great hardcore track needs.

The Music Video of ‘Detach’

‘Living Grave’ adds some melodic elements to the heavy hardcore formula and has some nice tempo changes in it. This one kicks off as a fast HC tune before slowing things down gradually and turning heavier. As in its precursor, there are some great singalong passages, which make this song all the more melodic but heavy nonetheless. Lyrically, it illustrates the perversity of animal-based products. If you eat animals, you stuff yourself with the pieces of corpses and become a ‘living grave’ and ‘turn your fucking stomach into a tomb’. Animals are not objects or ‘just products’ to be consumed but living things that are exploited and killed for human consumption and this track deconstructs the euphemisms surrounding ‘animal products’ in a great way.

The chorus in ‘Under No Pretext’ reminds me a little of Stick To Your Guns. This is another fast-paced, heavy-hitting hardcore song with even more melodic elements than the preceding songs. This matches its politically-charged lyrics perfectly, as the band promotes unity of the left and speaks up for the fight against fascism. Despite this being a really important and serious topic, the tone of this song is positive and the chorus is really melodic and upbeat. On a sidenote: that Marx reference in the title adds a layer of depth that lacks in the music of most hardcore bands.

What sets off as a slow song with panicky riffs, accelerates into mid tempo, only to slow down again and hit harder. ‘Ascendant’ is yet another dynamic track with melodic elements and Vanguard pull it off. Apart from that, it is a great animal liberation hymn, in which the band expresses their activism: ‘Smash every cage, cut every fucking fence’.

The record closes as it began, with narration: ‘Justice must be blind to race, colour, religion or species. If she is not blind, she will be weapon of terror’. This is a great message and Vanguard highlight that veganism is a logical extension and part of social justice. That being said, end racism, sexism, speciesism and bigotry of any form!

Conclusion and Rating

‘Rage of Deliverance’ is a great, hard-hitting hardcore EP that maintains its heaviness despite its melodic elements. Due to the dynamics and the narration in some of the tracks, the songs do not seem samey or blunt, which makes this stand out from the masses of less inspired hardcore bands.

On top of that, the lyrical content is more in-depth than that of most bands, as Vanguard explore the nuances of veganism and give it a great representation in the process. Their message is uncompromising and packaged in heavy music that complements it nicely and that makes for a great combination.

This is at least a 9/10 for me. Musically and lyrically, this record is on point and honestly, the only qualms I have with it are that it is not an LP and that it makes me want to see the band live very badly. If you are a fan of heavier hardcore, definitely check out this EP, especially if you are itching for a great vegan band outside of youth crews. That being said, go vegan!

As always, thanks for reading

-sovlpvnk.

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