Interview #5: Papertones (deutsche Version)

1. Könnt ihr zunächst euch und eure Rollen in der Band kurz vorstellen und erzählen, wie ihr zusammengefunden habt?

Tim: Mein Name ist Tim. Ich bin Rhythmus-Gitarrist in der Band, spiele Akkustik-Gitarre, bin aber auch der Sänger.

Flo: Ich bin der Flo, der Drummer und Percussionist. Ich spiele auch öfter Cajón, wenn wir in Kneipen oder so spielen.

Nico: Ich bin Nico und spiele E-Gitarre und was sagt man noch so? Ich bin 27 Jahre alt. Hab die 27 geschafft!

Jessie: Ich bin Jessie und spiele Bass. Ansonsten habe ich bei mir zuhause auch das Equipment für die Aufnahmen. Wenn wir etwas aufnehmen, bin ich immer dabei und sitze am Laptop, um die Jungs aufzunehmen. Danach kümmere ich mich auch immer noch um Mix und Mastering.

Tim: Dazu, wie wir uns gefunden haben: Ursprünglich hatte ich das Projekt als Singer und Songwriter gestartet und war solo unterwegs. Ich spielte viel in Kneipen, wobei die größeren Auftritte noch eher fernblieben. Früher nahm ich meine Songs auch schon immer mal wieder bei Jessie auf. Wir studierten auch zusammen. Daher kamen wir in Kontakt. Weil er dabei immer viele Ideen mit einbrachte, fragte ich ihn, ob er mich begleiten will und wir machten erstmal zu zweit unter meinem Namen Tim Toenges Musik.

Jessie kannte aber auch Nico, weil die beiden zuvor zusammen Musik gemacht hatten, in einer Metal-Band namens “Cinna”. Daher fragten wir Nico, weil wir einen Leadgitarristen brauchten und nahmen ihn mit ins Boot. Er zauberte noch coole neue Melodien dazu und bereicherte damit den Sound weiter.

Irgendwann waren wir beim Flying Grass Carpet in Tier. Das ist eine Veranstaltung, wo ein großer Rasenteppich ausgelegt wird. Dort traten wir auf und Flo war auch da, weil er damals noch mit einer anderen Gruppierung auftrat. Dabei kamen wir ins Gespräch, wobei sich herausstellte, dass Flo auch noch eine Band sucht. Wir wollten gerne einen Drummer, um die Band zu vervollständigen und Flo hatte Lust, also stoß er dazu. Das war eine unglaubliche Bereicherung, wegen dem Rhythmus, der dazu kam und machte noch viel mehr Spaß zu spielen. Flo kann auch echt gut jammen und kam ziemlich schnell da rein, also sagten wir auch direkt nach dem ersten Treffen: “Flo, du bist dabei”, was echt cool war.

Dann waren wir vollständig und ein neuer Name musste her. Das war ein Kraftakt. Man denkt: “Ein Bandname geht doch, das ist einfach”, aber wir haben viel Zeit gebraucht und herumexperimentiert. Irgendwann saßen wir in einer Kneipe und dachten über Bandnamen nach. Dann lag auf dem Tisch zerknülltes Papier und zwei weitere Freunde bastelten Origami, also dachten wir, wir nennen uns “Papertowns”. Den Namen gab es aber schon. Daher wandelten wir das ab und fanden, dass “Papertones” auch ein cooler Name wäre, weil er einerseits zu dem Abend passt und andererseits widerspiegelt, wie Töne, die auf einem Blatt Papier stehen, zu etwas geformt werden.

2. Welche Art von Musik spielt ihr und gibt es musikalische Einflüsse, die für euch besonders prägend waren?

Tim: Nico!

Nico: Wir kommen tatsächlich alle aus dem Post-Hardcore und Emo-Bereich. Viele haben das früher gehört, vor allem auch Jessie und ich. Jetzt sind wir etwas gediegener und haben uns auf Indie Rock geeinigt. Ich glaube, das trifft es am besten, wobei Genrekategorien mittlerweile eh alle verschwimmen.

Als wir uns darüber unterhielten, war Jessie stark bei “Sam Fender”, Flo bei “Pink Floyd”, wenn ich mich richtig erinnere, “Cage The Elephant”, “Ben Howard”, solche Singer-Songwriter, das sind glaube ich die größten Einflüsse. Auch etwas “Alt-J”. Ich fand es aber auch nicht so einfach, die Einflüsse alle zu benennen, weil von Post-Hardcore bis Indie alles dabei ist und zusammenfließt.

Tim: Genau, deswegen sagen wir auch weiterhin, dass es Indie Rock ist, weil wir es auch nicht hundertprozentig definieren können. Es ist schon ein bisschen individueller, würde ich sagen, nicht so der klassische Indie Rock oder Indie Pop, den man so kennt, aber schon etwas in dieser Richtung.

Ich finde, es klingt teilweise auch etwas nach Folk. Herunterzubrechen, was genau es ist, ist wahrscheinlich auch schwer und im Endeffekt ist es Musik, aber ich finde Indie Rock passt da auch als Bezeichnung.

Tim: Genau, wenn wir jemanden anschreiben, sagen wir auch, dass wir eine Mischung aus Folk und Indie Rock spielen mit Singer-Songwriter-Elementen. Oder anders herum Singer-Songwriter mit Folk und Indie Rock Elementen.

Nico: Der Folk-Aspekt kommt glaube ich auch durch die Akkustik-Gitarre zu Stande, weil die bei vielen Indie Rock Bands zunehmend wegfällt. Ich glaube, das gibt dem Ganzen noch mal etwas Geerdetes.

Jessie: Der Hintergrund mit Cinna ist wichtig, weil ich auch aus der Metal-Szene komme. Nebenbei kam aber auch immer ganz viel Pop-Punk dazu, über “Green Day”, “Sum 41” und “Blink 182”, aber auch Emo war bei mir ganz groß. Ich glaube, man hört das auch in meinen Liedern, weil die immer etwas aufgebauscht klingen. Das ist dann auch immer die Kritik, wenn ich etwas einbringe, dass das dann zu viel nach einem Musical klingt und wir das etwas zurückschrauben müssen.

In letzter Zeit kommt bei mir ganz viel rhythmus-getriebender Indie-Pop dazu, wo die Melodie im Vordergrund steht und eine melancholische gute Laune mitschwingt. Neben “Sam Fender” sind auch “Kraftclub” oder “Von Wegen Lisbeth” für mich aktuell ganz große Einflüsse.

3. Ursprünglich startete das Ganze als Tims Solo-Projekt als Singer und Songwriter. Inwieweit hat sich durch eure Entwicklung zu einer Band das Songwriting verändert? Ist Tim weiterhin die treibende Kraft oder tragt ihr eure Ideen dynamisch zusammen?

Tim: Ich würde das als kreativen Prozess beschreiben. Jeder kann Ideen einbringen. Anfangs spielten wir meine Songs, dann kamen aber instrumentale Einflüsse der anderen dazu, weil sie Instrumente spielen können, die ich nicht beherrsche und auch Ideen haben, die sie einbringen können.

Wer Ideen hat, kann sie einbringen und umsetzen. Ich schreibe gerne noch die Songtexte und arbeite eigentlich permanent daran. Die anderen arbeiten auch immer an Ideen und bringen diese mit ein. Dann arbeiten wir gemeinsam daran und bauen sie aus. Wir möchten zukünftig mehr in der Gruppe an Songs schreiben und haben uns auch verabredet, um nicht nur zu proben, sondern auch gemeinsam an Songs zu arbeiten.

Nico: Ich glaube, das meiste wurde schon gesagt, aber wir experimentieren auch mit Sounds und Stilwechseln. Es war spannend, zu sehen, wo Lücken bestehen, die man auffüllen kann, wo Jessie, der Bass spielt, zum Beispiel auch Raum hat, um zu spielen. Dass wir einander auch die Bälle zuspielen und das miteinander schreiben können, belebt den Prozess ein wenig und das läuft bisher glaube ich auch sehr gut. Ich bin auch gespannt, wie das noch weitergeht und was noch kommt.

Tim: Genau, es ist auch niemand begrenzt oder so, sondern sagen wir: “Hey, du kennst dich mit deinem Instrument am besten aus, spiel du doch vielleicht was dazu. Das ist ungefähr der Prozess.

Jessie: Ich finde die Frage aktuell ganz spannend, weil wir vier da in einem Prozess stecken und sich das alles entwickelt. Anfangs arrangierten wir, wie gesagt, Tims Lieder um, um sie als Band spielen zu können. Wir möchten uns jetzt mir dahin entwickeln, dass wir die Ideen in den Raum werfen und die gemeinsam besprechen, um zusammen etwas daraus zu machen.

Es kann sich also jeder einbringen.

Jessie: Genau. Man merkt schon, dass Tim die Stimme ist. Wir schreiben die Lieder so, dass sie zu ihm passen. Das ist schon wichtig. Und weil er sie auch auf der Akkustik-Gitarre spielt und singt, bringt er immer seinen Einfluss mit rein, was positiv ist. Aber wenn man eine Idee einbringt, weiß man, dass sie sich verändern wird.

Das Cover zu “Blueprint” von Papertones. Designt von: https://www.instagram.com/lucifer_sisters/

4. War der Aufnahmeprozess für die EP eine besondere Herausforderung im Vergleich zu den einzelnen Tracks, die ihr bisher veröffentlicht habt? Und spielte die komplettierte Bandbesetzung dabei eine Rolle oder machte das beides für euch keinen Unterschied?  

Tim: Also ich kann dazu auf jeden Fall sagen, dass ich demnächst mal wieder Lust habe, eine Single zu machen (lacht). Die EP war schon eine Herausforderung, obwohl es nur fünf Songs waren. Das war für uns etwas Neues, gerade auch in der Hinsicht, dass die Lieder auf einer EP auch zusammenpassen müssen und alle einen ähnlichen Sound haben. Das war alles ziemlich schwierig für uns. Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben mit den Aufnahmen und sehr viel Kraft und Zeit investiert. Wir sind sehr zufrieden damit, was wir geschaffen haben, aber es war gleichzeitig auch sehr schwierig, das so hinzubekommen.

Nico: Jessie hat die Regie betrieben und die Aufnahmen geleitet, das Konzept dahinter und auch den Rahmen entworfen. Er entschied, welche Instrumente wir in welchem Song benutzten und so weiter. Der Aufnahmeprozess war eine spannende Erfahrung, die lange dauerte und viel Kraft kostete, aber auch gut und lehrreich. Es war, als würde man langsam eine Skulptur aufbauen.

Tim: Ja, ich glaube, wenn wir es noch mal machen würden, wüssten wir jetzt auch viel eher, was wir wollen. Dazu gehörte viele Experimentation. Wir hatten noch nicht wirklich einen konkreten Plan, als wir daran gingen, konnten uns durch die EP aber noch mehr finden.

Jessie: Wir hatten vorher bereits mehrere Songs auf YouTube und Soundcloud veröffentlicht. Die waren insofern einfacher, dass wir sie eigenständig aufnehmen und veröffentlichen konnten. Wir konnten alle unsere Ideen einfach darin verarbeiten. Bei “Distance Is Calling” gab es zum Beispiel einen Klavier-Part, einmal war auch eine Freundin dabei oder es war etwas Percussion dabei.

Jetzt mit der EP wollten wir einen Standard schaffen für das, was wir machen möchten und das, was die Leute erwarten können, wenn sie uns live sehen. Für mich war es eine Herausforderung, das Mittelmaß zu finden zwischen Dingen, wie wir sie ganz grob einzeln spielen und den musikalischen Möglichkeiten, die man am Computer noch miteinfügen kann, so dass es dann nicht zu viel ist. Deshalb war die EP mit fünf Liedern, die stimmig klingen sollen, etwas schwieriger. Dazu kommt, dass wir persönlich in der Zeit alle in einem Umbruch waren und wir uns dadurch seltener treffen konnten. Gerade mit Tim mussten wir die meiste Zeit verbringen, weil er Gitarre spielt und singt, sprich von unseren fünf Rollen in der Band zwei übernimmt. Das war dann besonders zeitintensiv.

Für mich war es auch das erste Mal, dass ich etwas ganzheitlich aufnehmen wollte. Davor waren es immer nur einzelne Aufnahmen. Für “Cinna” hatten wir das auch so gehandhabt und mit der Band hatten wir auch eine EP veröffentlicht, aber da war die Wichtigkeit eine andere und jetzt hatten wir einen ganz anderen Schwerpunkt.

Tim: Flo, willst du auch noch was dazu sagen?

Flo: Mir fällt dazu nicht so viel ein. Die meisten Songs waren schon mit Drums bespielt, aber ich hatte mit Jessie ein Paar Tage, an denen ich die dann überarbeitete, damit sie so klingen, wie ich sie spielen würde. Das war auch eine schöne Erfahrung, gerade weil wir die Drums auch nicht elektronisch oder mit Mikrofronen aufgenommen hatten, sondern die einprogrammiert hatten. Daher war es für mich interessant zu sehen, wie laut ich welche Töne spiele, weil ich live gar nicht so sehr darauf achte. Es war aber auf jeden Fall eine Erfahrung, die mich weiterbrachte.

Jessie: Bei der Aufnahme lernt jeder einzelne auch noch mal sein Instrument näher kennen und das ist echt spannend. Flo musste teilweise auch lernen, wie man damit umgeht, weil er das vorher noch nicht gemacht hatte, also mussten wir uns da erst einmal einarbeiten, obwohl er sehr gut Schlagzeug spielen kann.

5. “Blueprint” hat ein maritimes Leitmotiv, sowohl was das Cover angeht, als auch bezüglich der Songs, beispielsweise “Ocean” – hattet ihr beim Schaffensprozess von vornherein eine Vision, ergab sich das durch das Feeling der Songs oder wie kam es zu dem Strand-Feeling?

Tim: Ich glaube, in der Hinsicht schauten wir hauptsächlich, dass die Songs zusammenpassen. Was meinem Songwriting und dem, was wir alle in gewisser Weise inne haben, geschuldet ist, ist auch das Maritime. Beim Songwriting war das schon stark vorhanden, aber auch die Sehnsucht, die damit verbunden ist. Dann dachten wir darüber nach, was die Songs miteinander vereint und merkten, dass es das Blueprint, der Blaudruck ist, der in allen Songs drinsteckt und die Sehnsucht nach der See verkörpert oder mit der See etwas versucht, auszudrücken.

Nico: Ich finde, das passt aber auch gut, weil der Blueprint auch die Grundlage für große Gebäude ist. Ich glaube auch, wir hatten uns darüber unterhalten und festgestellt, dass dieser Blueprint doppeldeutig ist. Einerseits blue, wie das Wasser, aber auch dieser Print-Aspekt: “Wir bauen jetzt ein Fundament für das, was wir machen wollen und worauf wir Bock haben. Darum zeichnen wir einfach mal einen Blueprint, um zu schauen, was wir können und was wir wollen”.

Tim: Und es passte auch gut zu unserem Namen. Dass wir dieses Schema dann auch noch da drin haben, passte dann perfekt, gerade zur ersten EP, um durch das Motiv aus dem Namen dann ein gewisses Image für uns aufzubauen, ein Bild, das man von uns hat und wohin es mit uns gehen soll.

Zum einen spiegelt es wider, wie ihr and den Writing-Prozess gegangen seid und versucht habt, das über die EP hinweg passend zu machen, zum anderen durch den Titel die Parallele zum Bandnamen zu schaffen, aber gleichzeitig zu verdeutlichen, dass die EP formierend ist, für das, was jetzt noch kommt.  

Tim: Das könnte man so zusammenfassen.

Jessie: Es war auch nicht so als hätten wir die Songs für die EP geschrieben, sondern eher anders herum, sprich: wir hatten eine größere Auswahl an Songs. Nachdem wir die Songs zusammengestellt hatten, ergab sich auch das Logo, das ja auch richtig schon geworden ist und das spielte dann auch mit herein. So hat sich eins und eins einfach zusammengefügt ohne, dass wir es steuern mussten. Es war einfach da und wir fügten es zusammen.

6. An die einzelnen Bandmitglieder: Gibt es auf der EP einen Song, auf den ihr besonders stolz seid und könntet ihr erklären, warum?

Nico: Ich mache einfach mal den Anfang. Ich mag “Goodvibes” am allerliebsten, weil der ein bisschen was von allem hat und die Emo- und Post-Hardcore-Vibes noch etwas da herauskommen. Er fängt etwas gediegen an mit Melodien und einem schönen Text und auf einmal wird er groß und laut. Dann kommt der schöne Instrumental-Part nach dem Chorus, in dem die unterschiedlichen Melodien gegeneinander laufen. Die Solo-Melodie am Ende mag ich auch und dann öffnet sich der Song noch mal und wir werden alle so richtig laut. Ich finde, das Lied fasst uns thematisch und musikalisch gut zusammen.

Tim: Ich finde alle Songs sehr cool und bin sehr stolz darauf. Aber was noch in “Ocean” steckt, ist, dass wir den alle zusammen fertiggestellt haben. Da haben wir glaube ich am meisten zusammengearbeitet. Den Sound mag ich auch, wie bei allen Songs, aber mit dem Lied ist noch mal ein Gefühl verknüpft und deswegen bin ich besonders stolz darauf.

Flo: Mir geht es mit “Ocean” genau so. Ich habe einfach ein cooles Gefühl, wenn wir den spielen und denke, dass wir da gemeinsam was Cooles erreicht haben. Ich finde den Song echt cool und spiele ihn total gerne. Er gibt mir ein sehr schönes Gefühl und wenn es um meinen Lieblingssong geht, gehe ich sehr stark danach. Es fällt mir etwas schwer, das zu rationalisieren, aber den Song mag ich schon am meisten.

Nico: Bei “Ocean” gibt es auch diese tolle Bridge, auf die wir immer Bock haben, auch wenn wir live spielen. Da gibt es diesen geilen Moment, dieses “Shalala” im Chor. Das macht einfach Spaß, weil es so mitnimmt.

Tim: Das wird dann am Ende auch so herauskrakelt, dass man es schon ein bisschen im Hals spürt. – Nico (lacht): Genau, dat fühlen wir alle.

Ich mochte “Ocean” am meisten, aber auch “Colours” und “The Coast”, weil ich damit dieses Reisegefühl verbinde und das Gefühl hatte, dass dieser konzeptionelle Aspekt und das Durchdachte darin gut herauskommen.

Tim: Das war nicht durchdacht, aber es passt wirklich gut zusammen. Im Interview kannst du dann sagen, dass es konzeptionell war (alle lachen).

Dann ist es ja alles umso besser zusammengekommen.

Jessie: Es gibt für mich zwei Seiten. Ich hab die Instrumentals zu “Ocean” geschrieben und finde die Geschichte dahinter ganz schön. Ich hatte Probleme damit, Texte zu schreiben und haute daher Tim an. Der schickte mir einen Text ohne Melodie, Akkorde und alles und ich schrieb die Musik dazu. Danach sagte er mir, dass das genau war, was er sich vorgestellt hatte. Auch die Melodie im Refrain war ähnlich zu der, die er in seinem Kopf hatte und darauf bin ich schon stolz.

Wenn es um den Sound geht, fand ich “Alive” noch richtig gut, weil ich den letzten Refrain richtig mag. Ich liebe es total, wenn die Melodie am Ende den Gesang übernimmt und im Hintergrund die Stimme trotzdem noch in einem Chant weiterläuft, so dass da ein Kanon entsteht. Darauf bin ich glaube ich am stolzesten, weil das so gut zusammenkam und der Sound darin mit am stimmigsten klingt.

7. Gibt es bisher einen persönlichen Meilenstein oder ein Erlebnis, das euch viel bedeutet und stolz macht?

Tim: Das wären auf jeden Fall die letzten Gigs, weil die super liefen. Gerade das “Bühne 1”-Konzert hat Spaß gemacht. Das hatte einen guten Sound, die Leute hatten Spaß und machten mit. Was ein weiterer Meilenstein sein wird, ist, dass wir auch bald auf zwei Festivals spielen können werden. Das teasen wir dann auch noch an.

Nico: Die EP ist aber auch ein großer Meilenstein. Als ich gerade darüber noch mal nachgedacht habe, fiel mir auch der erste Gig, den wir mit Flo gespielt haben, ein. Der war wirklich glorreich. Da war die gesamte Kneipe voll und es gab keinen Platz mehr. Das war schon ein geiles Gefühl.

Tim: Das stimmt. Wir hatten auch nur zwei, drei Mal davor geprobt. Daher war es auch erstaunlich, dass das so gut klappte.

Flo: Der erste Gig, den wir zusammen hatten, war wirklich grandios. Ich hatte sogar das Gefühl, dass der zweite und dritte etwas weniger gut liefen, was das Musikalische betrifft, aber bei diesem ersten Auftritt lief das echt gut.
Ich bin aber auch schon stolz auf die Sachen, die jetzt noch anstehen, auch auf die Festivals. Das wird eine richtig coole Erfahrung und ich bin jetzt schon wirklich stolz darauf, dass wir die Chance dazu haben.

Glückwunsch dazu.

Jessie: Ein Meilenstein ist natürlich die EP, dass das alles so gut funktionierte und zusammenkam. Das kann ich auch vorzeigen und sagen: “Das habe ich aufgenommen.” Ansonsten ist für mich auch das Logo-Design, das bald kommen wird. Es wird auch immer größer und wir werden engagiert. Es ist nicht mehr nur Musikmachen mit ein paar Dudes, wo man auf Hobby-Basis Zeit im Proberaum verbringt.

Das klingt echt gut. Und ihr wart schon im Ausland, in Frankreich auf einem Festival.

Jessie: International bekannt (lacht). Ich finde es auch cool auf Spotify zu sehen, woher die Leute kommen, die deine Musik hören. Tatsächlich sind das auch Leute aus der ganzen Welt, aus den Staaten, Griechenland, Marokko. Ich weiß nicht, wie es dazu kommt, aber es ist schon schön zu sehen.

8. Welche Wünsche und Ziele habt ihr für die Zukunft?

Flo: Als wir darüber sprachen, hatten wir auch überlegt, irgendwelche konkreten Ziele zu benennen, aber ich bin eher ein Typ, der lieber bestimmte Werte vertritt und finde es wichtig, dass wir weiterhin Spaß an der Sache haben und das nicht verloren geht, aber auch, dass wir uns weiter entfalten und unser Ding machen können und nicht von unserem Weg abkommen. Das finde ich wichtig und ich wünsche uns allen, dass wir weiterhin Spaß daran haben und das weiterhin eine bereichernde Erfahrung bleibt.

Tim: Und, dass wir weiterhin Spaß an der Musik haben, gut zusammenarbeiten und viel Neues, Kreatives zusammen schaffen. Wenn ich ein konkretes Ziel benennen müsste, würde ich sagen so was wie Rock Am Ring oder Hurricane, Southside oder so, sowas wäre schon richtig geil.

Nico: Das war mein Text! (Lacht) Aber ja, da kann ich mich nur anschließen. Natürlich will ich auch Spaß haben, aber Rock am Ring wäre schon ein Traum, einfach mal auf einer großen Festival-Bühne zu stehen. Vor allem, wenn alle mitsingen und es fühlen.

Flo: Eine schöne Vision haben wir da.

Jessie: Ein Ziel ist es auch, weitere Auftritte zu bekommen und in der Szene bekannter zu werden. Langfristig ist eine Sache, auf die ich mich richtig freue, vor einem Publikum zu stehen, das meine Lieder mitsingen kann, wo die Instrumente auch mal stoppen und die Leute den Text mitsingen können.

9. Gibt es noch etwas, das ihr euren Followern sagen möchtet?

Tim: Es werden nach und nach noch einige neue Songs herauskommen, die wir jetzt recorden wollen. Wir möchten auch mal wieder ein neues Musikvideo drehen und zu einer Single herausbringen. Wir haben Bock, sind motiviert und werden weiterhin Konzerte spielen. Das wird irgendwie auch immer mehr und immer größer und ist mega cool.

Mehr zu “Papertones” findet ihr auf Spotify, Instagram und Youtube:

“Papertones” auf Spotify: https://open.spotify.com/artist/16jY1DWAI6K02ZU2ZzctMf

“Papertones” auf Instagram: https://www.instagram.com/papertones_band/?hl=de

“Papertones” auf Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCrRbMEfgj2TtqDCjxa_Rk2Q

Interview #5: Papertones (English version)

1. First of all, can you briefly introduce yourselves and your roles in the band and tell us how you came together?

Tim: My name is Tim. I’m the rhythm guitarist in the band, apart from that, I also play acoustic guitar and I’m the singer.


Flo: I am Flo, the drummer and percussionist. I also play the cajón quite often when we play in pubs or something.


Nico: I’m Nico and I play electric guitar and what else is there to say? I am 27 years old. I’ve made it to 27!


Jessie: I’m Jessie and I play bass. Apart from that, I also have the recording equipment at my place. When we record something, I’m always there and sit at the laptop to record the guys. Afterwards, I always take care of the mixing and mastering.


Tim: About how we found each other:

Originally, I started the project as a singer and songwriter and was on the road solo. I played a lot in pubs, but the bigger gigs still tended to stay away. I used to record my songs with Jessie from time to time. We also studied together. That’s how we got in touch. Because he always brought a lot of ideas to the table, I asked him if he wanted to accompany me and for the time being the two of us made music under my name Tim Toenges.


Jessie also knew Nico, because the two of them had played music together before, in a metal band called Cinna. So we asked Nico because we needed a lead guitarist and took him on board. He added some cool new melodies and enriched the sound even more.


At some point we were at the Flying Grass Carpet in Tier. This is an event where a big grass carpet is laid out. We performed there and Flo was also there because he was still performing with another group at that time. We got to talking and it turned out that Flo was also looking for a band. We wanted a drummer to complete the lineup and Flo wanted to join, so he did. He made for an incredible addition because of the rhythm that came with his drumming and made it a lot more fun to play. Flo is also really good at jamming and got into it pretty quickly, so right after the first meeting, we said “Flo, you’re in”, which was really cool.


Then we were complete and we had to find a new name. That was a tour de force. You may think: “You can find a band name easily”, but it took us a lot of time and experimentation. At some point, we sat in a pub and thought about band names. Then there was crumpled paper on the table and two other friends were sitting there making origami, so we thought we’d call ourselves Papertowns. The name was already taken, so we changed it and thought that Papertones would also be a cool name because on the one hand, it fits the evening and on the other hand it reflects how sounds that are on a piece of paper are formed into something.

2. What kind of music do you play and are there any musical influences that have been particularly formative for you?
Tim: Nico!


Nico: We actually all come from post-hardcore and emo backgrounds. A lot of people used to listen to that, especially Jessie and me. Now we’re a bit more mature and have settled on indie rock. I think that sums it up best, although genre categories are all blurring these days anyway.


When we talked about it, Jessie was heavily into Sam Fender, Flo into Pink Floyd if I remember correctly, Cage The Elephant, Ben Howard, and singer-songwriters like that, I think those are the biggest influences. Also a bit of Alt-J. But I didn’t find it so easy to name all the influences, because everything from post-hardcore to indie is in there and flows together.


Tim: Exactly, that’s why we still say that it’s indie rock, because we can’t pin it down exactly. It is a bit more individual, I would say, not the classic indie rock or indie pop that you know, but something in that direction.


I think it also sounds a bit like folk in parts. It’s probably hard to break down what exactly it is, and in the end it’s music, but I think Indie Rock fits as a description.


Tim: Exactly, if we contact someone, we also say that we play a mixture of folk and indie rock with singer-songwriter elements. Or the other way around singer-songwriter with folk and indie rock elements.


Nico: I think the folk aspect also comes from the acoustic guitar, because that is increasingly being dropped in many indie rock bands. I think that gives the whole thing something more grounded.


Jessie: The background with Cinna is important because I also come from the metal scene. But at the same time, there was always a lot of pop-punk, such as Green Day, Sum 41 and Blink 182, but emo was also very big for me. I think you can also hear that in my songs, because they always sound a bit overblown. That’s always the criticism when I bring in something: that it sounds too much like a musical and we have to cut back a bit.
Lately I’ve been enjoying a lot of rhythm-driven indie pop, where the melody is in the foreground and brings a melancholic good mood with it. Besides Sam Fender, acts like Kraftclub and Von Wegen Lisbeth are also big influences for me at the moment.

3. Originally, the project started as Tim’s solo project as a singer and songwriter. To what extent has the songwriting changed through your development into a band? Is Tim still the driving force or do you bring your ideas together dynamically?

Tim: I would describe it as a creative process. Everyone can contribute ideas. At the beginning we played my songs, but then instrumental influences from the others came in, because they can play instruments that I can’t play and also have ideas that they can contribute.

Whoever has ideas can implement them. I still like to write the lyrics and actually work on them all the time. The others do that too and whoever has an idea is welcome to contribute. Then we work on them together and further develop them. We want to write more songs as a group in the future and have also arranged to not only rehearse but also work on songs together.

Nico: I think most of it has already been said, but we are also experimenting with different sounds and style changes. It was exciting to see where there are gaps that can be filled, where Jessie, who plays bass, also has room to play, for example. The fact that we can also pass the balls to each other and write music together brings the process to life and I think that’s also going very well so far. I’m also curious to see how it is going to continue and what else yet to come.

Tim: Exactly, nobody is limited or anything, but we say: “Hey, you know your instrument best, why don’t you play something with it?” That’s kind of the process.

Jessie: I think this question is quite exciting at the moment, because the four of us are in a process and it’s all developing right now. At the beginning, as I said, we rearranged Tim’s songs to be able to play them as a band. Now we want to develop in such a way that we throw the ideas into the room and discuss them together in order to make something out of them.

So everybody can contribute.

Jessie: Exactly. You can already tell that Tim is the voice. We write the songs so that they fit him. That is important. And because he also plays them on acoustic guitar and sings, he always brings his influence into it, which is a positive. But if you bring in an idea, you know it’s going to change.

The artwork of Blueprint by Papertones. Art by: https://www.instagram.com/lucifer_sisters/

4. Was the recording process for the EP particularly challenging compared to the individual tracks you had released thus far? And did the complete band line-up play a role or did that make no difference to you?

Tim: Well, I can definitely say that I feel like doing a single for a change (laughs). The EP was a challenge, even though it was only five songs. It was something new for us, especially in that the songs on an EP have to fit together and all have a similar sound. It was all quite difficult for us. We put a lot of effort into the recordings and invested a lot of time and energy. We are very happy with what we have created, but at the same time it was very difficult to get it right.

Nico: Jessie directed the recording and the concept behind it and he also designed the framework. He decided which instruments we used in which song and so on. The recording process was an exciting experience that took a lot of time and energy, but it was also fun and educational. It was like slowly building a sculpture.

Tim: Yes, I think if we were to do it again, we would now also know much sooner what we wanted to do. It involved a lot of experimentation. We didn’t really have a concrete plan when we went into it, but were able to find ourselves through this EP.

Jessie: We had already released several songs on YouTube and Soundcloud previously. Those were easier, as we could record and release them independently. We could just put all our ideas into them. In Distance Is Calling, for example, there was a piano part, once a friend of us was involved, or there was some percussion.

Now on the EP, we wanted to create a standard for what we want to do and for what people can expect when they see us live. For me personally, it was a challenge to find the middle ground between things as we play them individually and the musical possibilities that come with the computer, without this all being too much. That’s why the EP was a bit more difficult with five songs that should sound coherent. On top of that, we were all in a state of upheaval at the time, so we could not meet as frequently as before. We had to spend most of our time with Tim, because he plays guitar and sings, so he takes over two of our five roles in the band. That was particularly time-consuming.

For me personally, it was also the first time that I wanted to record something as a whole. Before that, it was always just individual recordings. In Cinna we had also done it that way and released an EP, but back then, priorities were different and this time around, we had an entirely different focus.

Tim: Flo, do you want to say something about it?

Flo: I can’t think of that much. Most of the songs already had drums on them, but I had a couple of days with Jessie where I reworked them to sound the way I would play them. That was also a nice experience, especially because we hadn’t recorded the drums electronically or with microphones, but had programmed them. So it was interesting for me to see how loudly I play which notes, because I don’t pay much attention to that live. But it was definitely an experience that moved me forward.

Jessie: During the recording, everyone gets to know their instrument better and that’s really exciting. Flo had to learn how to use the program because he hadn’t done that before, so we had to get used to it, even though he can play the drums very well.

5. Blueprint has a maritime leitmotif, both in terms of the cover and the songs, for example Ocean – did you have a vision from the beginning of the creative process, did it come from the feeling of the songs or how did the beach feeling come about?


Tim: I think in that respect we were mainly trying to make the songs fit together. I think the maritime is something close to us all but it is also there due to my songwriting. It is not only the maritime that finds its way into my songwriting but also the longing that comes with it. Later we thought about what unites the songs and realised that it is the blueprint, the blueprint that is in all the songs and embodies the longing for the sea or tries to express something by using the it.


Nico: I think it fits well because the blueprint is also the basis for big buildings. I also think we had talked about it and realised that this blueprint is ambiguous. On the one hand blue, like water, but also this print aspect: “We are now building a foundation for what we want to do and what we are up for. That’s why we’re drawing a blueprint: to see what we can do and what we want” – That’s what we thought about.


Tim: Apart from that, the blueprint idea fit in well with our name. The fact that we also have this scheme in there fit perfectly, especially for the first EP, as we want create a certain image for us through the motif present in our name, an image that helps people to know what to expect from us and what’s to come in the future.


On the one hand, the blueprint reflects how you went into the writing process and tried to create a coherent sound throughout the EP, on the other hand, it creates a parallel to the band name through the title. And at the same time it touches on how formative this first EP is for you as a band.


Tim: You could sum it up like that.


Jessie: It wasn’t like we wrote the songs for the EP, but rather the other way around, meaning we had a wider selection of songs. After we had put the songs together, we came up with the logo, which has turned out nicely, and that also played a part in it. So one and one just came together without us having to control anything. Everything was just there and we put it together.

6. A question to the individual band members: Is there a song on the EP that you are particularly proud of and could you explain why?
Nico: I’ll just go first. I like Goodvibes the most because it has a bit of everything and even bits of the emo and post-hardcore vibes. It starts a bit dignified with melodies and nice lyrics and suddenly turns big and loud. Then follows the nice instrumental part after the chorus where the different melodies run against each other. I also like the solo melody at the end and then the song opens up again and we all get really loud again. I think the song sums us up well thematically and musically.


Tim: I think all the songs are very cool and I’m very proud of them. But what makes Ocean stick out to me personally, is that we all finished that one together. That’s where I think we collaborated the most. I like the sound as well, like all the songs, but there’s a different feeling connected to that song and that’s why I’m particularly proud of it.


Flo: I feel the same way about Ocean. I just have a cool feeling when we play it live and think that we have achieved something cool together. I think it’s a really cool song and I love playing it. It gives me a very nice feeling and when it comes to my favourite song, I go by it very strongly. It’s a bit hard for me to rationalise it, but that’s the song I like the most.


Nico: In Ocean, there’s also this great bridge that we’re always up for, even when we play live. There’s this awesome moment, this “Shalala” in the chorus. It’s just fun, because it’s so engaging.


Tim: In the end, we belt it out in such a way that you can feel it in your throat a bit. – Nico (laughs): Exactly, we all feel that one.


I liked Ocean the most, but also Colours and The Coast because I associate that travelling feeling with them and I felt that this conceptual aspect came out well in these songs.


Tim: It wasn’t thought through, but it goes together really well. Tim: In the interview you can say that it was conceptual (everyone laughs).


Then it all came together all the better.


Jessie: There are two sides to it for me. I wrote the instrumentals for Ocean and I like the story behind it. I had problems writing lyrics and so I approached Tim. He sent me a text without melody, chords and everything and I wrote the music to it. Afterwards he told me that it was exactly what he had in mind. Even the melody in the chorus was similar to the one he had in his head and I’m really proud of that.


When it comes to the sound, I also really like Alive because I really like the last chorus. I really love it when the melody takes over the vocals at the end and the voice still continues in a chant in the background, creating a canon. I think that’s what I’m most proud of, because it came together so well and the sound in this song is one of the most coherent ones.

7. As of now, is there a personal milestone or experience that means a lot to you and makes you proud?


Tim: That would definitely be the last gigs, because they went really well. Especially the “Stage 1” concert was fun. It had a good sound, people had fun and joined in. Another milestone will be that we will soon be able to play at two festivals. We’ll tease that as well.


Nico: But the EP is also a big milestone. When I was thinking about it again, I remembered the first gig we played with Flo. It was glorious. The whole pub was full and there was no more room. That was a great feeling.


Tim: That’s true. We had only rehearsed two or three times beforehand. So it was amazing that it went so well.


Flo: The first gig we did together was really great. I even had the feeling that the second and third ones went a bit less so, musically speaking, but at this first gig everything went really well.

But I’m also already proud of the things that are coming up now, including the festivals. It’s going to be a really cool experience and I’m already really proud that we have the chance to do it.


Congratulations on that.


Jessie: A milestone of course is the EP; that it all worked so well and came together. I can also present it and say, “I recorded that.” Other than that, for me, it’s also the logo design that came out recently. This project is getting bigger and bigger and we’re being hired for gigs. It’s not just making music with a bunch of dudes anymore, where you only spend time in the rehearsal room on a hobby basis.


That sounds great. And you have already been abroad, in France at a festival.


Jessie: Internationally known (laughs). I also think it’s cool to see where the people who listen to your music come from on Spotify. There are people from all over the world, from the United States, Greece, Morocco. I don’t know how that happened, but it’s nice to see.

8. What are your wishes and goals for the future?

Flo: When we were talking about that, we had also considered naming any concrete goals, but I’m more of the type who prefers to represent certain values and I think it’s important that we continue to have fun with this project, but also that we can continue to develop and do our thing and not stray from our path. I think that’s important and I wish us all that we continue to have fun with the music that we make and that it remains an enriching experience.

Tim: I also hope that we continue to have fun with music, work well together and create a lot of new, creative things together. If I had to name a concrete goal, I would say playing a festival like Rock Am Ring or Hurricane, Southside or something, something like that would be really cool.

Nico: That was my line! (Laughs) But yes, I can only agree. Of course I want to have fun, but Rock am Ring would be a dream, just to be on a big festival stage. Especially if everyone sings along and feels it.
Flo: We have a nice vision there.

Jessie: Another goal is to get more gigs and become better known in the scene. In the long run, one thing I’m really looking forward to, is being in front of an audience that can sing along to my songs, where the instruments stop sometimes and people can sing along to the lyrics.

9. Is there anything you would like to say to your followers?

Tim: There will be some new songs coming out little by little that we want to record now. We also want to shoot a new music video and release a single. We are motivated and will continue to play concerts. It’s getting bigger and bigger and it’s really cool.

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Meine Top 10 Filme

Foto von Jeremy Yap auf Unsplash

Da ich bereits über meine Lieblingsbücher gesprochen habe, geht es heute um meine Lieblingsfilme. Nebenbei bemerkt: Ich habe einen Letterboxd-Account, auf dem ich JEDEN Film bespreche, den ich mir ansehe, wenn ihr also daran interessiert seid, könnt ihr den gerne ansehen. Ich werde ihn am Ende dieses Beitrags verlinken. CW: Selbstmord, Trauma, Gewalt

Was sind also meine Lieblingsfilme?

10. “Blade Runner” – Ridley Scott, 1982

Wenn ihr meinen vorherigen Beitrag gelesen habt, wisst ihr vielleicht, dass mir der Roman, auf dem dieser Film basiert, sehr am Herzen liegt. Auch wenn “Blade Runner” keine perfekte Adaption ist, wird er zu Recht als Klassiker gefeiert. Die Visuals sind veraltet, aber ikonisch, und wie die Kinematographie sind sie eindrucksvoll und ziehen einen in die Handlung hinein.

Zum Beispiel in einer Verfolgungsjagd auf der Straße, bei der die Aufnahmen wirklich das Gefühl vermitteln, an der Verfolgung durch eine belebte Straße beteiligt zu sein. Wo der Film jedoch wirklich glänzt, ist das Ende, bei dem das Drehbuch, die Bilder und die gesamte Präsentation in einem würdigen Abschluss und einem beeindruckenden Monolog gipfeln.

All those moments will be lost in time like tears in rain.

Die Schlussszene und der Film insgesamt sind einfach kultig und man muss ihn sich unbedingt ansehen, vor allem als Science-Fiction-Fan. Und wenn euch der Film gefallen hat, solltet ihr unbedingt auch den Roman lesen, er ist noch besser! Wie das Buch dreht sich auch der Film um einen Blade Runner, eine Art Kopfgeldjäger, der einen Haufen Androiden, künstlich geschaffene Menschen, in den Ruhestand versetzen (töten) muss und dabei der Frage nachgeht, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, und wie man wissen kann, ob man ein Mensch ist. Der Film geht zwar nicht so sehr in die Tiefe wie der Roman, aber “Blade Runner” ist dennoch ein spektakulärer und tiefgründiger Film!

9. “The Babadook” – Jennifer Kent, 2014

Der Babadook ist eine Kreatur aus einem Kinderbuch, die in diesem Horrorfilm eine verwitwete Mutter und ihren Sohn heimzusuchen beginnt – oder steckt mehr dahinter? Erstens glaube ich nicht, dass es sich um einen Horrorfilm handelt, sondern eher um ein psychologisches Drama. Zweitens steckt so viel mehr hinter der Kreatur.

In “The Babadook” geht es um eine alleinerziehende Mutter, die ihren wilden Sohn, ein “Problemkind”, großziehen muss. Als ich den Film sah, tat mir die Mutter wegen des Verhaltens ihres Sohnes zunächst wirklich leid, während ich das Kind einfach nur hasste. Aber dann wurde mir klar, dass ich einige sehr offensichtliche Punkte übersehen hatte, und an einem bestimmten Punkt des Films fühlte ich mich ertappt und schämte mich für mich selbst. Wie bereits erwähnt, handelt es sich hier eher um ein Drama über ein Trauma als um irgendetwas anderes. Wenn ihr also in der Hoffnung auf einen weiteren x-beliebigen Gruselfilm herangeht, solltet ihr eure Erwartungen anpassen.

Dieser Film hat bei mir eine körperliche Reaktion hervorgerufen und ich bin mir ziemlich sicher, dass er mich tatsächlich getriggert hat, also seid vorsichtig. Wenn ihr mit Themen wie Missbrauch und Trauma umgehen könnt, solltet ihr euch den Film auf jeden Fall ansehen, denn er ist eine intensive Erfahrung, die euch wirklich etwas fühlen lassen kann.

8. “The Shining” – Stanley Kubrick, 1980

Passend zum Ton ist meine Wahl für Platz 8 Stanley Kubricks Verfilmung des Stephen-King-Klassikers “The Shining”. Wie der vorherige Film behandelt auch dieser schwere Themen wie Missbrauch, aber er unterscheidet sich insofern vom letzten, dass er ein echter Horrorfilm ist, der eine unglaublich angespannte Atmosphäre schafft und die Zuschauer*innen von Anfang bis Ende in Atem hält.

Eine der ikonischsten Szenen aus dem Film. Gif von http://graveyard-horror.tumblr.com/post/59478723307

Die Familie Torrance zieht in ein Hotel ein, um über den Winter hinweg darauf aufzupassen nachdem der vorherige Hausmeister sich und seine Familie umgebracht hat. Danny, das Kind der Torrances, sieht seltsame Dinge und Kreaturen, und sein Vater Jack, gespielt von Jack Nicholson, scheint zusehends durchzudrehen. Man kann sich denken, worauf das hinausläuft, und dieser Film ist sehr stark in die Popkultur absorbiert worden, aber er wirkt nach wie vor einfach unglaublich stark.

Das hier ist einer dieser Filme, die ich jederzeit getrost als Meisterwerk bezeichnen würde, da er in jeder Hinsicht überzeugt. Die Kameraführung ist perfekt und unterstreicht die Trostlosigkeit des Schauplatzes, während der großartige Soundtrack die Spannung steigert und die Schauspieler*innen den ganzen Film tragen. Jack Nicholson war in dieser Rolle einfach spitze und hat mir teils ernsthaft Angst gemacht. Seine schauspielerische Leistung allein trägt diesen Film, aber die insgesamt großartige Inszenierung macht ihn zu einem Meisterwerk und zu einem genialen psychologischen Horrorfilm.

7. “Fight Club” – David Fincher, 1999

“Fight Club” ist ein weiterer Film mit verdientem Kultstatus, der in jeder Hinsicht überzeugt. Ein namenloser Protagonist lernt Tyler Durden kennen und gerät an einen Fight Club, der eine Reihe von Regeln hat, von denen die ersten beiden lauten: “Man spricht nicht über den Fight Club.” Überspringen wir also diesen Teil und den Rest der Geschichte und sprechen wir darüber, warum dieser Film ein phänomenales Erlebnis ist.

Ich hatte das Pech, sowohl den großen Plot-Twist als auch das Ende zu kennen, so dass ich praktisch alles wusste, was passieren würde, aber trotzdem hat mich dieser Film umgehauen, weil er einfach on point ist. Der Twist wird von Anfang an aufgebaut. Die Art und Weise, wie einige der Szenen gedreht sind, und die Hinweise, die dadurch gegeben werden, führen alle zu der großen Enthüllung, und obwohl ich alles darüber wusste, war ich wirklich in die Erfahrung investiert. Wenn man dann noch viele ikonische Szenen, einen tollen Soundtrack und interessante Themen hinzufügt, hat man einen großartigen Film. Dieser Film hat mich dazu gebracht, die Werke des Autors Chuck Palahniuck zu lesen, und nachdem ich einen seiner Romane gelesen habe, muss ich hinzufügen, dass er von seinem Zynismus trieft und wirklich die Stimmung einfängt, die er mir bisher vermittelt hat, was für mich ein weiterer Pluspunkt ist.

6. “Der Herr der Ringe” – Peter Jackson, 2001 – 2003

Natürlich könnte ich an dieser Stelle einen der Teile auswählen, aber ich bin nicht bereit, mich dem Schmerz auszusetzen, das zu tun. Mit der DHDR-Trilogie hat Peter Jackson meine Vorstellung von einer perfekten Trilogie geprägt. Er hat nicht nur den Kern der Romane, die er adaptiert hat, eingefangen, sondern auch das Ausgangsmaterial verbessert, indem er die Dinge komprimiert und die Schwächen der Reihe, zum Beispiel die X-Beliebigkeit mancher Situationen und den starken Pathos, ausgemerzt hat.

http://moviegifss.tumblr.com/post/31019239576/the-fall-of-sauron

Die “Gefährten” schafft die Basis für den Rest der Saga und baut Mittelerde sowie die Geschichte auf, während “Die zwei Türme” den Maßstab und das, was auf dem Spiel steht erhöht und in das große Finale mündet, in dem “Die Rückkehr des Königs” die Geschichte zu einem perfekten Abschluss bringt. Sie sind alle Teil einer einzigen Reise und bieten auch nach Dutzenden von Re-Watches noch ein atemberaubendes Erlebnis. In den Jahren danach gab es nicht ohne Grund eine Fantasy-Welle.

Thematisch taucht DHDR, abgesehen von seinem Einfluss auf Fantasy, in Tolkiens Ansichten über die Industrialisierung ein, was am deutlichsten im zweiten Teil wird, in dem Orks Bäume fällen und die Natur schließlich zurückschlägt. Während sie den Verlust der Magie in der Natur und das Ende einer Ära darstellt, in der Elben, Zwerge, Menschen und Orks nebeneinander existierten, fängt die Serie den Sinn für die Magie in Mittelerde wirklich ein und schafft eine belebte Fanstasy-Welt wie keine andere. Wenn ihr diese Filme, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht gesehen habt, solltet ihr das unbedingt nachholen! Sie sind brillant, sowohl was den Aufbau der Welt und die schiere Größe angeht, als auch die gesamte Präsentation und die Handlung.

5. “Blade Runner 2049” – Denis Villeneuve, 2017

Noch vor “Dune” schuf Regisseur Denis Villeneuve eine Fortsetzung des Klassikers “Blade Runner”, mehr als 30 Jahre nach der Veröffentlichung des Originals. Normalerweise geht das nicht gut aus, aber Villeneuve hat es geschafft, einen Film zu drehen, der den ersten Teil bei weitem übertrifft.

“Bladerunner 2049” ist nicht nur näher am ursprünglichen Material und greift dessen Motive stärker auf, sondern kontextualisiert auch viele Aspekte des ersten Films neu und verbessert ihn im Nachhinein. Diesmal sind die Grenzen zwischen künstlichem und nicht-künstlichem Leben noch stärker verwischt, denn wir folgen K, einem Androiden und Blade Runner, auf seiner Suche nach seiner Identität und einem Mensch-Android-Hybriden, der das gesamte System des Bladerunner-Universums ins Ungleichgewicht bringen könnte.

“2049” ist eine Hommage an den ersten Film, und zwar nicht nur durch die Optik, die an manchen Stellen aussieht, als wäre sie direkt aus diesem entnommen worden, sondern auch durch die Handlung und die damit verwobenen Motive, die für ein viel tieferes Erlebnis als im ersten Teil sorgen. Villeneuve hat für diesen Film viel mehr Anerkennung verdient, als er bekommen hat, aber ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung von “Dune” die Serie als modernen Sci-Fi-Klassiker festigen wird. Trotzdem sollte man sich “Blade Runner 2049” ansehen. Er ist in jeder Hinsicht großartig, mit Ausnahme einiger visueller Elemente, die sich zu sehr an das Original anlehnen und stellenweise ähnlich veraltet aussehen.

4. “Jurassic World: Das gefallene Königreich” – J. A. Bayona, 2018

Bevor wir zu meiner Top Drei an Filmen kommen, hier noch ein hot Take: “Fallen Kingdom” gehört zu den besten Filmen der Reihe, allein schon wegen der Motive und ihrer Umsetzung. Ich habe einen Beitrag zu diesem Thema geplant, in dem ich ausführlicher darauf eingehen werde, aber vorerst möchte ich nur sagen, was ich an diesem Film liebe.

Der zweite Teil des “Jurassic World”-Franchise ist der erste der Jurassic-Reihe, der einige der verschiedenen Themen der Reihe explizit in einen Film aufnimmt und über seine gesamte Laufzeit hinweg weiterentwickelt: Tierrechte und Moral in Bezug auf ausgestorbenes und künstliches Leben im Allgemeinen. Beides wird in “Jurassic World” aufgegriffen und in “Fallen Kingdom” weiter entwickelt.

Die moralischen Probleme, die damit verbunden sind, ausgestorbene Tiere zurückzubringen, damit der Mensch sie als Attraktion nutzen kann, war schon immer Teil des Franchise, aber die Art und Weise, wie dieses Thema von der Serie behandelt wurde, war bis zum Erscheinen von “Fallen Kingdom” immer eher abstrakt und oberflächlich. Anstatt sich nur darauf zu konzentrieren, dass Menschen Gott spielen, entwickeln die World-Filme tatsächlich übergreifende Themen, die in der Franchise schon immer eine Rolle gespielt haben, aber bis dahin vernachlässigt wurden. Die neuen Filme greifen dies endlich auf und gehen tiefer als nur an die Oberfläche, was “Fallen Kingdom” durch seinen Plot-Twist und sein Ende untermauert. Während viele Leute denken, dass sie cringy sind, finde ich es ziemlich cringy, wenn man nicht damit klar kommt, mit den Konsequenzen seines Handelns konfrontiert zu werden, vor allem durch einen Film. Genau das tut dieser Film in seiner Auseinandersetzung mit Tierrechten und teils auch Tierbefreiung und das liebe ich an ihm.

Abgesehen davon macht “Jurassic World” noch mehr Spaß, wenn man erst einmal “Fallen Kingdom” gesehen hat, da darin alle zukünftigen Handlungspunkte und Themen aufgebaut werden, was wiederum dafür sorgt, dass sich die Filme gut in das Franchise insgesamt einfügen. Jedem das Seine, aber ich liebe diesen Film und denke, dass er eine Menge unfairer Kritik abbekommt, und ich habe hier noch nicht einmal über die Eröffnungsszene oder den Wechsel des Tons zur zweiten Hälfte hin gesprochen, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

3. “Scream” – Wes Craven, 1996

Nachdem ich den neuesten Teil der Reihe und das Requel des “Texas Chainsaw”-Franchise gesehen hatte, musste ich einfach die Größe des Originalfilms “Scream” würdigen. Der Film ist sowohl eine Liebeserklärung an Slasher als auch eine perfekte Parodie auf sie und findet die perfekte Mischung zwischen diesen und einer etwas albernen Horrorkomödie. Die Enthüllung des Mörders ist nach wie vor genial und hat nichts von ihrer Wirkung verloren, der Humor und die Meta-Shenanigans sind on point und die Liste lässt sich ewig fortsetzen.

Kunst in ihrer Höchstform von: http://www.karladelakidd.com/

Ich habe eigentlich nicht viel mehr zu sagen, aber ich finde “Scream” einfach großartig und man muss ihn sehen. Ich empfehle auch, danach noch einmal “Scary Movie” anzuschauen, da dieser Film noch einmal verdeutlicht, wie großartig die Parodie im Originial eigentlich ist: In “Scary Movie” wird teils dasselbe Script genutzt und durch Overacting hervorgehoben, wie lächerlich die Originalzeilen eigentlich waren. “Scary Movie” ist zwar nicht gut gealtert, aber zumindest weiß man das Original, “Scream” danach noch mehr zu schätzen, weil man den komödiantischen Aspekt davon umso mehr erkennt.

2. “Cloud Atlas” – Die Wachowski Schwestern und Tom Tykwer, 2012

Überraschung, ich liebe auch den Film. Auf einmal werde ich gegancelt. Ich hatte erwartet, dass ich den Film hassen würde, vor allem, als mir klar wurde, dass er von den Machern der Matrix-Filme gedreht wurde, die mir nicht besonders gefallen haben. Außerdem dachte ich, dass man einen Roman wie “Cloud Atlas” nicht verfilmen kann, aber da habe ich mich getäuscht. Meiner Meinung nach schafft es dieser Film, die Geschichte in ein völlig anderes Medium zu transportieren und alle Möglichkeiten des Mediums Film zu seinem Vorteil zu nutzen – mit einigen künstlerischen Entscheidungen, die besser nicht getroffen worden wären.

Ich verstehe, dass Leute diesen Film nicht mögen, weil die Schauspieler*innen verschiedene Rassen spielen. Das war eine schlechte Entscheidung, die nicht hätte getroffen werden dürfen. Es ist einfach unklug und kontraintuitiv angesichts der Botschaft des Romans und des Films, aber ich glaube, ich verstehe, was sie damit bezwecken wollten, was diese Entscheidung natürlich nicht entschuldigt. Man hat sich dafür entschieden, dieselben Schauspieler ähnliche Rollen in den Geschichten spielen zu lassen, um einige der Themen, die sonst bei der Adaption verloren gegangen wären, in das neue Medium zu übertragen, aber hätte sich etwas Besseres einfallen lassen können, als weiße Schauspieler*innen People of Colour spielen zu lassen und umgekehrt. Trotzdem kann ich den Film wegen seiner Botschaft und der Gesamtausführung genießen.

Was die Geschichte angeht: “Cloud Atlas” erzählt sechs Geschichten, die in verschiedenen Zeitaltern der Menschheit spielen, und bemüht sich, Gräueltaten in der Menschheitsgeschichte aufzuzeigen. Während man sich im Roman anstrengen muss, um die Verbindungen zwischen diesen Handlungssträngen zu erkennen, nutzt der Film das neue Medium zu seinem Vorteil und springt mehr zwischen den verschiedenen Zeiten und Schauplätzen, um Schlüsselszenen zu parallelisieren und seine Botschaft zu vermitteln. Wäre da nicht die bereits erwähnte künstlerische Entscheidung, die diesen Film als farbenblind erscheinen lässt, könnte er als das Meisterwerk verehrt werden, das er meiner Meinung nach hätte sein können. Dies ist ein Fall, bei dem man die künstlerische Absicht im Auge behalten muss, und angesichts der ziemlich radikalen progressiven Botschaft des Ausgangsmaterials, insbesondere in Sonmis Geschichte, bin ich mir ziemlich sicher, dass dies nur eine schlechte, aber nicht böswillige Entscheidung war.

Ich kann “Cloud Atlas” dennoch genießen, nicht nur wegen der Adaption der Vorlage, sondern auch wegen der Kameraführung, des visuellen Stils und der Gesamtpräsentation. Abgesehen davon ist die Besetzung riesig und umfasst große Namen wie Tom Hanks, Hugo Weaving und Halle Berry. Es ist eine großartige Verfilmung, die mir trotz aller Bedenken sehr gut gefallen hat, was sie letztendlich zu einem meiner Lieblingsfilme macht.

Platz eins: “Jurassic Park” gif von: http://www.vidiotsfoundation.org/

1. “Jurassic Park” – Steven Spielberg, 1993

Ich werde diesen Film immer lieben. Selbst nach fast zwanzig Jahren, in denen ich ihn mir immer wieder angesehen habe, hat er für mich nichts von seinem besonderen Flair verloren. Er hat einfach alles: Jeff Goldblum, eine großartige Kameraführung und eine wunderbare Filmmusik, Animatronics, die dafür sorgen, dass sich die Effekte gut halten, eine tolle Handlung mit vielen interessanten Motiven, auch wenn sie subtiler sind als in späteren Teilen, und natürlich die wahren Stars: Dinosaurier.

Die Szene, in der man gemeinsam mit Alan Grant (Sam Neil) und Ellie Sattler (Laura Dern) den ersten Dinosaurier sieht, rührt mich immer zu Tränen. Nach all diesen Jahren schafft es dieser Film immer noch, die kindliche Begeisterung und die Liebe zu Dinosauriern einzufangen, und das ist etwas, was bisher kein anderes Medium geschafft hat. JP ist nicht nur mein Lieblingsfilm, sondern auch eines meiner Lieblingskunstwerke im Allgemeinen, und ich habe das Gefühl, dass sich das in nächster Zeit nicht ändern wird.

Darüber hinaus ist das Drehbuch sehr gut und die Kameraführung trägt dazu bei, dass die gesamte Prämisse zum Leben erweckt wird. Es dauert eine Weile, bis wir die Antagonisten dieses Films in vollem Umfang sehen, und vorher erhaschen wir nur kleine Blicke auf die Raptoren. Natürlich ist der eigentliche Antagonist, Kapitalismus, allgegenwärtig, aber es geht nichts über einen süßen Aufbau und einen befriedigenden Höhepunkt (das klingt falsch). Die Raptoren ähneln den Aliens in Ridley Scotts Klassiker, da sie klug und klein sind und in Gebäude eindringen können, um mit ihrer Beute, ahnungslosen Menschen, zu spielen. Ihre Szenen sind an sich schon kultig, aber es gibt noch so viel mehr, und all die großartigen Momente in diesem Film werden nie alt. Er ist auch heute noch ein Meisterwerk.

Fazit

Das sind meine Lieblingsfilme. Was ist mit euch? Lasst es mich wissen. Wie versprochen, hier ist der Link zu meinem WordPress-Account. Wenn ihr euch austauschen wollt, meldet euch einfach bei mir, ich lese und schreibe sehr gerne Rezensionen und entdecke neue Filme. https://letterboxd.com/sovlpvnk/

Wie immer vielen Dank fürs Lesen.

-sovlpvnk

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My Top Ten Films

Photo by Jeremy Yap on Unsplash

Since I’ve already talked about my favourite books previously, today I’m going to address my favourite films. By the way: I’ve got a letterboxd account, on which I review EVERY film that I watch, so if you’re interested in that, feel free to check it out. I’m going to link it at the end of this post. CW: suicide, trauma, violence

With that out of the way, what are my top ten favourite films as of now?

10. Blade Runner – Ridley Scott, 1982

If you’ve read my previous post, you may know that the novel that this film is based on is very dear to me. While Blade Runner is not a perfect adaptation, it is rightfully celebrated as a classic. The visuals are dated, yet iconic and, as the cinematography, they are evocative and suck you into the action.

For instance in a street chase scene in which the shots really make you feel like you’re involved in the chase through a crowded street. Where the film really shines though, is in its ending where its writing, visuals and overall presentation culminate in a worthy conclusion and an awe-inducing monologue.

All those moments will be lost in time like tears in rain.

That ending scene and the film overall is just iconic and you need to watch it, especially as a fan of sci-fi. And if you’ve enjoyed it, definitely read the novel as well, it’s even better! As the book, the film revolves a round a blade runner, a sort of head hunter who has to retire (kill) a bunch of androids, artificially created humans and explores the question what it means to be human and how one can know if they’re human. While it doesn’t go nearly as in-depth as the novel, Blade Runner is still a spectacular, yet deep flick!

9. The Babadook – Jennifer Kent, 2014

The Babadook is a creature from a children’s book that begins to haunt a widowed mother and her son in this horror film – or is it? Firstly, I don’t think that this is a horror film but rather a psychological drama. Secondly, there is so much more to the creature.

The Babadook revolves around a single mom who has to raise her abrasive son, a “problem child”. While watching, I initially felt really sorry for the mother because of her son’s behaviour but then I realised that I missed out on some very obvious points and everything just fell in place and made me feel ashamed of myself at a certain point of this film. As stated earlier, this is more of a drama about trauma than anything else, so if you go into this thinking that it’s just another spooky creature film, you might want to keep your expectations in check. This film gave me a physical reaction and I’m pretty sure it actually triggered me, so be cautious. If you can handle topics such as abuse and trauma, definitely give this a watch though, it is an intense experience that can really make you feel something.

8. The Shining – Stanley Kubrick, 1980

To continue on a sad note, my pick for spot no. 8 is Stanley Kubrick’s adaptation of the Stephen King classic The Shining. As the previous film, this one touches on heavy themes, such as abuse but it is different in that it is an actual horror film, one that establishes an incredibly tense atmosphere and really keeps you on the edge of your seat from beginning to end.

One of the most iconic scenes: Gif taken from http://graveyard-horror.tumblr.com/post/59478723307

The Torrance family moves into a hotel in order to take care of it over the course of the winter after the previous caretaker has killed himself and his family. Danny, the child of the Torrances, sees odd things and creatures and his father Jack, who is played by Jack Nicholson, seems to continually lose it.

You might see where this is going and this film has very much been absorbed into pop culture but it just feels incredibly tight. This is one of those films that I would confidently consider a masterpiece at any time, as it delivers in all respects. The cinematography is on point and strikes home the desolation surrounding the setting, while the great soundtrack increases the suspense and the great acting just carries the entire film. Jack Nicholson absolutely killed it in this role and scared the bejesus out of me. His acting alone carries this film but stacked on top is the overall great presentation, which cements this as a masterpiece and a great psychological horror film.

7. Fight Club – David Fincher, 1999

Being yet another film with cult status, Fight Club just delivers on all ends. An unnamed protagonist meets Tyler Durden and gets mixed up with a fight club, with a set of rules, the first two being: “You do not talk about Fight Club.” So let’s skip that part and the rest of the story and talk about why this is a phenomenal experience.

I was unfortunate enough to go into this knowing about both the big plot twists and the ending, so I knew virtually everything that was going to happen but nonetheless, this flick managed to blow me away due to the fact how on point it just is. The twist is build up from the beginning onward, so if you know about it, you can already see it coming. The way that some of the scenes are shot and the hints that are given through this all lead up to the big reveal and despite knowing all about it, I was really invested in the experience. Add in lots of iconic scenes, a great soundtrack and interesting themes and there you have a great film. This film made me start reading the work of the author Chuck Palahniuck and having read one of his novels, I have to add that the film oozes of his cynicism and really captures the vibe he has given me thus far, so that’s another positive in my book.

6. The Lord of the Rings – Peter Jackson, 2001 – 2003

Look, I might pick one of these films but I’m not willing to expose myself to the pain of doing that. With the LOTR trilogy, Peter Jackson defined my understanding of a perfect trilogy and not only captured the core of the novels that he adapted but also improved on the source material by tightening things up and getting rid of the randomness and some of the pathos of this series that stuck out to me while reading it.

http://moviegifss.tumblr.com/post/31019239576/the-fall-of-sauron

The Fellowship of the Ring is the build-up for the later parts and sets up middle earth as well as the story, while The Two Towers elaborates on that and brings the stakes across to the audience, feeding into the grand finale, in which The Return of the King brings the story to a perfect close. They are all part of one journey and make for a stunning experience, even after dozens of re-watches. In the years following this, there was a fantasy wave for a reason.

Thematically, apart from its impact on fantasy, TLOTR dives into Tolkien’s views on industrialisation, as most evident in part two where orcs cut down trees and nature strikes back with a vengeance. While it depicts the loss of the magic in nature and the end of an era, in which elves, dwarves, humans and orcs coexisted, the series really captures the sense of magic in middle earth and creates a world like no other. If, for whatever reason, you have not watched these films as of now, go rectify that! They are brilliant in terms of world-building and sheer scale, as well as overall presentation and plot.

5. Blade Runner 2049 – Denis Villeneuve, 2017

Before he would direct Dune, director Denis Villeneuve would create a sequel to the classic Blade Runner more than 30 years after the original’s release. Usually, this doesn’t end well, but Villeneuve managed to direct a film that surpassed the first film by far.

Not only is Blade Runner 2049 closer to the source material and makes greater use of its themes, but it also re-contextualises lots of aspects about the first film and improves it in hindsight. This time around, the lines between artificial and non-artificial life are blurred even more, as we follow K, an android and blade runner on his quest to figure out his identity and find a human-android-hybrid who could threaten the entire system of the Blade Runner universe.

2049 pays homage to the first flick through its cinematography, which in some parts looks like it’s been ripped straight out of the first film, but also through its plot and themes, which are interwoven with one another and make for a much deeper experience than in part one. Villeneuve deserves way more credit for this one than he got but I’m certain that the sequel to Dune is going to cement that series as a modern sci-fi classic. Still, watch Blade Runner 2049, it’s great in all regards, except for some of the visuals, which come too close to the original and look similarly dated in parts.

4. Jurassic World: Fallen Kingdom – J. A. Bayona, 2018

Before we go into my top three, here’s a hot take: Fallen Kingdom is among the best in the franchise, simply in terms of themes and execution thereof. I’ve got a post planned on this topic, in which I’m going to talk about this in more detail but for now, here is just what I love about this film.

The second entry into the Jurassic World franchise is the first in the Jurassic series to actually incorporate some of the various themes of the series into a film explicitly and develop them throughout its entirety: animal rights and morals concerning extinct and artificial life in general. Both of which are set up in Jurassic World and further developed in Fallen Kingdom.

The morals about bringing back animals from extinction for humans to use them as attractions and such as always been a part of the franchise, but the ways this was touched on were always rather abstract until Fallen Kingdom was released. Instead of just focusing on humans playing god, the World films actually develop overarching themes that have always been relevant in the franchise but had been neglected until then. The new films finally embrace this and go deeper than just surface level, which Fallen Kingdom cements through its plot twist and ending. While lots of people think that they’re corny I think it’s rather corny to get all but-hurt when you’re confronted with the consequences of your actions, especially by a film. That’s pretty much what this one does in its exploration of animal rights and I love it.

Apart from that, once you’ve seen Fallen Kingdom, Jurassic World feels even better, as you can see all the future plot points and themes being set up, which again makes the films tie in nicely with the franchise overall. To each their own, but I love this film and I think that it gets a lot of unfair criticism and I haven’t even talked about the opening scene or the shift in tone here, but that’s a story for another day.

3. Scream – Wes Craven, 1996

After watching the latest entry into the series and the new requel of the Texas Chainsaw franchise, I just had to appreciate the greatness of the original Scream. It is both a love letter to slashers and a perfect parody of them and finds the perfect blend between a somewhat serious slasher and a goofy horror comedy. The killer reveal is still awesome and hasn’t lost its impact, the humour and meta-shenanigans are on point and the list goes on and on.

This art at its peak. Taken from http://www.karladelakidd.com/

I don’t really have too much to say but I think Scream is just great and you have to watch it. I also recommend re-watching Scary Movie afterwards, as that one points out just how great of a parody the original Scream actually is: in Scary Movie, they actually took original bits of the script and didn’t change the characters’ voice lines but instead just highlighted how ridiculous the original lines were through overacting. Scary Movie hasn’t aged well at all, but at least it makes you appreciate the original Scream even more, especially the comedic part of it.

2. Cloud Atlas – the Wachowski sisters and Tom Tykwer, 2012

Surprise, I also adore the film, which may be controversial. I expected to hate this, even more so when I realised that it was directed by the people behind the Matrix films, which I didn’t enjoy particularly. Additionally, I thought that there was no way to turn a novel like Cloud Atlas into a film but I was wrong in that assumption. I think that this motion picture manages to transport the story into an entirely different medium and uses all the prospects of film to its advantage – with some tone deaf artistic choices.

I get why people dislike this film because of the actors playing different races, as that was a bad decision that should not have been made. It is just tone deaf and counterintuitive given the message of the novel and film but I think I get what they were going for, which of course does not excuse this choice. The chose to have the same actors play similar roles throughout the stories to bring some of the themes which may otherwise have been lost in adaptation into the new medium but they could have come up with better ideas than having white actors play people of colour and vice versa. I can still enjoy the film though because of its message and overall execution.

As for the story: Cloud Atlas tells six stories set in different ages of humanity and makes an effort to highlight atrocities throughout our history. While you have to make an effort to make out the connections between these stories in the novel, the film uses its medium to its advantage and jumps a lot more between the different times and settings, paralleling key scenes and bringing its message across. If it weren’t for the aforementioned artistic decision, which can make this film come across as colour blind, it could be revered as the masterpiece that I think it could have been. This is a case where have to keep artistic intention in mind and given the fairly radical progressive message of the source material, especially in Sonmi’s story, I am pretty sure that this was just a poor but not ill-intended decision.

I can really dig Cloud Atlas though, not only for its adaptation of the source material, but also for its cinematography, visual style and overall presentation. Apart from that, the cast is massive and involves big names, such as Tom Hanks, Hugo Weaving and Halle Berry. It is a great adaptation and I thoroughly enjoyed it, despite all my concerns, which ultimately makes it one of my favourite films.

As for my number one: Jurassic Park. Gif taken from: http://www.vidiotsfoundation.org/

1. Jurassic Park – Steven Spielberg, 1993

This is the one film that I’m always going to love. It has never lost its very special feel to me, even after almost twenty years of continual re-watches. It has everything: Jeff Goldblum, great cinematography and a wonderful score, animatronics, making its effects hold up nicely, a great plot with lots of interesting themes, even if they are more subtle than in later installments, and dinosaurs of course.

I am always going to love this film and the scene where you see the first dinosaur alongside Alan Grant (Sam Neil) and Ellie Sattler (Laura Dern) always brings me close to tears. After all these years, this film still manages to capture the child-like wonder and love I have for dinosaurs and that is something that no other medium has managed to achieve thus far. JP is not only my favourite film, but among my favourite pieces of art in general and I have a feeling that isn’t going to change anytime soon.

Beyond that, the writing is on point and the cinematography helps to bring the entire premise to life. It takes a while until we see the antagonists of this film in full and before that, we only catch small glimpses of the raptors. Of course, the real antagonist, capitalism is omnipresent but there is nothing like a sweet build-up and a satisfying climax (this sounds wrong lol). The raptors are quite similar to the aliens in Ridley Scott’s classic, as they are smart and small and thus able to enter buildings and play with their prey, that is unsuspecting humans. Their scenes are iconic in themselves but there is so much more and all the great moments in this film never get old. It is still a masterpiece to this day.

Final Thoughts:

These are my favourite films. What about yours? Let me know. As promised earlier, here’s the link to my wordpress account. If you would like to become mutuals, just hit me up, I really enjoy reading and writing reviews and finding new films. https://letterboxd.com/sovlpvnk/

Thanks for reading as always.

-sovlpvnk

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Interview #4: allcaps.

1. Could you briefly introduce yourselves and talk about your roles in the band?

Dalton: I’m kind of the founder of the band and one of the guitarists. And alongside Jasper I also do the marketing and management behind the band for now until we find a manager because it’s kinda tiring to do that (laughs).

Melle: I’m Melle, I’m 25 years old and play guitar.

Dalton: Oh, I’m 21 years old by the way.

Jasper: Zoomer (laughing)

I’m Jasper. I sing, do marketing and sometimes write music. That’s about it.

Douwe: Hi, my name is Douwe. I’m 25 years old and I play the drums.

Dylan: I’m Dylan, the bassist and my pop-punk roots came from when I picked up the bass and guitar. But I also made the cover art for the EP. I’m also the designer.

2. What type of music do you play and which artists influenced you in particular?

Dalton: In general, the music is inspired by the 2010-ish wave of pop-punk, like THE STORY SO FAR and KNUCKLE PUCK, oldschool TURNOVER, that kind of stuff. Maybe we could do one influence per person? The biggest influence for me is old TITLE FIGHT, the first two albums.

Melle: It’s kinda hard to think of one but I think one to pick which reflects our sound the most would be HOT MULLIGAN.

Jasper: I’m influenced by NOTHING, NOWHERE and started listening to him when he was still doing his emo thing but now he’s doing more pop-punk.

Douwe: The funny thing is I don’t really have a lot of pop-punk inspirations because I come from more of a hardcore and metalcore background, so drummers from metalcore bands like Dan Searle from ARCHITECTS and Craig Reynolds from STRAY FROM THE PATH are my two main influences right now.

Dylan: A recurring band that kept popping up when we were talking about starting a band is TITLE FIGHT. There is a lot of influence from them behind the songwriting. I don’t write a lot, Dalton does most of the writing and Jasper a lot of the lyricism but I can really make the bass parts my own. I would say TITLE FIGHT is a main influence sound-wise.

3. Before putting out any music, you started to build up a following on social media. Apart from that, you’ve got a clear visual style when it comes to both your EP and social media presence, so you obviously know about the importance of marketing.

As an upcoming band with a punk/hardcore and DIY background, what do you think are the chances and challenges of making music in the age of social media?

Melle: I think the main thing we get from this are chances, not challenges. You get a further reach than without social media. Previously, you would have to rely on local shows, venues and papers to talk about you and now you can send your stuff out all over the world. Like this for instance. This is our first face to face interview and it’s with a German journalist and that’s quite different than it would have been a while ago. The only challenge that comes with it is that this is also an opportunity for so many other bands.

Jasper: There’s like 20 million people making music nowadays.

Yes, you have try and stick out.

Dalton: Yeah, it’s kind of like figuring out what works on Instagram and getting people’s attention. The biggest challenge I think is sticking out and actually getting your music to be heard by people instead of just fading out and getting lost in the sea of posts that are out there, but as Melle said, there’s a lot of chances as well. It’s different from what it used to be but the time’s are changing.

Dylan: I think social media lends itself to setting things up. We created a lot of assets that we can use if we have a photo shoot for example. Afterwards, we can go through the photos and see: “Yeah, that kind of photo works really nicely with this type of post”. So you don’t only have an engaging message but it also fits in with the post because the first thing that people see is the post, right? Afterwards they read what’s written down below. So if you’ve got a post that already touches on both, that’s two birds with one stone, I guess.

Social media is a challenge. We picked up some of the basic stuff. We looked up how to track what we do and how it gets out there but fully grasping and understanding that and “how you are an influencer” is really difficult, also because it is unpredictable and a lot of factors go into it. We’re not the only band who wants to get out there, so there’s limited space for so many people.

There’s so much work to planning this all out and making sure that what you post represents you well.

Dylan: Yeah and the cover of the EP helped us to create a look and branding. We can use it in different ways and create a branding and familiarity attached to it.

The Cover of “my fantasy // my enemy” out since 20th April

4. What gives you inspiration for your music? And what does your song writing process look like?

Dalton: January of last year, a little over a year ago, I started writing some music myself. I contacted the singer of HOMETOWN CREW, Daan. He’s a really cool guy. But anyways I contacted him because I wanted to start a band, so I asked him how to get going with that. He told me to start writing music in advance so I can show people what music I want to make, so I started to do that.

Usually how it goes for me is, I am inspired by other music or I take a walk through the woods. Or I just have a random melody stuck in my head, which I record. Usually, I have an idea in my head, based on either some random influence or music. Then I write a small snippet of a song, record it and send it to the other guys and then we work it out together. Melle will add a lead part for example.

Another example: the title track has a hardcore-ish breakdown in the middle and Dylan worked that out with the rest of the band. That’s usually how it works: someone comes up with an idea and we work on it together as a band.

Dylan: Not one single person writes an entire song. Maybe someone creates the foundation for a song, but you pass things around. First, someone has an idea, then another one adds something to that idea and if that fits, you make it work.

The track where I added the breakdown is the title track of the EP. It was an old demo and we were at a rehearsal room, thinking about how we can expand the song and add a chorus. Then I thought it might be fun to add a breakdown, so we did that. There is a lot of forwards and backwards in songwriting to create a dynamic flow with each other.

5. Your first EP my fantasy // my enemy released on 20th April. How does the aesthetic of the EP tie in with the creative process of making the music? Did you already have a vision in mind while working on the music or did you settle on a visual style once the music was finished?

Douwe: The visuals with the TV and the flowers on top came from a house party. It was already like 10 am and I saw the TV with the plants on top, sent that into the group and that’s how that worked out. Dylan is really good at rendering stuff, so he just played with it and this is how it turned out.

That also fits in with the pop-punk thing: you just took that picture at a house party and made it work out.

Douwe: Yeah. 

Jasper: It worked out perfectly. It’s a TV, so you can put any information in it.

Yeah, a great social media template, essentially. A frame where you can put stuff in via photoshop and stuff.

Jasper: Dylan did most of the design work. He added pastel colours, matching the flowers.

Dylan: I really like to be creative and learn new stuff, so for this cover I used blender. I’m not a veteran, because I’ve only been using it for a year now, but I like to be creative with it and I get to express myself through that programme. That’s nice.

Jasper: Originally, there were four vases with flowers on the TV, so we thought: “Wait, there are five songs on the EP, so let’s make it five” and we changed that.

Dalton: It was definitely a process of its own, right? (the others agree). The album cover came first and then we did the branding afterwards. We try to create a cohesive picture, at least on social media, so it isn’t all over the place.

Dylan: Design-wise, the TV, flowers and vases don’t represent too much concerning the lyricism of the songs, but we played around with them. At first, there were four vases, as Jasper said, and we thought it would be fun to make them into five, representing us as a group of five and our EP with five songs. That makes the design tie in with us. After Douwe had sent us the picture of the TV, I took it upon myself to work on it and turn it into a cool render. We really liked the TV screen, so we didn’t think about an alternative cover either because we just liked it so much.

6. A question to all bandmembers: Do you have a favourite track on the EP and why is that?

Dylan: My favourite song would probably be break my bones. When I first listened to the demo I really liked the flow of the song and the bridge with its build-up. But it’s also a fun song and works nicely with what we want to be as a band. There are some nice lyrics and it brings some of the heaviness that we like to bring, not the standard heaviness of “breakdown here, breakdown there” but a more subtle one. It’s not really a hard song to play either, so we also really like to be goofy while playing it and I’m really looking forward to doing that live.

Dalton: I think my favourite song is summer end, the closing track. It doesn’t really follow the traditional pop-punk sound but it captures the essence of what pop-punk sounds like in a way. The intro is really long with a build-up and there are lots of different signatures.

Jasper: It does have some of the metalcore-ish elements of our sound but it’s still pop-punk.

Dalton: The ending is my favourite part of the EP.

Douwe: It sends the EP off nicely. -Dalton: Exactly. It’s a heavy hitter at the end.

Melle: I’m gonna be unoriginal and say summer end as well. Like Dalton said, there are lots of different textures and guitare-wise it is really fun to play. The leads are kind of all over the place, going from rhythm to slapping and shit and I just like playing that. The end from the singalong up to the last breakdown, it’s just cool. I like the live version more but that’s up to Douwe.

Jasper (in an ironic voice): Well, then I’m gonna be different… No, I generally like the entire EP but if I had to choose one, it would be the title track my fantasy is my enemy or summer end. My fantasy is just a slap in the face and that’s why I like it so much. It’s the hardest track on the EP (everyone agrees) and a perfect transition in my opinion: the first track is very pop-punk, the second one a little less and the third one slaps you in your face and that’s how it continues.

Douwe: I think my favourite song would be in my coffin, the first single that we released. It was the first demo that Dalton had shown me and I instantaneously thought “this has potential”.

Jasper: The first line on summer end is the first track we’ve ever written. I was already following Dylan and saw that they were looking for a singer and I was like maybe I can sing and they sent me the demo. I wrote that line on the same day when I heard the demo and it’s still there, so that’s a cool story.

It sounds like everything came together nicely. Having these instantaneous ideas and making them work together seems like fun.

Douwe: Yeah, it’s really fun because everyone can come up with an idea and we can try to make it work. If it works, it works, if it doesn’t, we work on a different idea and move on to the next thing. We work really organically and that’s what I love about our working process.

The release show for my fantasy // my enemy on 4th May 2022

7. You’ve got a release show coming up on 4th May. Apart from that what are you up to and what are your hopes and aims for the future?

Dylan: I’m really, really excited for the release show, especially because I haven’t played live in so long and this is going to be the first time standing on stage with these people. Today, I got the first burst of excitement and healthy nervousness.

Jasper: For the release show, we’re expecting lots of fun and lots of people coming around. But we hope we get to play a lot of shows and keep on writing. Earlier today, in a meeting, I was asked about my goals for the future and I said we’ll play Lowlands in five years.

Melle: I think everyone feels the same way about it. Everyone wants to get out there, play as many shows as we get and see where this thing is gonna take us. That’s what motivates us.

Dalton: It’s nice for me because we’re really motivated but it also motivates us, so it goes both ways and is kinda cyclical.

I think one can already tell from your social media presence that you’re taking your music seriously and enjoying it, so I think you’re already on the right track.

Dalton: We’ve gotta overcome the bridge of being present offline instead of just being present online. But I think that comes with time and playing shows, getting yourself out there.

Melle: We’ve already gotten to know a few bands with whom we are going to play the release show and there are a few more that we are already in contact with.

Dalton: It would definitely be great to do a tour somewhere. – Jasper: Everywhere.

8. Is there anything you would like to tell your followers or anything you would like to tease? Beyond the release show.

Jasper: Of course we want to thank our followers. The amount of support we got is insane. I’m really curious about how the EP is going to be received but the first single is looking good, so we want to thank everybody for listening and for the support on social media.

Dylan: The amount of support we got on the first track alone was mindboggling: reaching 1k views in little more than 24 hours was amazing and I can’t wait for the EP to release and people to hear the new songs.

Jasper: We’ve already written new songs, so that’s a thing as well.

So you’re keeping busy and staying productive.

Jasper: Exactly, there’s like three songs already.

Douwe: Yeah, we’re not stopping.

The next one is already incoming.

Jasper: Exactly.

Dylan: As of now, an album is not planned because you have to keep people’s attention span in mind, so EPs are a better way to do that. I’m really looking forward to writing more and letting you guys listen to our music.

Another thing we want to do is to show that there’s a sound in Europe that resonates with that new wave of pop-punk that is currently mostly situated in America. It’s kinda going mainstream again but it’s not really coming over to Europe and we want to change that.  

Douwe: Stay tuned!

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Interview #3: Yung Beethoven (deutsche Version)

1. Kannst du dich kurz vorstellen und erklären, was du genau machst?

Ich heiße Patrick und mein Künstlername ist “Yung Beethoven”. Ich mache ungefähr seit drei Jahren Musik, im Grunde Rap und Hip-Hop, aber es ist schwierig, das musikalisch auf den Punkt zu bringen, weil ich mache, was mir gefällt. Ich nehme recht viele Songs auf und bringe regelmäßig Musik heraus, ungefähr ein Mal pro Monat.

2. Was weckte dein Interesse am Musizieren? Warum hast du schließlich entschieden, selbst Musik zu machen?

Ich habe schon immer sehr aktiv Musik gehört und war auf vielen Konzerten. Das waren früher ganz andere Musikrichtungen, Melodic Hardcore, Metalcore und Deathcore, alles in dieser Richtung. Aber generell mochte ich schon immer Musik an sich und habe auch als Jugendlicher Bass gespielt für vier Jahre, auch ein bisschen Klavier und Gitarre, aber das war nie etwas Festes.

Ich habe Germanistik und Philosophie auf Lehramt studiert und im Bachelor hatte ich eine schwierige Zeit in meinem Leben. Meine Ex-Freundin hatte ein paar Jahre vorher mit mir Schluss gemacht. Das beschäftigte mich damals immer noch sehr und ich brauchte ein Ventil, um das loszuwerden. Vor drei Jahren ungefähr kam es eines Abends dann dazu, dass ich gelangweilt war und Musik hörte, auch Hip-Hop. Ich weiß noch, dass Lil Skies’ “Welcome to the Rodeo” lief und dann dachte ich mir, dass ich das auch kann und ausprobieren möchte, mal einen Rap-Track zu schreiben. Das war ganz lustig und machte Spaß, diente aber hauptsächlich der Unterhaltung. Als ich den Song Freunden zeigte, kam er auch gut an und dann machte ich weiter.

Ich kopierte anfangs Flows, veränderte Texte und wagte mich nach und nach an eigene Musikstücke heran. Das hab ich recht analytisch gemacht, weil ich, wie gesagt, Germanistik studiert habe, also schrieb ich quasi Gedichtsanalysen, bei denen ich mir anschaute, wie die Songs funktionieren und was sie ausmacht: Wie wird darin gerappt? Worüber rappen die und wie sieht das aus mit den Kadenzen, der Anzahl der Silben und so weiter? So ging das dann los. Im Großen und Ganzen machte ich das Ganze nur aus Spaß.

Musik war also immer eine Konstante und irgendwann wolltest du einfach selbst etwas machen.

Ja, aber das kam auch sehr plötzlich und ich hätte nicht damit gerechnet, obwohl ich schon immer aktiv Musik gehört habe. Wie ich jetzt mitbekommen habe, machen das wohl nicht so viele Menschen. Ich setze mich wirklich hin und höre aktiv Musik und das war auch schon immer so, also spielte Musik immer eine große Rolle für mich.

3. Was gibt dir Inspiration und Motivation für deine Arbeit? Angenommen, du schaust einen Film und magst dessen Vibe, kann dich das auch beeinflussen? Du kannst aber auch ganz allgemein über das Thema sprechen.

Das ist schwierig zu sagen. Natürlich gibt es Sachen im Leben, die mich inspirieren, wenn ich zum Beispiel ein cooles Musikstück höre. Wenn etwas in einem Film vorkommt, ist es die Sache, ob ich das auch gerne höre. Wenn es zum Beispiel Hip-Hop ist, den ich selbst mache, kann mich das schon mal inspirieren, aber ich würde das eher von den Filmen trennen.

 Ich mache, was mir gefällt und was ich in dem Moment cool finde. Wenn ich zufälligerweise etwas höre, das mir gefällt, kann es sein, dass ich das nachahme und versuche, selbst einen Song in der Art zu machen, aber wohin sich das, was ich mache, im Endeffekt bewegt, ist doch immer unterschiedlich, wobei man es auch mit bestimmten Begriffen beschreiben kann. Ich nehme im Grunde, was mir gefällt.

Man muss auch dazu sagen, dass ich Beats aus dem Internet nutze. Ich suche nach dem Genre, das ich spielen möchte oder nach Künstler*innen mit dem Sound. Die geben dann schon einen bestimmten Sound vor und genau so suche ich dann die Beats. Das heißt, wenn ich einen Pop-Punk-Song schreiben möchte, suche ich nach Pop-Punk-Beats oder wenn ich einen Hyperpop-Track schreiben möchte nach passenden Beats oder bei klassischem Hip-Hop nach den entsprechenden Producern. Weil ich das jetzt auch schon etwas länger mache, gibt es auch eine Hand voll Producer, die ich regelmäßig abchecke. Bei denen weiß ich, dass ich ihren Sound mag und was die machen, hat dann auch Einfluss auf mich, weil ich über deren Beats singe.

4. Wie sieht dein Songwriting-Prozess aus?

Im Grunde bin ich immer auf der Suche nach Beats. Ich folge, wie gesagt, mehreren Producern und höre immer deren neuesten Beats. Wenn es einen gibt, der mir gefällt, nutze ich den einfach. Dann summe ich eine Melodie, die ich auf diesem Beat höre und nehme die teilweise auf, damit ich sie nicht verliere. Im Grunde nutze ich dann dieses Konstrukt der Melodie und setze dann Sätze ein, die mir einfallen und passe die dem Takt an. Dabei achte ich darauf, dass sie die richtige Silbenzahl haben. Das können Dinge aus meinem Leben sein, die mich bewegen oder mir durch den Kopf schwirren, beispielsweise: “I don’t like the way you treat me” oder so was und von dort aus setze ich dann einen Reim drauf.

Wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht, schreibe ich Aussagen dazu, die passen und die ich loswerden möchte. Dabei halte ich mich dann an gewisse Regeln. Wenn der Flow gleich bleibt, sollte man im nächsten Vers die gleiche Silbenzahl verwenden. Eine Silbe mehr oder weniger gehen auch, aber wenn es deutlich mehr Silben sind, muss man tricksen oder den Flow anpassen. An solchen Regeln kann man sich aber grundlegend orientieren. Im Großen und Ganzen läuft das so ab und ich setze einfach einen nach dem anderen darauf.

Oftmals fange ich mit der Hook an, weil die das Wesentliche am Lied ist. Wenn die nicht geil ist, weiß ich nicht, ob ich den Song fertigstelle und wenn ich danach noch Lust habe, schreibe ich direkt den Verse weiter. Manche Lieder habe ich vollständig in einem Go geschrieben. “Peace”, wozu ich das Video drehe, schrieb ich zum Beispiel in einer Session und das lief alles sehr flüssig. Deswegen finde ich den Track auch mega gut, weil er einfach gut zusammenkam. Manche Songs schreibe ich dann Stück für Stück und an einem Tag zum Beispiel die Hälfte vom Verse und die andere am nächsten Tag, manchmal aber auch den ganzen Verse. Es kommt immer drauf an, wie ich mich fühle und wie viel Zeit ich habe.

Meistens gehe ich mit dem Verse und der Hook zu Maik und nehme die dort auf. Dann bearbeite ich die hier und wenn ich weiß, dass er gut klingt, beende ich auf jeden Fall den Song. Es kann aber auch sein, dass ich Songs verwerfe.

Bisher habe ich ungefähr 20 Songs veröffentlicht und um die 100 geschrieben, wobei ich auch nicht alle aufgenommen habe. Gerade in der Anfangsphase habe ich viel geschrieben. In den ersten drei Monaten schrieb ich jeden Tag zwei oder drei Songs. Die waren dann auch nicht gut, aber man muss das halt erst mal lernen. Was gute Songs mit Potential angeht, habe ich mit den veröffentlichten so 40, maximal 50. Der Rest ist ziemlicher Schund, würde ich jetzt mal behaupten. Das musste aber auch erst mal sein, um es zu lernen. Wenn ein Track mir dann aber auch in der Aufnahme gefällt, ist er fertig.

Kommt es vor, dass du dich später erneut an einen alten Song setzt, den du vorher gedumpt hast, um ihn weiter zu verwerten oder Ideen anders umzusetzen?

Das war erst kürzlich der Fall mit “Give me a few years”. Ich hatte daran gearbeitet, aber dann kam das Leben dazwischen und ich musste die Arbeit daran aufschieben, also kam er jetzt erst nach einem Jahr heraus. In dem Song sage ich auch “Two years ago I reached a new milestone”, weil ich damals erst seit zwei Jahren Musik gemacht hatte. Man sieht also, dass der Song etwas älter ist.

Es gibt auch Songs, die ich habe schleifen lassen, zum Beispiel “Crazy”, einen Track, den ich echt liebe und vor einem Jahr angefangen hatte und unbedingt fertigstellen möchte. Deswegen mache ich aktuell auch eine Pause und schreibe keine neuen Songs, schon seit 1,5 Monaten. Das ist die längste Pause, die ich bisher hatte. Ich möchte die ganzen Songs, die ich schon angefangen habe, fertigstellen bevor ich neue Songs schreibe, weil ich auch die bisher nicht fertigen Songs gut finde.  

5. Du experimentierst gerne mit verschiedenen Genres, unter anderem Pop-Punk und Hyperpop. Was steckt dahinter? Hängt das immer von deiner Stimmung ab oder versuchst du dabei, dich selbst zu pushen?

Auf jeden Fall. Ich habe ja erwähnt, dass ich in meiner Jugend viel Metalcore und Melodic Hardcore gehört habe, was ich immer noch tue, aber nicht mehr so aktiv wie damals. Für meinen Geschmack ist meine Musik oftmals zu sehr auf der Hip-Hop-Seite und zu wenig auf der Rock- und Hardcore-Seite. Das möchte ich auch gerne lernen. Ich möchte energetische Musik machen, die voller Power ist und das hat Melodic Hardcore für mich extrem in sich. Das würde ich auch gerne machen, weil Hip-Hop oftmals chill und laid back ist, auch wenn er energetisch sein kann. Deswegen finde ich auch Hyperpop interessant, weil er mir beides gibt.

Im Endeffekt tue ich es auf jeden Fall, um mich zu pushen und neue Genres zu entdecken. Ich mache, was mir Spaß macht und was ich will, möchte mich aber auch nicht nur auf ein Gerne beschränken. Gleichzeitig muss man sich überlegen, ob es sinnvoll ist, nicht in eine Box gesteckt werden zu können und das ist etwas schwierig.

Die Balance zu finden, machen zu können, was man möchte, aber gleichzeitig auch nicht zu breit aufgestellt zu sein, ist wahrscheinlich Abwägungssache.

Richtig, deine Hörer*innen erwarten auch etwas von dir. Angenommen, jemand hört zum ersten mal meine Musik und mag einen Track sehr, hört sich dann den zweiten Song an und merkt, dass das ein ganz anderer Vibe ist, dann kann es sein, dass er sich denkt: “Der eine Song ist cool, aber den Rest höre ich mir gar nicht erst an”. Aber dann ist das halt so und trotzdem mache ich, was ich will und möchte mich gar nicht wirklich davon leiten lassen.

Hip-Hop bietet aber auch eine gewisse Konstante, weil er immer schwerpunktmäßig in deiner Musik vorhanden ist.

Genau, auch mein Gesang und meine Art, ihn zu bearbeiten, geben dem Ganzen einen Wiedererkennungswert, denke ich.

Wir hatten ein Mal privat angesprochen, dass du auch gerne das Schreien lernen und das mehr einbringen würdest. Gibt es etwas, das du anteasen kannst und im Visier hast und gerne mehr einbringen würdest?

Geschrei als Kunstform und Stilmittel finde ich schon sehr interessant. Die gesamte Musik, die ich als Kind und Jugendlicher gehört habe, beinhaltet das, aber in dieser Extremform würde ich das nicht umsetzen wollen. Aber ich würde das gerne als Stilmittel an bestimmten Punkten einbringen. Bisher ist mir das aber leider noch nicht so geläufig und ich habe auch nicht so viel Zeit, um das umzusetzen, auch insgesamt, weil es noch so viele Dinge gibt, die ich lernen möchte. Ich versuche mein bestes und es wäre schon fett, Screaming in meine Musik einzubinden. Ich habe aber auch gemerkt, dass man ohne das auch sehr energetische Musik machen kann, weshalb Hyperpop wiederum so interessant ist, weil der Beat da schon viel Energie mitbringt.

6. Zum Musik-Machen gehört mehr als nur das Musizieren an sich und du singst nicht nur, sondern bist auch dein eigener Marketing-Manager. Welche Herausforderungen und Chancen bringt es vor diesem Hintergrund mit sich, im Zeitalter von Social Media Musik zu machen?

Ich würde mal mit den Chancen anfangen. Heutzutage ist es glaube ich mit am einfachsten, selbst Musik zu machen und auch damit etwas Geld zu verdienen oder in irgendeiner Form Erfolg zu haben, einfach weil die Audienz global ist. Du kannst es schaffen, mit Leuten aus England zu connecten, aus Amerika, Thailand, wo auch immer und ich habe tatsächlich Fans aus der ganzen Welt, was voll krass ist, weil dich Leute auch anschreiben und dir sagen, wie cool sie deine Musik finden und aus jedem Teil der Welt kommen. Das ist schon interessant. Das ist die große Chance, aber auch die große Schwierigkeit, weil du Leute aus der ganzen Welt erreichen kannst, aber auch wissen musst, wie du sie erreichst. Aufgrund dessen, dass wir alle auf Social Media unterwegs sind, auch als Konsumenten, ist der Feed, den wir als normale User*innen erhalten, gigantisch. Wir alle haben Leute abonniert, zum Beispiel auf Instagram, und wenn du noch jemandem folgst, kann es sein, dass du die Person gar nicht im Blick hast, insbesondere wenn die Person nicht so aktiv ist.

Ich versuche zum Beispiel, aktiv zu sein, aber das fällt mir auch schwer. Die größte Herausforderung für mich ist tatsächlich der Marketing-Teil der Musik. Das Musik-Schreiben fällt mir mittlerweile recht leicht und ich bin darin auch viel schneller geworden. Für “Savior”, zum Beispiel, habe ich damals 24 Stunden in diesem Programm verbracht. Heutzutage geht das viel, viel schneller und ich bekomme einen Song auch mal in sechs bis acht Stunden fertig. Social Media ist aber immer die Sache, weil man sich auch überlegen muss, was man posten kann, was sinnvoll und engaging ist.  Außerdem muss man auch das Visuelle erstellen. Ich kenne mich mit dem Audio-Part aus, aber das Visuelle ist nochmal eine andere Sache, allein schon, einen Flyer zu erstellen, beispielsweise oder einen Instagram-Post mit der richtigen Auflösung und ein Branding zu erstellen, das Wiedererkennungswert hat. Das fällt mir alles noch schwer, aber ich werde besser und das wird auch immer leichter. Das ist Übungssache, so wie alles im Leben.

7. Gibt es etwas, worauf du besonders stolz bist oder einen bisherigen Meilenstein? Du hast zum Beispiel mit einem YouTuber kollaboriert und auf einen Beat etwas zusammengerapt. Gibt es ähnliche Dinge, auf die du stolz bist?

Es gibt mehrere Dinge, auf die ich stolz bin, auch, dass ich das überhaupt mache, weil das eine gewisse Überwindung braucht. Mich hat das gerade anfangs eine gewisse Überwindung gekostet, allein, die Musik Leuten zu zeigen. Mittlerweile ist es mir nicht mehr peinlich, aber anfangs schon. Ich bin aber auch stolz darauf, dass ich so konsistent bin und regelmäßig Tracks release und mir Menschen zuhören, aber auch das Feature mit J. Rent. Dass das geklappt hat, war echt toll und daran sieht man auch, dass man einfach mal Opportunities erkennen und nutzen muss. Man muss auch mal Leute ansprechen und ganz nett fragen. Natürlich bekommt man nicht immer eine Antwort und er war nicht der erste, den ich für ähnliche Formate angeschrieben hatte, aber da hat es geklappt und darauf bin ich natürlich stolz.

Was so gesehen meine Karriere gekickstarted hat, war ein YouTuber, der damals “Wasted” im März 2020 für eine Compilation genutzt hatte. Mein Lied lief im Hintergrund, während er die Highlights seines Spiels zusammengestellt hatte. Darunter verfasste er dann einen Kommentar, in dem er schrieb, dass ich coole Musik mache und die Leute mich abchecken sollen und das machten die auch. “Wasted” war lange Zeit auch allein deswegen mein erfolgreichster Song. Im ersten Monat, in dem meine Songs auf Spotify zur Verfügung standen, hatte ich 4000 Streams und das war schon extrem krass, weil ich gerade erst angefangen hatte. Seit dem sind die Zahlen natürlich gestiegen, aber das war schon ein krasser Stepping Stone, den ich nicht vergessen möchte.

8. Hast du Tipps für Leute, die sich ebenfalls für das Thema interessieren und vielleicht noch einen Einstieg brauchen? Sprich, Empfehlungen für Anfänger*innen, Anknüpfpunkte oder Künstler*innen aus deinem Feld, die man abchecken sollte?

Am wichtigsten ist, dass man anfängt, Musik zu machen. Man muss das üben und es ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Ich habe YouTube als Learning-Plattform erkannt, weil es dort so viele Channels gibt, die sich darauf spezialisieren, bestimmte Skills zu vermitteln. So habe ich Musikbearbeitung gelernt, allein durch YouTube ohne Kurse, auch Social Media. Jede*r, der das machen möchte, kann auf YouTube Videos von Simon Servida (“Servida Music”) anschauen oder “In the Mix”, von mir aus auch “J. Rent”. Ich hab die alle geschaut und da sieht man immer wieder ein paar coole Tipps, die man für diese Bearbeitungsprogramme nutzen kann.

Das muss man noch nicht mal machen und braucht auch nicht unbedingt die Programme, sondern kann auch einfach loslegen. So habe ich das auch gemacht und Gedichtsanalysen von Songs gemacht, mir angeschaut, wie die das machen und das erstmal kopiert. Das macht man ja immer. Wenn man Gitarre lernt, fängt man schließlich auch nicht einfach an, zu komponieren, sondern kopiert erst mal einen coolen Track von “Metallica” oder was auch immer. Deswegen; fangt einfach an und guckt ganz viele YouTube-Videos zu dem Thema. Die Leute, die da kostenlos Informationen zugänglich machen, sind extrem krass. Das findet man alles im Internet.

Anfangs hatte ich auch nur ein Mikrofon und ein Audio Interface, damit ich das Mikro an den Laptop anschließen konnte und nichts weiter, keine professionellen Leute, die mir geholfen haben und keinen Aufnahmeraum und so weiter. Das geht also alles alleine und man muss nur anfangen.

Das ist auch eine weitere Chance, die es mit sich bringt, im Social Media Zeitalter Musik zu machen. Man kann online auf alles zugreifen und muss einfach nur Chancen nutzen.

Ja richtig. Einen Tipp hätte ich noch: Anfangs war es mir sehr unangenehm, das zu machen. Aber es wird jedem so gehen und schwerfallen, die eigene Stimme zu hören; ich mochte meine Stimme auch gar nicht am Anfang. Jeder Mensch hat natürlich Schwierigkeiten damit, seine persönliche Seite zu zeigen, seine verletzliche Seite. Das ist für jeden so, aber man muss an dem Punkt auch weiterkommen und sich trauen, man muss mutig sein, dass darf man auch nicht vergessen. Irgendwann ist es dann second nature und dann ist es auch kein Problem mehr.

Gibt es noch Leute, denen du ein Shout Out geben möchtest?

Ja, Shout Out auf jeden Fall an Maik, “HollowKami”, bei dem nehme ich auch die Songs auf, weil der ein ziemlich gutes Studio hat. Er hört die Musik auch immer als erstes und gibt mir Feedback und ich habe mit ihm auch schon Musik gemacht. HollowKami auf Spotify: https://open.spotify.com/artist/7h8kiXpZvkjL7LLejqXwJo

Ein zweites Shout Out geht raus an Jason Masoud, einen amerikanischen Künstler aus Kalifornien, wenn ich mich jetzt nicht irre. Abgesehen von Maik ist er der einzige Feature-Partner, der direkt vorbereitet mit Aufnahmen kam. Mittlerweile habe ich bisher einige Anfragen bekommen und hatte einige schlechte Erfahrungen mit Features, weil die Leute teils gar nichts geschrieben hatten, weshalb ich die Tracks dann solo schreiben musste und letzten Endes allein raushaute. “Lovely Entertainment” wäre ursprünglich auch ein Feature gewesen. Jason kam aber mit einem Beat, den er selbst aufgenommen hatte und hatte bereits einen Text geschrieben. Unser Feature lief komplett smooth. Deswegen Shout Out an Jason. Er ist real. Jason Masoud auf Spotify: https://open.spotify.com/artist/2ZDVnuPd31hILsEUXMKcC1

Außerdem noch ein Shout Out an Andre, “drekay”. Mit dem habe ich “Give me a few years” gemacht. Er ist einer meiner besten Freunde und macht auch Beats. Er ist mein größter Kritiker und bekommt jeden Song zu hören. Folgt Andre auf Instagram: https://www.instagram.com/aka.drekay

9. Gibt es besondere Pläne für die Zukunft oder etwas anderes, das du ansprechen möchtest?

Es ist viel geplant. Ich arbeite gerade daran, auf Tiktok viel herauszubringen, auch Performance-Videos im Studio bei Maik. Außerdem arbeite ich an einem Video zu einem Song, der mir viel bedeutet. Dafür habe ich mich mal heraus getraut und etwas aufgenommen. Ich lerne gerade Videobearbeitung, weil ich dachte: “Wenn ich Audio bearbeiten kann, kann ich auch Video bearbeiten”. Das sind die Pläne für die Zukunft: viel mehr visuell machen und nach Möglichkeit noch mehr herausbringen und weiterhin Spaß haben, das ist das Wesentliche.

Mehr zu “Yung Beethoven” findet ihr auf Spotify, Instagram und YouTube.

https://www.instagram.com/itsyungbeethoven/

https://www.youtube.com/channel/UC5f5DKYw721hiMQXrLqabhA

Nochmal vielen Dank an Patrick für das Interview!

Interview #3: Yung Beethoven (English version)

1. Can you briefly introduce yourself and explain what it is that you do?

My name is Patrick and my stage name is Yung Beethoven. I’ve been making music for about three years now, basically rap and hip-hop, but it’s difficult to pin me down musically because I do what I like. I record quite a lot of songs and release music regularly, about once a month.

2. What sparked your interest in making music yourself? Why did you finally decide to become a musician?

I`ve always been an active listener of music and I used to go to lots of different concerts. Those were entirely different music genres, melodic hardcore, metalcore and deathcore, everything in that vein. But in general, I’ve always liked music and played bass for four years as a teenager, I also played a little piano and guitar, but that was never anything serious.

I did a bachelor in German language and literature and philosophy and had a difficult time in my life at that point. My ex-girlfriend had broken up with me a few years before. That was still on my mind at the time and I needed an outlet to get that off my mind. One night about three years ago, I got bored and started listening to music, including hip-hop. I remember Lil Skies’ Welcome to the Rodeo was playing and then I thought “I can do that too”, so I decided to try and write a rap track. It was quite fun, but mainly for entertainment purposes. When I showed the song to friends, it was well received and then I continued.

At the beginning, I copied flows, changed lyrics and gradually delved into writing my own music. I did so analytically because, as I said, I studied German language and literature, so I wrote poetry analyses, so to speak, looking at how the songs work and what makes them work: How do the artists rap? What are they rapping about and what about the cadences, the number of syllables and so on? That’s how it started. All in all, I was just doing it for fun.

So music has always been a constant for you and at some point you just wanted to try for yourself?

Yes, but that also came very suddenly and I didn’t expect it although I’ve always listened to music actively and I’ve come to realise not so many people appear do that. I really sit down and listen to music and that’s always been the case, so music has always played a big role for me.

3. What gives you inspiration and motivation for your work? Let’s say you watch a film and like the vibe of it, does also influence you? It doesn’t have to be films and you can answer this more broadly too.

That’s difficult to say. Of course, there are things in life that inspire me, like when I hear a cool piece of music. If something is in a film, it’s a matter of whether or not I like to listen to it. For example, if it’s hip-hop, which I make myself, that can inspire me, but I would separate that from films entirely.

 I do what I like and what I think is cool at the time. If I happen to hear something I like, I might copy it and try to make a song like that myself, but where I end up going is always different, although you can describe it in certain terms. I basically take what I like and do something with that.

Apart from that, I have to mention that I use beats from the internet. I search for the genre I want to play or for artists with that sound. They have a certain style and that’s how I search for the beats as well. That means if I want to write a pop-punk song, I look for pop-punk beats, or if I want to write a hyper-pop track, I look for suitable beats, and in the case of classic hip-hop, I look for the right producers. Since I’ve been doing this for a while now, there are also a handful of producers that I check out regularly. I know that I like their sound, so what they do has an influence on me because at the end of the day, I sing over their beats.

4. What is your song-writing process like?

I’m always looking for beats basically. As I said, I follow several producers and always listen to their latest beats. If there’s one I like, I just use it. Then I hum a melody that I hear over that beat and sometimes record that so I don’t lose it. Afterwards, I use the melody as a basic construct and insert phrases that come to my mind and adapt them to the beat. While doing that, I also make sure that they have the right number of syllables. These can be things from my life that move me or are buzzing through my head, for example: “I don’t like the way you treat me” or something like that, and then I put a rhyme on it and continue from there.

If I don’t know where to go from there, I write lines that fit in and that I want to get out of my system. I also consider certain rules, for example if the flow stays the same, the next line should have roughly the same amount of syllables. One more or less work as well but if a line has much more syllables, you have to change the flow or figure out another way to make it work. Such rules offer you a small guideline. On the whole, it goes like this and I just put in one line after the other.

Oftentimes, I start with the hook, because that’s the essence of the song. If the hook’s not awesome, I don’t know if I’ll finish the track. Afterwards, if I still feel like it, I’ll just go straight to writing the verse. Some songs I’ve written entirely in one go. Peace, for example, which I’m shooting the video for, came together in one session and it all went smoothly. That’s why I think the track is really good, because it just came together really nicely. Sometimes, I write songs piece by piece, for example the first half of the verse on one day, and the second half the next day, but sometimes I write the whole verse in one go. It always depends on how I feel and how much time I have.

Most of the time I take the verse and the hook to Maik’s and record them there. Then I edit them and if I know it sounds good on record, I know I’m definitely going to finish the song. But it’s also possible that I discard tracks.

So far I’ve released about 20 songs and written about 100, although I haven’t recorded all of them. Especially in the beginning I wrote a lot. In the first three months I wrote two or three songs a day. They weren’t particularly good, but you have to learn doing that first. As far as good songs with potential are concerned, I’ve got about 40, 50 at the most, including the ones I’ve already released. The rest is pretty rubbish, I’d say. But I had to learn how to write songs first. Finally, once I like the recorded version of a track, it’s done.

Do you ever return to songs that you’ve dumped previously in order to use them further or to implement the ideas differently?

That just happened with Give me a few years. I had been working on it a while ago, but then life got in the way and I had to put off working on it, so now it came out a year later. In the song I also say “Two years ago I reached a new milestone” because at that time, I had only been making music for two years, so you can see that it’s a bit older.

There are also songs that I’ve let slide, for example Crazy, a track that I really love and had started a year ago. I really want to finish that one. That’s why I’m currently taking a break and I have not been writing any new songs, for 1.5 months now. That’s the longest break I’ve had so far. I want to finish all the songs I’ve already started before I write new tracks, because I also like the songs I haven’t finished yet and I want to get them done. 

5. You like to experiment with different genres, including pop-punk and hyperpop. What’s behind that? Does it always depend on your mood or do you try to push yourself?

I want to push myself, for sure. I mentioned that I used to listen to a lot of metalcore and melodic hardcore when I was young, which I still do, but not as actively as I did back then. For my taste, my music is often too much on the hip-hop side and not enough on the rock and hardcore side of things. I would like to learn that as well. I want to make energetic music that is full of power and melodic hardcore encapsulates that for me. I would also like to do that because hip-hop is often chill and laid back, even though it can be energetic. That’s why I also find hyperpop particularly interesting, because it has both of these facettes to it.

In the end, I definitely do it to push myself and discover new genres. I do what I enjoy and what I want, but I also don’t want to limit myself to just one genre. At the same time, you have to think about whether or not it makes sense not to be able to be put in a box and that can be a bit difficult.

Finding the balance between being able to do what you want and not being too broadly positioned musically is probably difficult.

Right, because your listeners also expect something from you. Let’s say someone listens to my music for the first time and likes one track a lot, then listens to the second song and realises that it’s a completely different vibe, then they might think: “That one song is cool, but I’m not going to listen to the rest”. But if that happens, that’s just the way it is and I still do what I want. I don’t really want to be guided by that.

But hip-hop also offers a constant, because it’s always a focal point in your music.

Exactly, apart from that, my singing and the way I produce give my music a certain touch, I think.

We’ve previously talked about how you’d like to learn how to scream and incorporate that into your music. Is there something you can tease or something that you have set your sights on that you would like to do more of in the future?

I think screaming as an art form and stylistic device is very interesting. All the music I listened to as a child and teenager includes that, but I wouldn’t want to take it to that extreme. Instead, I would like to use it as a stylistic device at certain points. So far, I’m not that familiar with it and I don’t have that much time to put it, partly because there are still so many things I want to learn, but I’m trying my best to learn and implementing that into my music would be great. But I’ve also realised that you can make very energetic music without that, which is why hyperpop is so interesting to me, because the beat already brings a lot of energy with it.

6. There is more to making music than just the music itself and you are also your own marketing manager. With this in mind, what are the challenges and opportunities of making music in the age of social media?

I’d like to start with the opportunities. Nowadays, I think is one of the easiest times to be making music successfully, simply because the audience is a global one. You can connect with people from England, America, Thailand, wherever and I actually have fans from all over the world, which is wild because people also write to you and tell you how cool they think your music is and that they come from every part of the world. That’s interesting and a big opportunity but also a big difficulty because you can reach people from all over the world but you also have to know how to reach them. Because of the fact that we are all on social media, also as consumers, the feed we get as normal users is gigantic. We’re all subscribed to people, for example on Instagram, and if you’re following several people, it might be tough to keep up with them, especially if they’re not particularly active on social media.

I try to be active on there, but I also find it difficult. The biggest challenge for me is actually the marketing part of music. Writing music is quite easy for me now and I’ve become much faster at it. While working on Savior, for example, I spent 24 hours in that programme. Nowadays it’s much, much faster and I can finish a song in six to eight hours. But with social media that’s different, because you also have to think about what you can post, what is meaningful and engaging.  Beyond that, you also have to create the visuals. I know the audio part, but the visual is whole other thing, just creating a flyer, for example, or an Instagram post with the right resolution and creating branding that is recognisable. That’s all still hard for me, but I’m getting better and it’s getting easier. It’s all a matter of practice, just like everything in life.

7. Is there something you are particularly proud of or a milestone you have reached so far? For example, you collaborated with a YouTuber and rapped over a beat of his. Are there similar things you are proud of?

There are several things I’m proud of, including the fact that I’m doing this in the first place, because it takes a certain amount of courage. At the beginning it cost me a courage to just show my music to people. I’m no longer embarrassed now, but I was at the beginning. I’m also proud of the fact that I’m so consistent and release tracks on a regular basis and of the fact that some people listen to me, but also of the feature with J. Rent. The fact that this worked out was really great and you can see from that that you just have to see opportunities and use them. You also have to approach people and ask them nicely. Of course, you don’t always get an answer and he wasn’t the first person I wrote to for similar formats, but it worked out and of course I’m proud of that.

What kick-started my career was a YouTuber who used Wasted for a compilation in March 2020. My song was playing in the background while he compiled the highlights of his game in a compilation. He then posted a comment underneath, saying that I make cool music and people should check me out, and they did. Wasted was my most successful song for a long time for that reason alone. In the first month of my songs being available on Spotify, I had 4000 streams and that was incredible for me because I had just started making music. Until now, of course, the numbers have increased, but that was a real stepping stone that I don’t want to forget.

8. Do you have any tips for people who are also interested in this topic and might need an introduction? In other words, recommendations for beginners, starting points or artists from your field to check out?

The most important part is to start making music. You have to practice making music if you want to be a musician and it’s not as hard as you think. I’ve come to recognise YouTube as a learning platform because there are so many channels there that specialise in teaching certain skills. That’s how I learned music editing, just through YouTube without courses. The same goes for social media. Anyone who wants to do that can watch videos on YouTube by Simon Servida (Servida Music) or In the Mix, or J. Rent. I’ve watched their content and you can always find some cool tips that you can use for the editing programmes that you typically use in music.

You don’t even have to do that and you don’t necessarily need these programmes, you can just get started. That’s how I did it. I started off with poetry analyses of songs, looked at how they work and copied that at first. That’s what you always do. When you learn to play the guitar, you don’t just start composing, but copy a cool track from Metallica or whatever. That being said, just get started and watch a lot of YouTube videos on the topic. The people who make information available for free are MVPs. You can honestly find it all on the internet.

At the beginning, I only had a microphone and an audio interface, so I could connect the microphone to the laptop and nothing else, no professional people to help me and no recording room and so on. So you can do it all on your own and just have to start.

That’s another opportunity that comes with making music in the digital age. You can access everything online and you just have to make use of opportunities.

That’s right. I have one more tip though: I was very uncomfortable doing this at first. But everyone will feel that way and find it difficult to hear their own voice; I didn’t like my voice at the beginning at all. Of course, everyone has difficulties showing their personal side, their vulnerable side. That applies to everyone, but at that point you also have to move on and be daring, you have to be brave, you mustn’t forget that. At some point it becomes second nature and then it’s no longer a problem.

Are there any people you would like to shout out?

Yes, definitely a shout out to Maik, Hollowkami, at whose place I also record all the songs, because he has a pretty good studio. He always listens to the music first and gives me feedback and I’ve also made music with him before. Check out HollowKami’s music on Spotify: https://open.spotify.com/artist/7h8kiXpZvkjL7LLejqXwJo

The second shout out goes to Jason Masoud, an American artist from California, if I’m not mistaken. Apart from Maik, he’s the only feature partner who came prepared with recordings. I’ve been making music for a few years now and I’ve had a few requests so far but also some bad experiences with features, because some of the people hadn’t written anything at all, which is why I had to write the tracks solo and ultimately released them on my own. Lovely Entertainment would have been a feature originally. But Jason came up with a beat that he had recorded himself and he had already written lyrics. Our feature went completely smoothly. So a shout out to Jason. He is a real one. Also give Jason’s music a listen: https://open.spotify.com/artist/2ZDVnuPd31hILsEUXMKcC1

Also a shout out to Andre, drekay. I worked on Give me a few years with him. He’s one of my best friends and also makes beats. He is my biggest critic and gets to hear every song. Follow Andre on Instagram: https://www.instagram.com/aka.drekay/

9. Are there any plans for the future or anything else you would like to address?

I have a lot of things planned. I’m working on getting a lot of content out on Tiktok, including performance videos in the studio at Maik’s. I’m also working on a video for a song that means a lot to me. I went outside and recorded something for that and I’m learning video editing because I thought, “If I can edit audio, I can edit video”. Those are the plans for the future: to do a lot more visually and to release even more if possible and to keep having fun, that’s what’s most important.

Keep up to date with Yung Beethoven on Spotify, Instagram and YouTube:

https://www.instagram.com/itsyungbeethoven/

https://www.youtube.com/channel/UC5f5DKYw721hiMQXrLqabhA

Thanks again for the interview, Patrick!

Meine Top 10 Romane und Novellen

Foto von Asal Lotfi auf Unsplash

Es ist eine Weile her, aber ich habe wieder Lust zu schreiben. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens habe ich im letzten Jahr meine Freude an Literatur und Film wiedergefunden. Zweitens habe ich eine Menge Romane gelesen und noch mehr Filme gesehen und mir Gedanken über meine persönlichen Top Ten in allen möglichen Medien gemacht, also ist dieser Post eine gute Möglichkeit, um meine persönlichen Favoriten herauszufinden und darüber zu sprechen. Außerdem ist das ein guter Einstieg, um wieder mit dem Schreiben anzufangen, da ihr mich so besser kennen lernen könnt und wir vielleicht ein paar Gespräche beginnen und neue Dinge finden können, die uns gefallen. – Das klingt für mich nach einer Win-Win-Situation.

Nebenbei bemerkt: Ich habe gerade erst wieder mit dem Lesen angefangen, daher ist diese Liste vielleicht etwas grundlegend und sci-fi-lastig, das ist nämlich so ziemlich mein Lieblingsgenre. Trotzdem hoffe ich, dass sie euch gefällt und vielleicht können wir in den Kommentaren weitere Empfehlungen austauschen. Viel Spaß!

10. “Der Herr Der Ringe – Die Gefährten”– J.R.R. Tolkien

Die HDR-Reihe ist ein etablierter Fantasy-Klassiker und ihr Einfluss auf das Genre ist unbestreitbar: Das Zusammenleben von Menschen, Elben, Zwergen und Orks und dergleichen in einem Fantasy-Setting wurde dadurch zu einem absoluten Standard. Abgesehen davon ist die Darstellung von Männlichkeit in dieser Reihe trotz ihres Alters nicht toxisch, sondern eher positiv, was mir nie bewusst war, bis mich jemand darauf hinwies, aber wenn man diesen Punkt bedenkt, wird die Serie umso cooler.

Warum ist der erste Teil mein Favorit? Dafür gibt es mehrere Gründe, zum einen die Atmosphäre, die sich teils in Richtung Horror bewegt, wenn die Nazgûl die Hobbits verfolgen, welche ihnen machtlos gegenüberstehen, und zum anderen das Worldbuilding. An einer Stelle packt Gandalf die Expositionskeule aus und spricht über die Geschichte von Mitelwerde, was ungeefähr 200 Seiten des Romans einnimmt, wenn ich mich richtig erinnere. Abgesehen davon gibt es so viele skurrile Momente, die einen die Änderungen in den Filmen wirklich schätzen lassen und gleichzeitig zum Lachen bringen. “Die Gefährten” ist der Auftakt für den Rest der Reise, aber ich habe es sehr genossen, sogar etwas mehr als die Fortsetzungen.

9. “Mrs Dalloway” – Virginia Woolf

Das wird jetzt sehr prätentiös klingen, aber ich liebe Virginia Woolf und ihre Literatur war mein Forschungsinteresse während meines Bachelorstudiums.

“Mrs. Dalloway” bietet einen herzzerreißenden Einblick in das Leben nach dem Ersten Weltkrieg, indem es einen Tag im Leben von Clarissa Dalloway, einer wohlhabenden Frau im Vorbereitungsprozess für eine Party, und Septimus Warren Smith, einem traumatisierten Weltkriegsveteranen, gegenüberstellt. Während sich Clarissa mit Banialitäten die Zeit vertreiben kann, kämpt Septimus in einer Gesellschaft ums Überleben, die für sein Trauma verantwortlich ist und ihm gegenüber komplett unwissend ist. Ihre Geschichten verlaufen parallel zueinander und kreuzen sich irgendwann, so dass man sich selbst ein Bild von den Verbindungen zwischen beiden machen muss.

Für diejenigen, die es interessiert: Es gibt auch einen queeren Subtext in diesem Roman und verschiedene akademische Ansätze konzentrieren sich auf diese Lesart. Wenn ihr euch allerdings eine leichte, unterhaltsame Lektüre erhofft, wird das nicht geboten. Dieser Roman ist wirklich deprimierend, aber gleichzeitig auch wunderschön, denn Woolf treibt das Medium Literatur an und über seine Grenzen hinaus, wie es für Autoren des high modernism üblich ist. Der Roman ist nicht umsonst ein Klassiker, und wer sich für Literatur interessiert, sollte ihn lesen.

8. “Der Herr des Wüstenplaneten” – Frank Herbert

Da ich nichts über die Handlung des nächsten Dune-Films verraten möchte, werde ich mich kurz fassen. “Der Herr des Wüstenplaneten” ist eine würdige Fortsetzung des ursprünglichen Dune-Romans, die einen sofort wieder in das Universum, in dem er spielt, hineinzieht. Wie im Original findet man sich in Machtkämpfe und Verschwörungen verwickelt, die einen bis zum Ende dieses kurzen Buches fesseln.

Dieser Teil der Reihe konzentriert sich zwar nicht so sehr auf das Worldbuilding wie der erste, ist aber dennoch unterhaltsam zu lesen und macht dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat, indem er die inneren Kämpfe der Protagonisten und die faszinierenden Themen der Serie weiter verkompliziert. Die Handlung dieses Buches ist sehr symbolträchtig und introspektiv geschrieben. Darüber hinaus hat es Herbert geschafft, mich mit seinem Sprachgebrauch in diesem Werk zu begeistern. Ich war erstaunt, wie eindringlich und präzise er die teils doch sehr abstrakten Themen und Konzepte, die er behandelt, beschreiben konnte. Dieser Roman ist ein unglaubliches Erlebnis, aber es gibt Romane, die mich auch Jahre nach dem Lesen noch mehr fesseln, wie der nächste Eintrag in dieser Liste.

7. “Frankenstein” – Mary Shelley

Frankenstein, ein weiterer alter Klassiker, ist eine erschütternde Geschichte über die Erschaffung von künstlichem Leben ohne Rücksicht auf die Folgen. Vor mehr als zweihundert Jahren war es Mary Shelley, die mit ihrem bekanntesten Roman über den titelgebenden Wissenschaftler, der aus Leichenteilen ein Lebewesen erschafft, Science-Fiction prägte. (Frankenstein ist der Name des Schöpfers, nicht der der Kreatur, um das nochmal zu betonen).

Dieser Roman hat es aus mehreren Gründen auf diese Liste geschafft: Erstens ist es eine weitere herzzerreißende Geschichte, die es geschafft hat,etwas in mir auszulösen, zweitens liebe ich Science-Fiction, und drittens war Mary Shelley wirklich fortschrittlich und ist eines der besten Beispiele dafür, wie früh die Menschen begonnen haben, die Art und Weise, wie wir mit nichtmenschlichen Tieren und anderen Menschen umgehen, zu hinterfragen. Dieser Roman hat einen massiven vegetarischen und feministischen Subtext und bietet auch heute noch großartige Unterhaltung.

6. “Dune – Der Wüstenplanet” – Frank Herbert

Platz sechs geht an einen weiteren Roman aus Frank Herberts erster Trilogie im Universum um die Familie Atreides, dieses Mal an den Originalroman. Wie bei LOTR dient dieser Roman als Vorbereitung für alles, was danach kommt, und erschafft auf beeindruckende Weise eine belebte Welt voller Verschwörungen und Machtkämpfe innerhalb der Schnittstelle von Science-Fiction und Fantasy.

Nochmals, keine Spoiler, also um es kurz zu halten: Das Worldbuilding ist, wo dieses Buch glänzt, aber die Handlung ist ähnlich stark und Paul ist ein sehr interessanter und einflussreicher Protagonist mit unverkennbarem Einfluss, selbst heute. Herberts Schreibstil ist großartig, und es gibt eine Stelle, an die ich mich immer noch lebhaft erinnere. Darin passiert etwas Großes, doch die Art und Weise, wie dies den Leser*innen vermittelt wird, ist so subtil, aber effektiv, dass man vielleicht nur flüchtig mitbekommt, was vor sich geht, und gleichzeitig perfekt versteht, was passiert. Wenn man dann noch einige interessante Themen rund um Imperialismus und Umwelt hinzufügt, hat man einen Klassiker, der zwar alt ist, aber immer noch so aktuell wie eh und je.

5. “Fratze” – Chuck Palahniuk

Chuck Palahniuk ist badass. Er ist der Autor von “Fight Club”, und nachdem ich den Film letztes Jahr endlich in voller Länge gesehen hatte, musste ich anfangen, seinen Katalog zu lesen. Nachdem ich den Roman gelesen habe, der eigentlich sein erster sein sollte, kann ich getrost sagen, dass ich alle Werke dieses Mannes lesen werde.

“Fratze” dreht sich um eine entstellte Frau, deren Geschichte sich in scheinbar x-beliebiger Reihenfolge entfaltet, aber hinter diesem Chaos steckt ein Sinn: Einige der Ereignisse scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben, aber sobald die Geschichte voranschreitet, beginnt man, die Geheimnisse zu enträtseln, und der Roman wird immer schwieriger zu lesen, da man in Anbetracht der zunehmenden Intensität der Ereignisse immer mehr Angst bekommt, weiterzulesen.

“Fratze” schreckt nicht vor sehr düsteren Themen zurück und wirkt angesichts einiger Aussagen der Figuren wie ein Produkt seiner Zeit. Palahniuks Zynismus in diesem Werk ist scharf, stellenweise sogar brutal, und bricht mit der Zeit, in der es geschrieben wurde, während es auch heute noch anwendbar ist, wenn die Menschen sich zu sehr nach Anerkennung sehnen und ihre Geltungssucht nicht unter Kontrolle zu haben scheinen . Der Roman nimmt all das aufs Korn und fühlt sich oft gemein an, während sich die Lage für die Figuren im Verlauf der Handlung immer weiter verschlechtert. Es ist eine atemberaubende Erfahrung, wenn man es ertragen kann, aber ich muss eine Inhaltswarnung wegen Selbstmordgedanken, Verstümmelung, sexualisierter Gewalt und Homophobie aussprechen. Das sollte euch eine vage Vorstellung von den düsteren Themen geben, die von diesem Roman zu erwarten sind. Er hat es wirklich in sich.

4. “Das Haus – House of Leaves” – Mark Z. Danielewski

Bevor wir zu den Spitzenreitern kommen, hier noch ein heißer Anwärter, der eine Roman, den ich liebe, aber niemandem empfehlen kann. Zu diesem Buch gibt es verschiedene Interpretationen, hier also meine: “House of Leave”s ist ein bizarrer Meta-Kommentar über das Potential von Literatur mit Anleihen von psychologischem Horror.

Die Metaebene ist stark in ihm. Im Grunde liest man ein fiktives Buch, das bearbeitet wurde, nachdem eine fiktive Figur es gefunden und bearbeitet hat, um zu versuchen, dem Inhalt einen Sinn zu geben. Als ob das nicht schon verwirrend genug wäre, erzählt “House of Leaves” verschiedene Geschichten in fragmentarischer Form. Die eine ist die des Hauses in der Ash Tree Lane, die in Form einer wissenschaftlichen Filmanalyse zu einem Film vermittelt wird, der nicht existiert. Die zweite Geschichte wird in den Fußnoten erzählt, in denen Johnny Truant versucht, das Buch zu verstehen, das er in einem verlassenen Haus gefunden hat, in dem sich seltsame Dinge ereignet haben. Diese seltsamen Ereignisse scheinen nun auch ihm zu widerfahren. In den Fußnoten erzählt er seine eigene Geschichte und dokumentiert, wie dieses Buch sein Leben ruiniert. Das ist eine spoilerfreie Zusammenfassung dieses Romans, und sie sollte eine vage Vorstellung davon bieten, warum ich ihn niemandem empfehlen kann: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er euch nicht gefallen wird, weil es kaum etwas Vergleichbares gibt.

Eine ganz normale Seite in “Das Haus”

Dies war meine erste Erfahrung mit ergodischer Literatur, und ich habe vor, tiefer in diese Kunstform einzutauchen. Abgesehen von der Verrücktheit und der Fragmentierung ist dies ein sehr starker Horror-Roman, der die Möglichkeiten der Literatur als Kunstform wirklich ausschöpft und bis an ihre Grenzen treibt, während er sie nutzt, um Leser*innen den Horror, der auf den Seiten dargestellt wird, miterleben zu lassen.

Hier ein Beispiel dafür: An einer Stelle findet sich eine Gruppe von Charakteren in einem Treppenhaus wieder und versucht, jemanden mit Hilfe eines Seils dort herauszuhiefen, was zunächst auch funktioniert – bis das Seil reißt und der Roman selbst das Layout seines Textes nutzt, um den Prozess des Zerreißens des Seils und den damit verbundenen Schrecken zu vermitteln. Die Wörter zerfallen im Grunde genommen, und dieser Prozess zieht sich über mehrere Seiten hin, von denen manche nur ein einziges Wort enthalten, und obwohl das vielleicht übertrieben dramatisch erscheinen mag, hat es mich beim Lesen sofort in seinen Bann gezogen, da es den Horror-Aspekt dieses Romans noch verstärkt hat. Das ist wirklich ein Erlebnis wie kein anderes, aber man kann es niemandem guten Gewissens empfehlen, da es wirklich schwierig sein kann, sich zurechtzufinden. Das Haus in der Ash Tree Lane werde ich so schnell nicht vergessen.

3. “Die Verwandlung” – Franz Kafka

Von nun an wird es nur noch Literatur geben, die mich fertiggemacht und zum Weinen gebracht hat. Der erste Roman, oder besser gesagt, die erste Erzählung, der dies gelang, war Kafkas “Verwandlung”.

Ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte von Gregor Samsa, der als Insekt aufwacht und sich nun damit abfinden muss, dass er seine Familie nicht mehr versorgen kann, während diese ihn nun noch schlechter behandelt als zuvor. Das ist eine herzzerreißende Geschichte über Selbstentfremdung und Entfremdung im Kapitalismus, und es war eines der ersten Werke dieses Mediums, das mich wirklich etwas fühlen ließ. Wenn ihr diese Geschichte noch nicht gelesen habt, solltet ihr das schleunigst nachholen und sie lesen. Sie ist wirklich kurz und unglaublich düster, aber dennoch unterhaltsam, weil man die Augen nicht davon abwenden kann. Außerdem diente dieses Werk als Inspiration für “Tokyo Ghoul”, eines meiner Lieblingswerke insgesamt, also Bonuspunkte dafür.

2. “Der Wolkenatlas” – David Mitchell

Als Nächstes steht einer der beiden Romane an, die mir die Freude an der Literatur zurückgegeben haben: David Mitchells “Wolkenatlas”. Sechs Geschichten, die sich über verschiedene Zeitalter erstrecken, werden alle an einem besonders wichtigen Punkt unterbrochen, um dann in umgekehrter Reihenfolge fortgesetzt und aufgelöst zu werden, wobei man nun in der Zeit zurückgeht und mit dem Schluss der ersten Geschichte, die diesen Roman ursprünglich gestartet hat, endet. Alle diese Geschichten sind miteinander verbunden, und wenn man erst einmal ein Gefühl für das große Ganze bekommen hat, fügt sich alles zusammen.

“Der Wolkenatlas” ist ein postmoderner Roman über da die menschliche Natur, der einen mit allen möglichen von der Menschheit begangenen Gräueltaten konfrontiert und die Frage aufwirft, ob sich das alles lohnt. Was können wir als Individuen und Kollektiv angesichts all dieser Ereignisse tun, und können wir überhaupt etwas bewirken, selbst wenn wir es versuchen? Nun, die Antwort, die dieser Roman bietet, ist die folgende:

“„Erst wenn du deinen letzten Atemzug gethan hast, wirst du begreifen, daß dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ozean” – Doch was ist ein Ozean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?”

Mitchel, David. Cloud Atlas, 529.

Wir sind alle Teil dieser Welt, ob wir es wollen oder nicht, und das bringt eine Verantwortung mit sich. Wenn wir einfach die Augen verschließen und untätig bleiben, wird sich nichts ändern. Auch wenn es so aussieht, als wäre am Ende alles umsonst, ist diese Welt es wert, dass wir in ihr leben und für sie kämpfen. Schließlich können wir nie wissen, welchen Rippeleffekt der kleinste Tropfen verursachen kann, und nichts zu tun, wird die Dinge sicher nicht zum Besseren wenden. Man kann nicht leben, wenn man es gar nicht erst versucht und auch sonst kann man nichts erreichen, wenn man nicht den ersten Schritt macht.

1. “Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” – Philip K. Dick

Endlich der Roman, der mich endgültig zur Literatur zurückgebracht hat und später als Blade Runner bekannt werden sollte. Der Original-Film zu “Blade Runner” wird als Klassiker verehrt, aber was wenn ich sagen würde, dass der Film nicht annähernd an die Buchvorlage herankommt?

“Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” gehört zu den deprimierensten Geschichten, die ich bisher erlebt habe, und bietet ein Leseerlebnis wie kein anderes. Trotz seiner geringen Länge von knapp über 200 Seiten fühlt sich dieser dystopische Sci-Fi-Klassiker trotz der kurzen Lesezeit wie eine viel längere Reise an – auf eine gute Art und Weise. Allein auf den ersten 50 Seiten bietet Dick mehr Tiefe, als man in manchen Romanen insgesamt findet, denn in der Welt der Blade Runner und Androiden ist einfach so viel los.

Thematisch dreht sich dieses Buch um die grundlegende Science-Fiction-Frage, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, beleuchtet dabei aber auch Posthumanismus, vor allem die Frage, wie die Menschheit mit nicht-menschlichen Wesen, nicht-menschlichen Tieren und Androiden, aber auch mit Religion interagiert. Diese Themen sind das Herzstück der Handlung und binden die Geschichte zusammen, sogar mit dem Titel selbst, den man vielleicht versteht, wenn man den Roman gelesen hat. Die Geschichte nimmt richtig Fahrt auf, wenn Luba Luft auftaucht und alle Auffassungen darüber, was wahr ist und was nicht, beiläufig zerstört.

Mit dieser Geschichte ist es Philip K. Dick gelungen, alle Unterscheidungen zwischen menschlichem und nicht-menschlichem, organischem und künstlichem Leben aufzuheben und sie alle in einer rasanten, lächerlich tiefgründigen und gut durchdachten Handlung zu verbinden, die einem das Herz zerreißen wird. Wie sich herausstellt, ist die Menschheit gar nicht so menschlich, was in diesem Buch in aller Ausführlichkeit dargelegt wird.

Fazit:

Wie bereits erwähnt, liebe ich Science-Fiction, da das Genre so viele Themen anschneidet, die mich interessieren, insbesondere die Beziehung zwischen der Menschheit und dem Nicht-Menschlichen in seinen verschiedenen Formen.

Einige dieser Geschichten, vor allem die letzten beiden, haben mich sehr beeindruckt und mir klar gemacht, was ich mit meiner begrenzten Zeit auf diesem Planeten anfangen möchte. Und was ist mit euch? Gibt es Romane, die einen bleibenden Eindruck bei euch hinterlassen haben? Habt ihr einen dieser Romane gelesen oder kennt ihr einen ähnlichen? Bitte teilt es mir in den Kommentaren oder in den sozialen Medien, ich würde mich freuen, mehr Geschichten wie diese zu finden und zu lesen.

Wie immer, folgt mir gerne hier, auf Twitter oder auf Instagram.

Vielen Dank für’s Lesen!

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My Top 10 Novels and Novellas

Photo by Asal Lotfi on Unsplash

It’s been a while, but I feel like writing again. There are several reasons as to why I’m doing this: firstly, I regained my joy in literature and film last year. Secondly, since I’ve read loads of novels and watched even more films, I’ve been wondering about my personal top tens in all sorts of media, so this is a good excuse to figure out my personal favourites and talk about them. Finally, this feels like a nice entry point to get back into writing, as people can get to know me more and maybe we can start some conversations and find new things to enjoy. – Seems like a win-win situation to me.

On a sidenote: I’ve just gotten back into reading, so this might be somewhat basic and sci-fi heavy, as that’s pretty much my favourite genre. That being said, I hope you enjoy this list and maybe we can share more recommendations in the comments. Enjoy!

10. The Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring – J.R.R. Tolkien

The LOTR series is an established classic of fantasy and its impact on the genre is undeniable: humans coexisting with elves, dwarves, orcs and such in a fantasy setting was put on the map by these novels.

Apart from that, despite its age, this series’ take on masculinity is not toxic but rather positive, which I never realised until someone pointed it out to me, but once you consider this point, it makes this series feel all the more glorious. Now, why is part one my favourite? There are several reasons for this, one being the overall atmosphere, which shifts towards horror when the Nazgûl stalk the hobbits who are powerless when faced with them, and another one being the world building and humour. There’s a section when Gandalf provides some exposition about middle earth, which takes about 200 pages of the novel, if I remember correctly, and apart from that, there are so many bizarre moments that make you really appreciate the changes made in the films while simultaneously making you laugh. The Fellowship of the Ring is the set-up for the rest of the journey, but I thoroughly enjoyed it, even more so than its sequels.

9. Mrs Dalloway – Virginia Woolf

This is going to come off as super pretentious, but I love Virginia Woolf and her literature was my research interest throughout my bachelor studies. Mrs Dalloway offers a heartbreaking insight into life after WW I by contrasting a day in the lives of Clarissa Dalloway, a wealthy woman who is organising a party, and Septimus Warren Smith, a shell-shocked World War veteran, who struggles to survive in a society responsible for and completely ignorant of his trauma. Their stories run parallel to one another and at some point intersect, leaving you to make sense of their connections to each other. For those who are interested: there is also a queer subtext to this novel and various academic approaches focus on this reading. If you are hoping for a fun time, though, this is not going to offer that. This novel is really depressing but beautiful at the same time, as Woolf really pushes the envelope of what can be done with literature as a medium, as common for high modernist authors. This is a classic for a reason and if you are interested in literature, you should read this book.

8. Dune Messiah – Frank Herbert

Since I don’t want to spoil anything about the events of the next Dune film, I am going to keep this short. Dune Messiah is a worthy sequel to the original Dune novel that sucks you straight back into the universe that it is set in. As in the original, you find yourself wrapped up in power struggles and conspiracies, which keep you engaged until the very end of this short novel.

While this entry into the series does not focus as much on the world building as the first one did, it makes for an entertaining read and continues where part one left off, further complicating the internal struggles of its protagonists and the intriguing themes of this series. There is a lot of symbolism to this book’s plot and it is written quite introspectively. On top of all that, Herbert really managed to stun me with his use of language in this work, as he made me feel at awe at how pungently he manages to describe the very abstract issues and concepts that he tackles. As such, this novel makes for an incredible experience, but some novels just got me more engaged, even years after reading, as the next entry into this list.

7. Frankenstein – Mary Shelley

Another classic that is old but gold, Frankenstein, is a hearbreaking story about the creation of artificial life without any concern for the consequences. More than two hundred years ago, Mary Shelley was the one to shape science fiction with her most well-known novel about the titular scientist who creates a living being from parts of corpses. (Frankenstein is the name of the creator, not of the creature).

This made it onto this list for several reasons: firstly, it is another heart-breaking story that managed to make me feel something, secondly, I love sci-fi, and thirdly, Mary Shelley was really progressive and is one of the best examples showcasing just how early people started questioning the way we deal with non-human animals and other humans. This novel has a massive vegetarian and feminist subtext and holds up to this day as a great, entertaining read.

6. Dune – Frank Herbert

Spot six goes to another novel from Frank Herbert’s first trilogy in the universe surrounding the Atreides family, this time to the original novel. As in LOTR, this book serves as the build-up to everything that comes after and stunningly crafts an intricate world of conspiracies and power struggles on the intersection of sci-fi and fantasy.

Again, no spoilers, so to keep this short: the world-building is what this book excels at but its plot is similarly strong and Paul makes for a very interesting and influential protagonist, as the impact that he had on some more recent stories is impeccable. Herbert’s writing style is awesome and there is one point that I still vividly remember where something big happens, yet the way that this is conveyed to the readers is so subtle, yet effective, you might just glimpse over what’s going on and at the same time perfectly get what’s happening. Add some interesting themes surrounding imperialism and environmentalism and there you have a classic that is old but still as relevant as ever.

5. Invisible Monsters – Chuck Palahniuk

Chuck Palahniuk is a badass. He is the author who wrote Fight Club and after finally watching that film in its entirety last year, I had to start reading his catalogue. One novel in, having read what was supposed to be his first novel, I can confidently say that I am going to read all of this man’s pieces of fiction.

Invisible Monsters revolves around a disfigured woman whose story unfolds in seemingly random order but there is a purpose behind this chaos: some of the events that we learn about appear to be disconnected from one another if you take them at face value, but once the story continues, you start to unravel the mysteries and the novel becomes increasingly difficult to read, as you get more and more scared to continue reading.

Invisible Monsters touches on very dark subject matter and feels very much like a product of its time, given some of the characters’ statements. Palahniuk’s cynicism in this work is pungent, even brutal in parts, and disrupts the time it was written in while still being applicable today when people seem to be over-reliant on a craving for recognition and self-fulfillment. The novel takes a massive jab at all this and oftentimes feels mean while things get continually worse for the characters involved as the plot progresses. This is a stunning experience if you can stomach it, but I have to give a content warning for suicidal ideation, mutilation, sexualised violence and homophobia. This should give you a vague idea of some of the dark topics that you can expect from this novel. It really packs a punch.

4. House of Leaves – Mark Z. Danielewski 

Before we make it to the top ranks, here is a hot contender, the one novel that I love but cannot recommend to anyone. When it comes to this book, there are various interpretations, so here is mine: House of Leaves is a bizarre meta-commentary on the potential of literature that delves into psychological horror.

The meta-level is strong in this one. Basically, you read a fictional book that has been edited after a fictional character has found and edited it in an attempt to make sense of its content. If that’s not confusing enough as is, House of Leaves tells various stories in a fragmentary form. One is that of the house on Ash Tree Lane, which is conveyed in form of a scientific film analysis to a film that does not exist. The second story is told in the foot notes, as Johnny Truant tries to make sense of the book he has found in an abandoned house where weird stuff went down, which now appears to be happening to him. He tells his own story in the footnotes and documents how this book ruins his life. That is a spoiler-free synopsis of this novel and it should give you a vague idea about why I cannot recommend it to anyone: chances are high that you are not going to like it, because there is barely anything like it.

Just the average page in House of Leaves.

This was my first experience with ergotic fiction and I’m planning to take a deeper dive into that art form. Apart from the weirdness and fragmentation in it, this is a very strong horror novel that really harnesses the prospects of literature as an art form and pushes it to its limits while using them to make you experience the horror depicted on its pages for yourselves. Here’s one example of this: at one point, a group of characters find themselves in a staircase and try to lift someone out of there, using a rope, which works at first – until the rope snaps and the novel itself uses the layout of its text to convey the process of the rope tearing apart and the terror tied to this (pun not intended but lol). Words basically fall apart and this process stretches over several pages, some of which with only one word each, and while this may seem overly dramatic, it sucked me right in while reading, as it really added to the horror aspect of this novel. This is truly an experience like no other, but one cannot recommend it to anyone in good conscience, as it can be really difficult to get your head around. I’m not going to forget the house on Ash Tree Lane anytime soon.

3. Metamorphosis – Franz Kafka

From this point onward, there is only going to be literature that broke me and made me cry. The first novel, or rather novella or short story, to achieve this was Kafka’s Metamorphosis.

You probably know the story of Gregor Samsa who wakes up as an insect and now has to come to terms with not being able to provide for his family who now treat him even worse than before. This is a heart-breaking tale about self-estrangement and alienation in capitalism and it was among the first pieces of this medium that really made me feel something. If you have not read this story yet, go rectify that and read it as soon as possible. It is really short and incredibly dark, yet entertaining, as you cannot turn a blind eye to the grotesque in this story. Plus, it inspired one of my favourite pieces of art ever, Tokyo Ghoul, so additional credit for that.

2. Cloud Atlas – David Mitchell

Next up is one of the two novels that gave me back my joy in literature: David Mitchell’s Cloud Atlas. Six stories spanning across different ages all cut off at one particularly important point just to be continued and resolved in reverse order, now going back in time and finishing with the conclusion of the first story introduced in this novel. All of these stories are connected and once you get a sense of the greater picture, everything just falls into place and you might feel an unrivaled sense of empowerment.

Cloud Atlas is a post-modern novel about the nature of humanity that confronts you with all sorts of atrocities committed by humankind and raises the question whether it is all worth it. What can we do in light of all these events and can we even make a difference, even if we try? Well, the answer this novel has to offer is the following:

” […] ‘only as you gasp your dying breath shall you understand, your life amounted to no more than one drop in a limitless ocean!

Yet what is any ocean but a multitude of drops?”

Mitchell, David. Cloud Atlas, 529.

We are part of this world, whether we like it or not, and that brings a responsibility with it. If we just turn a blind eye and sit idle, nothing is going to change, so even if it may seem like it is all for nothing in the end, this world is still worth existing in and it is worth fighting for. After all, we can never know what ripples the smallest drop may cause and not doing anything is surely not going to change things for better. You can’t live if you don’t even try and you won’t achieve anything if you don’t take the first step.

1. Do Androids Dream of Electric Sheep? – Philip K. Dick

Finally, the novel that got me back into literature for good, the one that would later on be known as Blade Runner. The original Blade Runner is revered as a classic but what if I told you that it does not come close to the original source material?

Do Androids Dream of Electric Sheep? is amongst the most disheartening stories I have experienced thus far and provides a reading experience like no other. Despite its short length of just above 200 pages, this dystopian sci-fi classic feels like a much longer journey, even given its short reading time – in a good way. On the first 50 pages alone, Dick created more depth than you experience in the entirety of some novels, as there is just so much going on in the world of blade runners and androids.

Thematically, this book revolves around the basic sci-fi question of what it means to be human, but it also touches on post-humanism, mostly the question how humanity interacts with non-human beings, non-human animals and androids alike, but also with religion. These themes are at the heart of its plot, really tying the story together, even with the title itself, which you might understand once you’ve read the novel. The story really kicks off when Luba Luft comes around and casually destroys all preconceived notions of what is true and what is not.

With this story, Philip K. Dick managed to disrupt all distinctions between human and non-human, organic and artificial life, connecting them all together in a fast-paced, ridiculously deep and well-thought-out plot that is going to tear on your heartstrings. As it turns out, humanity is not all that humane, which this book discovers in great depth.

Final Thoughts:

As stated earlier, I adore sci-fi, as it touches on so many themes and topics that I am interested in, especially the relationship between humanity and the non-human in its various shapes.

Some of these stories, especially the former two, had a massive impact on me and made me realise what I want to do with my limited time on this planet. Now what about you? Are there any novels that had a lasting impact on you? Have you read any of these novels or do you know similar ones? Please tell me in the comments or on social media, I’d love to hear about more stories like these ones.

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Thank you for reading!

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Interview # 2: Ruined

photo credit: @photophobie.creations. https://www.instagram.com/photophobie.creations/?utm_medium=copy_link

Before the release of their first album everything is, I had the chance to interview three quarters of the Swiss quartet Ruined. Gian, Michi and Stefano and I talked about the hardcore scene in Switzerland, their musical influences, the recording process for their debut LP, songwriting, hardcore weddings and much more.

1. For those who don’t know: You’re from Switzerland. Can you give us a small impression of the scene there and explain to what extent it has influenced you? And beyond that, are there any bands that have impacted you in particular?

Gian (lead vocals, guitar): It’s kind of difficult to talk about the scene in Switzerland because it’s small but big at the same time. There are many different scenes that are quite connected.

Michi (bass): The difficult part is that it’s often not worthwhile for a band to play several shows in Switzerland. Whether you play a show in Zurich or Luzern doesn’t matter, because in the end the same people are going to be there. Since public transport is very accessible, people always go to concerts. The scene is small and fine and it feels like the same 20 people in the same ten bands.

Stefano (guitar and vocals): Apart from that, the scene is divided into German, French and Italian.

I thought that your scene might be exceptional in that regard because of the different languages packed into one small country.

Michi: That’s also pretty much the only split. If a band is touring, it probably makes most sense to play one gig in German-speaking Switzerland and another one in French-speaking Switzerland.

Gian: The Italian part of the scene is probably cool as well, but we don’t know the scene that well and it’s harder to find an entry point because it’s a bit cut off from the rest of Switzerland.

Michi: There aren’t many bands in Switzerland that have influenced us. There are legendary bands like Cataract and Solid Ground, who are very important there. Apart from that, there’s Cage, Stefano’s band, Path of Resurgence, Nofnog, Fluffy Machine, Athlete, Safe State and various other bands active in Switzerland .

Gian: But there aren’t any Swiss bands that have influenced us particularly. We draw inspiration from American bands like Title Fight and Turnover or British bands like Basement.

That shows on the record, but you also have your own style.

Michi: We all come from punk, hardcore, emo and so on. Gian played in a street punk band for a long time, I had a Swiss-German punk band and Stefano has been playing in bands for ages, just like Loris.

All the DIY stuff is important to us, same as sad bands influenced by punk and hardcore. Sometimes we have our difficulties, coming from the DIY scene, for example since we don’t know what to consider about certain contracts.

Gian:That also goes for writing invoices for shows and charging the fee, for example. We’ve never had to do anything like that and we’re just a punk band. That’s why it’s still new for us.

2. How would you describe your style?

Gian: I would describe our style as pop-punk with strong emo and hardcore influences.

Michi: In essence it’s pop-punk, we have melody.

Gian: And it’s catchy, but somehow it doesn’t really fit into this scene, for example we don’t sound like Neck Deep or bands like them.

Exactly, your sound is melodic, but the emo vibes and the energy of hardcore come back to the surface now and then. I think you bring these three worlds together nicely: The melody of pop-punk, the vibe of emo and the energy of hardcore.

Gian: Thank you.

Michi: And the lyrics are all terribly sad. (all laugh) When people see us live, they probably think we’re energetic, but once they come home they realise, “Oh, that’s really just sad”.

The cover of everything is

3. everything is marks your first full length release. Did that bring special challenges with it or was it a recording process like any other?

Gian: It was quite different.

Michi: Covid.

Gian: The first two releases I recorded in my room. RUINED didn’t exist at that time. We recorded the third EP as a band in Leeds and now for the album, we did everything ourselves, except for the mastering. That was quite the process, recording 13 songs.

Michi: Actually, the original plan was to go to Leeds again, but that didn’t work out. So we spontaneously decided to record it ourselves. Loris’ family has a chalet by a lake where we could record the album and that was a nice but exhausting process.

We recorded it over the course of one week, but we should have taken two weeks in hindsight. We always recorded until eleven at night, cut off from the outside world, in isolation.

Gian: And we started again early in the morning. That was very exhausting, also mentally. Mixing everything ourselves was also a challenge and we put a lot of time and effort into that.

Michi: Gian has only mixed digital instruments so far. I’ve only mixed powerviolence and grind, which just have to sound gnarly, so it was a learning process for both of us.

Gian: Absolutely. The whole process was very different from before. But the promotion process was different too because we tried to do more in that respect than before.

Michi: – but not cringe! We hold ourselves to DIY standards, but also want people to listen to the music. Finding this compromise and staying real at the same time is really important to us. We want to be ourselves!

Gian: As a small band you can be exploited quite easily, so this can be tough.

Stefano: I would also like to say something about the recording process. The place fit what we were doing. The chalet was a bit sketchy and had only one and a half rooms, where we spent a lot of time. We almost started to hate each other, but in the end, it all worked out. The environment around the lake was pretty cool as well.

Michi: Also referring back to the first full-length release: everything is is everything we have done as Ruined so far. We play all of these songs live and some of them have been released before, hence everything is ruined: it’s all Ruined up to this point in time and everything you hear on the album is what you can expect from us.

4. Your songwriting is stronger than ever and on this record you find a good balance of energy and melody, both in faster punk tracks like the opener Left Of Me and in songs like Blame, where you switch from a ballad to a hardcore verse. What is your songwriting process like and did you want to push yourselves in that regard with this being your first album?

Michi: This was the first time that we all wrote the songs together. Previously, it was only Gian and 80 percent still come from him, I can hardly play an instrument, not gonna lie (laughs)

Gian: You just have to play bass. (laughs)

Michi: We talked a lot about it and wrote songs together. Apathy was written when Gian was playing around with a delay pedal in a rehearsal and that’s how the song came together. In one rehearsal we also started writing five or six songs at a time.

Gian: Certain songs already existed before, for example Left Of Me. That one was already finished before we even thought about the album. Worn Out is actually the first song I wrote for Ruined. We then adapted it to the band to make sure it really sounds like Ruined.

But I don’t think we pushed ourselves to be more creative or something. We just played what we think is nice and what we enjoy. Besides, you always have to keep in mind that you have to be able to play the songs live. Sure, not every song, but you should be able to play the majority of the tracks, just in terms of energy.

Michi: I’m not a fan of mid-tempo songs, but unfortunately I always lose there. I like slow and fast songs, but mid-tempo is not my thing.

The powerviolence producer is talking.

Gian: I like mid-tempo. You could say we push each other.

To pick up on the DIY idea and authenticity again, because it fits quite well: I also have the feeling that on some songs, such as Vivisection, you kept the vocals a bit more raw than in the older versions and at the same time also brought in melodies and layered vocals – maybe to make it a bit more real and authentic?

Michi: Vivisection was one of the songs that we re-recorded with real instruments. If you do that, the music also sounds more raw.

Gian: Depending on how well you can produce, that is. (all laugh)

The music video for Worn Out, the first single from the LP

5. Some of the songs feel like they were written for a live set, for example Apathy, which pretty much calls for sing-alongs towards the end. Are there any songs that you would like to play live in particular?

Stefano: We already play some of them live, some for a year already.

Michi: We can adapt quite well: if we play with a hardcore band, we play a set with 20 minutes of fast-paced songs. We always adapt to the evening. But it always depends on the mood as well.

Gian: I would actually like to play all the songs from the album live eventually. Maybe not all of them work that well in a live setting, partly because of the energy. If you play a slow song and the crowd doesn’t feel it, you sometimes feel stupid because you have to play this four-minute song to the end.

Michi: If you have an energetic crowd that is up for cool shit and you play your four-minute-long crying music, it doesn’t come across that well.

Gian: Yeah, it really depends on the audience.

Michi: We also do weddings. (Laughter)

6. Which experience of your band history so far has been particularly memorable for you? When I did my research on Instagram, I saw that you actually played at a wedding once, would you like to elaborate on that or share some further experiences?

Gian: That was really cool. A close friend, the singer of Safe State, had his wedding that day and we played there. During the ceremony, Stefano and I were also allowed to play acoustic guitars and it was a nice experience.

Michi: The bride walked in while they were playing accoustic guitar. But as they were playing, wind came up and blew the note sheets away.

Gian: But it was still cool.

Michi: It was actually a hardcore wedding. Almost the entire Swiss hardcore scene was there and a few more people from America too.

Gian: The over-30 scene. (laughs)

Michi: We also played a Cro-Mags cover and Harley Flanagan even saw it and commented.

Gian: That was pretty cool. What I also remember fondly is the recording process in Leeds. We flew to England and stayed there for about a week.

Michi: We were also really lucky because that was a period when you could enter the country without having to go into quarantine. We got there in that exact time slot. If we had arrived a day later, we would have had to self-isolate.

Gian: It was a cool process to record somewhere else, in a real studio, but especially in a place you’ve never been to before.

Michi: James is also a legend. He has worked on the best European hardcore releases in my opinion: Violent Reaction, The Flex, but also the Leeds scene with Higher Power.

Gian: They always work with him on the tracking too, I think.

Michi: Yes, and he is also such a nice person, an angel. Recording in the chalet was also cool. But it was also tough and I even fainted once (laughter)

Gian: Right, we were also at the lake! That was in April and the water was still really cold. There was snowfall over night. But we still thought we could just go into the water, so Stefano and I went in. Then Michi joined us and just fainted. (all laugh)

Michi: I think the pandemic was also a special thing for the band. We would have had the chance to play with Turnover and were already planning for that, but then the pandemic came. However, we used that to make music and play shows whenever it was legal, for example outside in skate bowls and at house parties. So, despite the circumstances, we played live a lot and I think people really appreciated that.

Gian: I also think the feedback we’ve received so far has been really good. Especially with Worn Out there was a lot of positive feedback. What happened on Spotify in just one month was really good too – and that even though we haven’t had many chances to play live so far.

Michi: The feedback has been really good and you don’t know about that when you’re recording. When mixing, you hear the songs so often that you lose the distance and it becomes difficult to judge what you are doing. But when the feedback is good later, it’s nice to hear. Even if you get roasted, that’s also funny.

Gian: Hate clicks are clicks. (laughs)

You also have a few more shows coming up, for example at the Concrete Jungle Festival in Bavaria, and one in Austria on 25th February.

Michi: At the show in Austria we’re playing with Oakhands, they’re friends of ours. We’re gonna play with them on a weekender and it’s going to be very cool.

Gian: The way there is gonna be very long though.

Michi: At the moment there aren’t many shows, so you do what you can.

It’s probably cool to go on a little trip, especially if you get along well with the other band.

Michi: Yes, that’s also part of it. We from Switzerland always have to travel far, especially if we play a gig outside of the country.

Gian: Exactly. We also got a request for a gig in Siegen, which is above Frankfurt, and in order to get there you drive six hours at a time for a a single show, the way back not included.

Exactly, you have to travel halfway through Germany.

Gian: Yes, and especially if you don’t play a second show, it’s quite expensive and almost not worth it. But then again, you get exposure and playing gigs is always fun.

The Concrete Jungle Fest at Burghausen, Germany, May 6th and 7th, 2022. links for tickets at the end of this post.

7. What are your hopes and wishes for the future? We have already touched on some shows, but are there any bands you would particularly like to tour with or open for?

Gian (immediately): Title Fight. That would be really cool.

Michi: Title Fight, of course. They still have a show left with One Step Closer in November or something and that would be awesome of course. Touring England for one or two weeks would be great as well, because their scene is different. AND Indonesia. We happen to be signed with an Indonesian label and the owner also makes merch and tapes for the release and then distributes them in Indonesia.

Gian: In general, I think the goals for the future are to play as many shows and get around as much as possible, meet people, world domination, … (Michi agrees)

Dominance!

Gian: Yeah exactly, all people have to go emo! (all laugh)

Michi: Stop being happy! But I’m already looking forward to making more new music. We would also like to try out more gear, more pedals, shoegaze and Gian still has an unreleased post-punk project.

Stefano: I would love to play a show that is packed, where people are there for us and sing along to our songs with stage dives and stuff. That’s my personal goal.

Gian: That would be a highlight, although already now it’s really touching to see a few people singing along.

I can imagine that. If you’ve created something that touches people, that’s gotta be cool.

Gian: And if you imagine a whole room of people doing that, that would be extremely cool.

Michi: I find that hard to gauge too. The thing is, when you play in a hardcore band and people are busting each other’s balls, you know they like it. But when you play outside the genre, it’s more difficult to evaluate the reaction of the audience. So far, it’s always been good though. We also want to thank you again. Thanks for having us.

Thank you very much for the interview. I really appreciate it.

Michi: Can we send out another shout out? For Carlos from Inhumano. He helped us a lot, released all the vinyls for us and always supported us.

Gian: Also a shout out to the Western part of Switzerland, Southern Normandy, which is really supportive and where we have played the best shows so far, even though Michi and I have no connection to that part of Switzerland whatsoever.

It sounds cool to have such solidarity in your scene.

Michi: In the past, seven or eight years ago, it was very different, but I think that has changed thanks to Loris (the drummer of Ruined). He organises a lot of free shows in Fribourg at Café XX and brings a lot of young people into the scene. He brought World Of Pain there, for example, and organises lots of shows, all for free.

– Can you praise people from your own band? But I think you really have to praise Loris for what he does. Huge respect!

In general, the DIY idea is important to us. The scene doesn’t just include bands, but also DIY zines, photographers and reviewers, fans and most importantly, those booking shows, so thank you very much for your time and the interview!

Everything is Ruined

Huge respect and many thanks to the band as well!

Ruined are some really likeable guys and play equally cool music. With everything is, they deliver a very strong debut, which is a must, especially for fans of pop-punk, emo and hardcore. On it, they create an authentic mixture of all these genres, which comes across as raw and energetic, but also catchy. In addition to the album, you can also look forward to a show or two in the future.

Upcoming shows:

On 6th May, the punks will make their way to Germany for the Concrete Jungle fest, alongside SLOPE and GHETTO JUSTICE, among others.

Tickets can be found at biletto.

The new album everything is

everything is releases on 4th March via Inhumano.

Vinyls will not be available for the release due to supply shortages, but they will arrive at a later date. Before that, however, tapes will be available via Stand Together Records, the tape label of Michi, Gian and Loris.

Find their music and updates on the band’s socials:

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Ruined are:

Gian – Lead Vocals, Guitar

Stefano – Guitar, Vocals

Michi – Bass

Loris – Drums